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 Straßen - Stadt der Anfänge

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Das System
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BeitragThema: Straßen - Stadt der Anfänge   Di Mai 02, 2017 1:48 pm

Die Straßen und Gassen der Stadt der Anfänge führen die Spieler - mal mehr und mal weniger effizient - zu den abgelegensten Winkeln der Stadt und zu den zahlreichen Läden, Märkten und öffentlichen Einrichtungen. Es ist nicht selten, dass man hier auf zahlreiche unterschiedliche NPC trifft, die ab und an auch wichtige Informationen liefern können.


Zuletzt von Cardinal System am So Sep 17, 2017 5:38 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Straßen - Stadt der Anfänge   Di Mai 02, 2017 8:28 pm

Leycest, Rin cf - Hauptplatz - Stadtmitte

Zuerst dachte Rin schon, dass sie ihn nicht so hätte anstarren dürfen. Der Junge sah sie an, als wolle er seine Worte gleich wieder zurücknehmen. Aber da antwortete die Rothaarige dann wohl doch noch früh genug, denn er sagte nichts dergleichen. Tatsächlich war es ein gutes Gefühl jemanden in ihrer Nähe zu haben, der sich auch noch nicht aufgegeben hatte und verzweifelnd im Boden versank. Rin wäre das eventuell heute noch, wenn er sie nicht angesprochen hätte. Eigentlich war sie ja das Positive in Person. Die Situation, in die sie hier hereingeraten ist, war aber auch einfach nicht ganz normal, also war es sicherlich auch nicht verwunderlich, dass sie einen Moment gebraucht hatte, um wieder zu sich selbst zu finden. Der Junge hatte ihr da doch sehr gut geholfen, auch wenn er das wohl gar nicht wusste. Oder doch? Gedanken lesen konnte Rin dann eben doch nicht.
Als er dann antwortete, lächelte Rin wieder ziemlich unbeschwert. "Ganz genau!" Theoretisch hatte er natürlich eine andere Wahl. Er konnte sie jetzt auch einfach hier stehen lassen, wo er ihr schon gesagt hatte, wo es hin ging. Aber es würde das Spiel um Leben und Tod vermutlich wesentlich erträglicher zu machen, wenn sie zusammen weiter spielten. Rin konnte die Situation für den Moment akzeptieren. Es brachte ja wirklich nichts in Verzweiflung zu versinken. Das einzig Richtige würde sein, das Beste aus der Situation zu machen. Also würde sie nicht mehr zweifeln oder trauern. Es galt jetzt, diese Welt zu akzeptieren und vorwärts zu schreiten. Und der erste Schritt dahin würde es sein, die ersten Quests in dieser Stadt zu machen. Das könnte aber natürlich trotzdem schwer werden, weil alle Spieler hier starteten. Hoffentlich bekamen sie einen Spot, an dem sie questen konnten... Rin wollte nicht warten, bis alle weiter gezogen waren.
"Öh? ... Ah, keine Ursache!", gab sie zuerst etwas fragend, dann aber wieder voll motiviert von sich. Sie kapierte zuerst nicht so ganz, warum er sich bei ihr bedankte, aber dann konnte sie es sich doch denken. Eigentlich hätte sie am Liebsten auch danke gesagt, aber das würde sie vielleicht auf später verschieben.
Lächelnd folgte sie seinem Fingerzeig und lauschte seinen Worten. "Das klingt doch gut. Schauen wir mal, dass noch ein Platz für uns frei ist in der Umgebung", gab sie munter von sich und setzte sich dann auch gleich in Bewegung. Unterwegs schaute sie sich erneut das Menü an, einfach nur um sich dort besser zurecht zu finden. Es würde irgendwann hinderlich werden, wenn sie alles suchen müsste. "Woher weißt du eigentlich von der Quest? Ich kenn mich hier gar nicht aus...", meinte Rin nach einer Weile des Schweigens und schaute Leycest fragend an. Ob er wohl ein Beta-Tester war? Und wenn nicht... dann schien er sich einfach besser informiert zu haben als sie. Wenn sie gewusst hätte, dass dieses Spiel mal ihr Leben werden würden, dann hätte sie sich vorher vermutlich besser informiert... Aber eigentlich hatte sie es ja nur ausprobieren wollen.
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BeitragThema: Re: Straßen - Stadt der Anfänge   Di Mai 02, 2017 9:30 pm

Laurence kratzte sich kurz an der Schläfe, als seine rothaarige Begleitung darauf zu spreche kam, wie und woher er sich hier auskannte. Es wirkte weniger wie ein Vorwurf als ein berechtigtes Interesse, dennoch war es ihm ein wenig peinlich zu erklären, dass er die letzten Wochen in seinem realen Leben effizient nur dafür genutzt hatte, Streams und Walkthroughs der Beta anzuschauen. So sehr er sich auch darum bemühte, seine Gedanken voll und ganz auf diese virtuelle Welt zu konzentrieren, es folgten wohl immer wieder Situationen, in denen er nicht als Spieler eines Spiels, sondern als Spieler in seinem Zimmer vorkam, der eigentlich nur eine Maschine auf dem Kopf hatte. Und genau weil er das dachte, wollte er schlicht und ergreifend nicht wie ein Nerd daher stehen, sodass er es bei einer schlichte Umschreibung beließ, die als Antwort vermutlich genau so genügen sollte wie eine explizite Beschreibung dessen, wie er seine Zeit verschwendet hatte... Wobei, in Anbetracht der derzeitigen Umstände war es vielleicht doch eher von Vorteil.

"Naja, ich hab... Ein bisschen bei Streamern und Let's Playern der Beta reingeschaut... Da hab ich das ein oder andere mitbekommen" Er schaffte sich so auszudrücken, dass es nicht zum sonderlich starken Nachdenken anregte, kratzte sich zum Ende seines Satzes hin allerdings doch ungewollt am Hinterkopf, sodass es vermutlich offensichtlich war, dass er... Naja, durch die Blume gesprochen hatte. Aber das sollte jetzt wohl auch niemanden mehr stören. Als der halb-Brite allerdings zu seiner Begleitung schaute, wie sie so nebenher in ihrem Menü herumfuchtelte, fiel ihm eine der wohl grundlegenden Spielmechaniken ein, die die beiden sich vermutlich zu Nutzen machen sollten. Und so konnte er sich dann auch die etwas, naja, persönliche Frage sparen, wie die Rothaarige denn nun eigentlich hieß. Nicht, dass er noch keinen Kontakt zum anderen Geschlecht gehabt hat, aber er schaffte es eigentlich immer, die Frage nach dem Namen relativ unsalopp zu servieren.

Es vergingen eine Momente, in denen er stehen blieb und durch das Menü tippte, ehe eine kleine Infobox vor seiner Begleiterin auftauchte. Und jetzt, wo das ganze spiel wohl eine ganze Ecke persönlicher geworden war, bekam er wegen so etwas Trivialen ein komisches Gefühl im Magen... Als wäre eine Einladung zur Gruppe etwas, was man nicht beim ersten Treffen tun sollte. Irgendwie lächerlich, was er sich gerade so an Nettiquette sinnierte. "Wir kriegen mehr EXP, wenn wir zu Zweit Quests und Bosse erledigen." Er versuchte Augenkontakt herzustellen, während er ihr die Spielmechanik nahelegte, kam aber nicht darum herum auch den Rest ihres Körpers zu begutachten. Ohne Hintergedanke, aber ihn interessierte schon ein wenig, wie die anderen Spieler ihren Avatar gestaltet haben. Sie war rund einen Kopf kleiner als er selbst, hatte einen recht weiblichen Körperbau, der ein wenig im Kontrast zu den noch etwas kindlichen Zügen in ihrem Gesicht stand, die Rothaarige allerdings schon irgendwie interessant machte. Es war in diesem Moment, dass er mehr feststellte als sich einredete, dass er ihren Avatar eigentlich nur aus reinem Interesse anschaute, ohne dabei wie vermutlich andere Spieler auf andere Gedanken zu kommen. Und es war auch der Moment, in dem er sich etwas peinlich berührt wegdrehte, als er mit einem lauten Schäppern in seinem Kopf feststellte, dass er eine grundlegende Sache in diesem Spiel schon fast vergessen hatte. Da er sich seinen Avatar in Windeseile an seinem eigentlichen Aussehen festgemacht hatte, hatte er komplett vergessen, dass der Spiegel, den sie zu Beginn des Eventes vom Gamemaster erhalten hatten, dazu geführt hat, dass alle Avatare nun den Körpern ihrer Nutzer nachempfunden waren. Er hatte also gerade keinen virtuell erstellen Charakter angeschaut, sondern den Körper eines Mädchens seines Alters, das wie er in diesem spiel gefangen war.

"Rin also? Gut, den Namen kann ich mir wohl merken" Innerlich lief eine große Schweißperle an seiner Schläfe herunter, äußerlich schaffte er es aber glücklicherweise, die vorausgegangene Situation mit einem eher unernst gemeinten Kommentar und einem Kratzen an seiner Wange zu überspielen, nachdem der zweite Lebensbalken in seiner peripheren Sicht aufgetaucht war. Ein Glück für ihn, wollte er sich doch nicht dummer anstellen als er eigentlich war.
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BeitragThema: Re: Straßen - Stadt der Anfänge   Di Mai 02, 2017 10:37 pm

Das rothaarige Mädchen hatte sich gar nichts weiter dabei gedacht, als sie ihn fragte, woher er sich soweit hier auskannte. Rin hatte leider verpasst sich irgendwelche Videos anzusehen. Natürlich hatte sie die Neuigkeiten im Fernsehen verfolgt, aber das war es dann auch schon. Und im Fernsehen hatten sie natürlich nicht großartig über die Dinge im Spiel gesprochen, weil das ja nur den Beta-Testern vorbehalten war. Beinahe war Rin ein wenig neidisch, was das anging, sie hätte das Spiel nämlich auch gerne schon vorher gespielt. Und zwar ohne den Hintergedanken einer Welt in der man wirklich stirbt, wenn ein Monster einen auseinander nimmt. Aber eventuell sollte es ja auch einfahc nicht so sein.
Neugierig schaute sie ihre neue Bekanntschaft an, welche doch ziemlich lange mit sich haderte, bevor er dann zu einer Antwort kam. Komischer Weise kratzte er sich dabei dann am Hinterkopf, als wenn seine Worte nicht alles wiedergeben würden, was er wirklich sagen wollte. "Achso? Oh mann... das habe ich wohl ein wenig vernachlässigt", gab sie ein bisschen peinlich berührt von sich und zupfte ein wenig an ihrem Zopf herum. Sie hatte sich auf dieses Spiel wirklich so ziemlich gar nicht vorbereitet. Eigentlich hatte sie wirklich nur Nachrichten verfolgt und sonst etwas mit ihren Freunden unternommen. Aber sie konnte ja auch nicht ahnen, dass sie sich lieber besser auf das Spiel vorbereitet hätte.
Dass Leycest auf ihr Menü schauen konnte, während sie darin herumsuchte, das wusste sie nicht. Sie war es gewohnt, dass niemand zusehen konnte, was sie tat. Immerhin spielte sie sonst am PC und da konnte jemand nur in ihr Inventar schauen, wenn sie dieses fotografierte, veröffentlichte, oder man hinter ihr stand. Sie würde sich an all das wohl wirklich noch gewöhnen müssen, aber für den Moment bemerkte sie das ja noch nicht einmal. Erst als eine Einladung in ihrem Fenster auftauchte, stockte sie kurz und blickte von der Einladung zu Leycest, welcher sie darauf hinwies, dass sie mehr EXP bekommen würden, wenn sie zusammen Quests und Bosse erledigten. Nach kurzer Verwunderung erschien wieder das sanfte Lächeln auf ihren Lippen und sie klickte ohne weiter zu zögern auf Akzeptieren. Kurz wanderte ihr Blick nach oben links, wo sie am Rande sehen konnte, wie ein weitere Lebenspunktebalken auftauchte. Daneben fand sie dann auch seinen Namen, welcher natürlich nur sein Spielername war. In Zukunft würde der Spielername aber wohl eh mehr Bedeutung haben, als der wirkliche Name. Schließlich würden sie hier nicht nur für heute festhängen... Obwohl? Es gab doch sicherlich Leute da draußen, die sich damit abmühten eine Lösung für sie zu finden. Aber Rin verließ sich lieber nich darauf. Sie hatte für sich ja eh schon den Entschluss gefasst zu kämpfen. "Das klingt gut. Alleine ist es eh viel langweiliger", gab sie munter von sich und nickte kurz. Und so würde es natürlich wirklich viel einfacher sein.
Seitlich blickte die Rothaarige zu Leycest, als er sie eine ganze Weile einfach nur anschaute... bzw. sie eigentlich von oben bis unten musterte. Rin kam sich fast ein wenig... fehl am Platz vor. Ihr war im Gegensatz zu Ley durchaus bewusst, dass dies ihr richtiges Aussehen war. Immerhin hatte sie ihren Avatar vollkommen anders gestaltet. Da hätte sie niemand erkannt. Dass diese roten Haare und dieser Körper aber zu ihr gehörten, das war ihr durchaus bewusst. "Uhm?...", gab sie nur ein wenig leiser als zuvor von sich, wobei sie auch ein wenig rot wurde. Komisch, dass dies im Spiel funktionierte.... Sie wollte jetzt nicht so konkret fragen, warum er sie so anschaute.. Die Frage würde vermutlich auch nicht so gut ankommen. Als würde sie hinterfragen, warum er sie ansah... war ja an sich nicht verboten.
"Klar, der Name ist ja auch kurz", gab sie fröhlich von sich und neigte den Kopf dann zur Seite. "Leycest ist auch ein interesannter Name."
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BeitragThema: Re: Straßen - Stadt der Anfänge   Mi Mai 03, 2017 5:53 pm

Während das doch recht ungleiche Duo durch die Straßen der Stadt schlenderte, bemerkte Laurence die anbrechende Dämmerung nur nebenher. Er war sich der Tatsache bewusst, dass viele NPC und Spieler nun vermutlich die Gaststätten der Stadt aufsuchen würden, und dass die Suche nach einem Schlafplatz somit - sollten sie wirklich noch eine Quest annehmen und ausführen - zumindest an den offensichtlichen orten ziemlich schwierig werden würde. Ein Blick zu Rin überzeugte ihn jedoch davon, dass es jetzt vielleicht besser war sich dem Optimismus hinzugeben, als sich bereits jetzt Sorgen um die Zukunft zu machen. Und mit 99 Ebenen über ihnen und keinem gescheiten Plan, wie man diese überhaupt überleben könnte, war der Gedanke vielleicht gar nicht mal mehr so verwerflich. Und zumindest ihr Gespräch war schon mal frei von Sorge. "Naja, eigentlich ist er nur ein langweiliges Wortspiel." gab er schließlich mit ruhiger Notation auf die Anmerkung zu seinem Avatarnamen von sich, während er seine Hände wieder lässig hinter seinen Kopf legte. Wenn er so darüber nachdachte, würde er vermutlich auch eine beachtliche Zeit brauchen, um sich an seinen neuen Namen zu gewöhnen, auch wenn das vermutlich seine geringste Sorge für die Zukunft war. Rin schien damit offensichtlich weniger Probleme zu haben, auch wenn der Halb-Brite da nicht tiefer bohren wollte als er sollte. "Ich schätze aber mal es hätte mich schlimmer treffen können, heh" In Anbetracht ihrer Umstände konnte man das allenfalls als Galgenhumor werten, doch Laurence hatte nicht das Gefühl, dass die Rothaarige ihm solche Scherze übel nehmen würde. Oder zumindest hoffte er das.

Die Zahl der NPC, die die Straßen belebten und für eine fast schon heimatliche Atmosphäre sorgten, wurden derweil immer weniger, bis auf vereinzelte Wachmänner außer den beiden Jugendlichen niemand mehr die Straßen durchkämmte. Irgendwie unheimlich, wo doch eigentlich so viele Spieler hätten hier sein sollen. Die meisten von ihnen versuchten ihr Glück gerade vermutlich auf den Feldern nahe der Stadt, oder den Wäldern nordöstlich von ihnen. Beide Areale beheimateten recht schwache Monster, doch selbst diese würden wohl für unerfahrene Spieler eine Herausforderung darstellen. Bei dem Gedanken, wie viele Menschen jetzt vermutlich schon tot waren, schüttelte Laurence schlicht den Kopf. Er durfte sich jetzt nicht davon ablenken lassen, das würde zu nichts führen. Die Situation war für sie alle neu, und deswegen musste jeder in den nächsten Wochen an erster Stelle an sich selbst denken. Auch Rin und er. "Ich glaube, in einem Dorf nördlich der Stadt gab es eine Quest, mit der man zu relativ guter Ausrüstung kommen kann. Vielleicht sollten wir die anbrechende Nacht nutzen und versuchen, nach unserer ersten Quest dorthin zu gelangen." Der Vorschlag wirkte was schon euphemistisch und vorausschauend, aber genau das war etwas, auf das Laurence in diesem Moment wohl nicht verzichten wollte. Er wollte nicht einmal einen Gedanken daran verschwenden, vielleicht schon bei ihrer ersten Quest zu versagen. "Ich glaube sowieso nicht, dass ich heute Nacht schlafen kann." Sein Blick wanderte kurz gen Himmel, ehe er wieder lächelnd zu Rin schaute. Es war irgendwie erleichternd, das ganze nicht alleine stemmen zu müssen.
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BeitragThema: Re: Straßen - Stadt der Anfänge   Mi Mai 03, 2017 8:21 pm

Nachdenklich schaute Rin zu ihrem Gruppenpartner und versuchte zu ergründen, was für ein Wortspiel er meinte. Rin konnte sich jedenfalls keines zusammenreimen und so zuckte sie langsam mit den Schultern. "Das kann ich wohl nicht beurteilen", gab sie nachdenklich von sich, lächelte dann aber und wank ab. Das spielte vermutlich auch gar keine Rolle. Trotzdem tat es ziemlich gut, über vollkommen belanglose Dinge zu sprechen. Manch andere würden sich jetzt vermutlich zusammen tüfteln, wie sie die nächsten Tage überstanden und wie sie es schaffen würden, die ganzen 100 Ebenen zu erledigen. Rin dachte auch an sowas, aber eigentlich mehr daran, was sie am nächsten Tag schaffen könnten. Daran zu denken, dass man den nächsten Tag vielleicht gar nicht erst erlebt, das brachte einen ja auch nicht vorwärts. Ein kurzer Blick in den Himmel verriet Rin, dass es wohl langsam Abend wurde. Das war in Anbetracht dessen, dass dieses "Event" am Abend gestartet hatte, wohl kein Wunder. Aber auch wenn man vermutlich Müdigkeit empfinden konnte, so war die Rothaarige im Moment eher hellwach. Das lag sicher an der Aufregung, die sie durch die gesamte Situation, in der sie sich befanden, empfand.
Kurz schaute Rin zu Leycest, als er meinte, dass es ihn ja auch schlimmer hätte treffen können. "Das kannst du aber laut sagen. So tragisch ist das alles gar nicht, wenn man genauer drüber nachdenkt", meinte Rin schließlich und setzte einen wehmütigen Gesichtsausdruck auf. Sie lebten noch. Sie hatten immer noch die Chance, sich ihre Freiheit zu erkämpfen. Also war nichts Schlimmes passiert, womit sie nicht auch leben konnten.
Während sie so weiter liefen, schaute sich Rin immer mal wieder zu allen Seiten um. Zum Einen, um eine bessere Übersicht über die Umgebung zu bekommen. Zum Anderen, weil es doch ziemlich ruhig auf den Straßen wurde. Andere Spieler konnte sie gar keine mehr sehen, wenn sie das richtig sah. Und auch die NPC zogen sich nach und nach von der Straße zurück. Das war nicht weiter schlimm, ließ die Atmosphäre rund herum aber irgendwie ein wenig... düsterer werden. So empfand Rin es zumindest. Ein kurzer Blick zu Leycest verriert ihr, dass er mit seinen Gedanken woanders war. Nämlich was sie die Nacht und den nächsten Tag erreichen könnten. "Bessere Ausrüstung klingt auf jeden Fall sehr gut", gab sie zustimmend von sich. Auch wenn ihre Waffe eben nun mal beim Dolch bleiben würde und sie sich mit dem Zahnstocher in der Hand nicht ganz so wohl fühlen würde, wäre es schonmal eine enorme Erleichterung, wenn sie nicht mehr mit dem Standart Equipment herumlaufen mussten. "Ist das weit weg von hier? Also wären wir bei Tagesanbruch schon in dem Dorf?", fragte sie nach und blickte ihn einen Moment an, bevor sie wieder nach vorne auf den Weg schaute. Es war zwar nicht so, dass sie es extrem eilig hatte, aber wenn andere Spieler auch von dieser Quest wussten, würde es dort wohl auch voll werden. Rin wollte einfach nur eine reelle Chance haben, mitzuhalten. In den meisten Spielen mit ihren Freunden hing sie doch immer etwas hinten an. "Ich vermutlich auch nicht", gab sie kund und lächelte dabei, als wäre es doch vollkommen normal, dass man in der Nacht nicht schlafen würde.
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BeitragThema: Re: Straßen - Stadt der Anfänge   Mi Mai 03, 2017 9:27 pm

Die beiden näherten sich langsam der Schänke, die Laurence seit Beginn ihrer kleinen Kooperation im Sinn gehabt hatte. Glücklicherweise schien Rin mit ihm in Facto Ambition für's erste auf einer Wellenlänge zu sein, was dem halb-Briten gerade unheimlich viele Sorgen von der Brust nahm. Es war fast so, als wäre man einem gleich guten Spieler in einem MMO begegnet, mit dem man urplötzlich einfach die Quests macht, weil's spaßiger ist. Und einen großen Unterschied zu ihrer jetzigen Situation konnte er eigentlich nicht ausmachen. Wäre es nicht um das perfide Spiel des Gamemasters, so könnte er die Zeit hier wohl wirklich genießen. So aber blieb dem Ganzen wohl nur ein bitterer Nachgeschmack. "Wir sind gleich da. Es wäre vermutlich auch nicht schlecht ein bisschen Proviant mitzunehmen" Er wollte eigentlich fortführen, unterbrach sich allerdings selber kurz, als ihm ein spontaner Gedanke kam. "Wobei ich nicht mal weiß, wie das Hungersystem sich jetzt auswirkt, hehe" etwas belustigt schaute er zu Rin, welche weiterhin rechts von ihm ging. In Britannien hatte sein Vater ihm immer gesagt, dass der Mann immer links zu gehen hat, wenn er eine Frau ausführte. Irgendwie war es komisch, dass er sich gerade jetzt an seinen Vater erinnerte, aber da die Gepflogenheiten in Japan anders waren nahm er es schlicht mit einem Schmunzeln hin.

Es dauerte noch einige Minuten, ehe die beiden auch schon vor der Schänke standen. "Der goldene Bulle", irgendwie ein zeitlos klassischer Name. Der Großteil der Fassade des einstöckigen Gebäudes bestand aus Holz, hauptsächlich Fichte und Eiche. Die Fenster ließen auf einen moderat beleuchteten Schankraum schließen, in dem sich, wenn man genauer hinschaute, der ein oder andere NPC an einem Holztisch befand und eine Körnermahlzeit verspeiste. Der Ort war fast genau so wie er ihn aus den Videos der Beta-Tester kannte, nur, dass die Struktur des Raumes ganz offensichtlich ein wenig geändert wurde. Zumindest, wenn er das so von außerhalb beurteilen konnte. "Der Goldene Bulle,
wir sind richtig. Halt die Augen nach einem bärtigen Mann mit Augenklappe auf, er war in der Beta der Questgeber."
Laurence wollt den Satz eigentlich mit einem Lachen beenden, doch stattdessen verfiel er wieder in seinen gewohnt ruhigen Tonfall, während er die Wörter etwas langsamer als sonst in seinem Mund formte, fast schon als würde er den Ablauf der nächsten Minuten bereits in und auswendig kennen und sich ein wenig darüber freuen, einen neuen Mitspieler einweisen zu dürfen. Er suchte noch kurz den bestätigenden Blickkontakt mit der Rothaarigen, ehe er die hölzerne Tür aufmachte und ihr mit einer Geste bedeutete, hineinzugehen.

Rin, Leycest gt Schänke
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BeitragThema: Re: Straßen - Stadt der Anfänge   Sa Mai 06, 2017 9:39 pm

Leycest, Rin cf - Schänke "Der goldene Bulle"

Fragend schaute die Rothaarige zu Leycest, welchen sie gefragt hatte, ob er nicht auch fand, dass Alphatier nach Boss klang. Sie machte sich irgendwie doch immer wieder Sorgen, auch wenn sie sich große Mühe gab, dass dem nicht so war. Sie war ein optimistischer und gut gelaunter Mensch. Trotzdem fiel es ihr seit sie hier im Spiel war nicht ganz so leicht. Zwar klappte es schon den Großteil, besonders seit sie Leycest getroffen hatte, aber das änderte ja nichts daran, dass man sich hier und da doch ein wenig Sorgen machte. Aber sicherlich war das normal. Zumindest verzweifelte sie nicht, so wie andere Personen es vermutlich immer noch taten. Da war Rin schon auf einem besseren Weg, denn sie hatte hohe Ziele. "Das hört sich doch sehr gut an", gab Rin schließlich als Antwort und lächelte ein klein wenig. Wenn sich der Inhalt nicht geändert hatte, dann mussten die Informationen des Blonden ja immer noch stimmen. Dementsprechend sollte es ihnen auch nicht schwer fallen die Quest zu schaffen. Na gut, ob sie leicht war hatte er ja nicht gesagt. Aber sie würden es auf jeden Fall schaffen!
Sich ein wenig umschauend lief Rin neben Leycest her. Sie erwartet nicht, etwas Besonders zu sehen, aber sie glaubte eigentlich wenigstens ein paar Spieler zu sehen, welche sich entschieden in der Anfangsstadt zu bleiben. Komischer Weise sah sie niemanden. Vielleicht hatten sie sich aber auch schon einen Schlafplatz gesucht, weil es langsam dunkel wurde. Da kamen auch schon die Worte ihres Gruppenmitglieds, der auch von der Dämmerung sprach und meinte, dass sie sich beeilen mussten, dann würden sie es noch rechtzeitig schaffen, um das Alphatier von den anderen zu unterscheiden. Das wollte Rin doch hoffen! Sonst würde es etwas schwieriger werden. "Gut, dann sollten wir schnell losgehen", meinte sie lächelnd und blickte nun nach vorne, um zu sehen wo sie hingingen.
Schließlich sprach Ley ein Thema an, welches sie selbst schon im Hinterkopf hatte. Sie hatte zwar schon damit angefangen gehabt ein paar Sachen auszuprobieren, bevor sie zum Hauptplatz sollten... aber es nochmal zu probieren, bevor sie zu dem Alphatier gingen, das konnte ja nun wirklich nicht schaden. Etwas verlegen blickte Rin zu Leycest und nickte dann. "Ja, das nochmal eben auszuprobieren kann ja wirklich nicht schaden. Ich hab vor diesem "Event" schon ein wenig was probiert, aber wenn wir uns in einen ernsten Kampf wagen, sollten wir das schon drauf haben", meinte sie nachdenklich.
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BeitragThema: Re: Straßen - Stadt der Anfänge   So Mai 07, 2017 5:34 pm

Laurence war ein wenig erleichtert, als Rin ohne großartiges Zögern seinem Vorschlag zustimmte. Es war auch ein wenig beruhigend zu sehen, dass er mit seiner praktischen Unerfahrenheit nicht alleine war. Obwohl man wohl ziemlich sicher sagen konnte, dass er damit in dieser Welt kein Teil einer Minderheit war. Wie auch in der Beta würden sich schnell einige Spielergruppen herauskristallisieren, die maßgeblich den Spielfortschritt angeben würden. Er selbst hatte nicht den Wunsch danach, Teil dieser Elitegruppe zu werden, doch war ihm durchaus bewusst, dass eben jene zukünftigen Elite-Spieler die beste Adresse waren, wenn er sein Schicksal selber in die Hand nehmen wollte. Höhere Ziele wären wohl auch schlicht als arrogant abzutun - Denn wer sich hier dem Altruismus hingab, der würde wohl wortwörtlich in das offene Messer laufen. "Gut, dann ist dir das System nicht unbekannt. Wenn wir es schaffen unsere Bewegungen zu connecten, dann sollten uns die meisten Gegner auf der westlichen Ebene keine Kopfschmerzen bereiten." Es war nicht das erste mal, dass er innerlich dankbar dafür war, seine Zeit mit all den Streams und Videos verschwendet zu haben. Selbstverständlich würde er das dort aufgegriffene erst in der Praktik umsetzen müssen, doch war es wohl ein Vorsprung, in dessen Genuss nicht viele User kamen.

Es verging eine kleine Weile, bis sich schließlich die Stadttore in ihrem Sichtfeld bemerkbar machten. Der Blick zum Himmel deutete an, dass sie vielleicht noch eine Dreiviertelstunde, vielleicht auch weniger, noch mit dem verbliebenen Licht rechnen konnten, was die schon ein wenig gehetzte Stimmung nicht gerade entschäfte. Der halb-Brite wollte die Quest ungerne auf den nächsten Tag verschieben, schlicht weil sie dann vermutlich den Anschluss verlieren würden. Und nichts war für eine Person wie ihn tödlicher, als sich selber im Pulk wiederfinden zu müssen. Der Gedanke, weder vorwärts, noch rückwärts zu gehen, keine Veränderung bewirken zu können, er war ihm einfach zuwider. "Dann lass uns mal unser Bestes geben, viel Zeit haben wir wohl nicht mehr." Sein Blick, diesmal ohne wirkliche Regung, wandte sich kurz zu Rin, ehe er wieder die Stadttore fixierte und anschließend wieder sein Schwert und seinen Schild equippte, welche bis zu diesem Zeitpunkt noch in seinem Inventar verweilt hatten. In der nächsten Stunde würde sich wohl zeigen, ob sie das Zeug hatten einen Unterschied in dieser Welt zu machen.


Zuletzt von Leycest am So Mai 07, 2017 7:54 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Straßen - Stadt der Anfänge   So Mai 07, 2017 6:56 pm

Auch wenn es Rin nicht besonders gewundert hatte, dass sie nicht die Einzige in diesem Spiel ist, die sich noch nicht ganz so gut mit dem System auskannte, so war sie doch beinahe überrascht, dass Leycest von sich gab, dass er sich nicht auskannte. Von ihm hatte sie durch die Beta-Videos schon fast gedacht, dass er wüsste wie alles ging. Allerdings war es natürlich auch ein Unterschied, ob man ein Video schaute, oder ob man selbst in der Welt war und sich Mühe geben musste mit dem System selbst zurecht zu kommen. Ein paar Versuche hatte Rin schon hinter sich, die eigentlich auch gut gelaufen waren. Aber in einem Team zu kämpfen ist ja auch nochmal was anderes.. sie mussten eben sehen, wie sie das hinbekommen würden.
"Oh..okay. Das werden wir ja wohl hinbekommen", gab sie kurz zögerlich, dann aber wieder motivierter von sich. Was wenn sie nicht so gut hamonierten? Oder wenn Rin einfach nicht in der Lage war mitzuhalten? Dann würde sich ihre Gruppe wohl ziemlich schnell wieder auflösen...
Während sie immer wieter auf die Stadttore zuliefen, wandte Rin auch den Blick von dort nicht mehr ab. Sie machte sich ein wenig Gedanken um die Quest, wie sie in der Gruppe kämpfen würden... und wie sie allgemein in dieser Welt klarkommen würden. Als er seine Waffe wieder aus dem Inventar holte, folgte Rin diesem Beispiel und wandte kurz den Blick zu ihm, als er meinte, dass sie dann wohl ihr Bestes geben sollten und auch nicht mehr viel Zeit hätten. Leider war das richtig.. Sie mussten unbedingt bei dem Alphatier sein, bevor das Licht ganz verschwunden war. Ansonsten würden sie heute keinen Erfolg mehr haben. Und Rin wollte nicht zurück bleiben. Sie war zwar noch nie jemand gewesen, der im Mittelpunkt stehen musste und sie wollte auch nicht zwingend Frontkämpferin werden.. aber sie wollte auch nicht zurück bleiben. Da war es ihr dann doch lieber, wenn sie kämpfte, vorwärts kam und mithelfen konnte das Schicksal der ganzen Spieler zu entscheiden. "Ja, auf gehts", stimmte sie motiviert zu, sagte aber zu der Zeit nichts weiter. Dass sie wenig Zeit hatten wussten sie beide. Aber Rin war trotzdem optimistisch, dass sie es schaffen würden.

Leycest, Rin gt Offene Felder
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BeitragThema: Re: Straßen - Stadt der Anfänge   Di Mai 30, 2017 7:35 pm

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Kurz blickte die Rothaarige zu Leycest, als dieser meinte, dass der Mann in der Beta auch die ganze Nacht wach in der Schänke gesessen hatte. Der Unterschied war nun natürlich, dass sich ja sogar der Raum an sich geändert hatte, also konnt es auch sein, dass der Mann nun auch ein Nickerchen hielt. Rin konnte sich das zwar eigentlich nicht vorstellen und sie war eigentlich ganz optimistisch, dass er wach sein würde, aber am Ende würden sie eh nichts daran ändern können und einfach sehen müssen, was dabei rauskommen würde. Dass Ley den Heiltrank auch beim Betreten der Stadt nicht sofort wegsteckte verwunderte Rin nicht sonderlich. Sie würde wohl genauso handeln, wenn sie nicht sogar so verunsichert gewesen wäre, dass sie sich lieber geheilt hätte. Seine Lebenspunkte waren ja nun wirklich ziemlich weit nach unten gefallen, sodass es nur logisch war, dass die junge Dame sich um ihre Begleitung Sorgen machte. Sie wollte sich gar nicht ausmalen, was sie ohne ihn tun sollte... Zwar kannten sie sich noch nicht so lange, dass sie in absolute Verzweiflung verfallen würde, doch... eigentlich würde sie das vermutlich schon. Bis zu dem heutigen Tag hatte sie sich noch nie Gedanken über ihren Tod, oder den Tod einer anderen Person in ihrer Nähe gemacht. Sie war ja auch noch jung, wieso sollte man sich also damit beschäftigen? Aber seit das Spiel begonnen hatte, schwirrten diese Dinge schon in ihrem Hinterkopf. Sie kannte sich gut genug um sagen zu können, dass sie es nicht gut verkraften können würde, wenn er starb. Eventuell traute sie sich die ersten Tage oder Wochen auch gar nicht mehr aus der Stadt raus. Eigentlich eine Option, die machbar war.. Wer die Stadt nicht verließ konnte nicht sterben und musste auch anderen dabei nicht zusehen. Aber das war es ja nicht, was sie machen wollte. Rin wollte kämpfen. Sie wollte helfen diesen Alptraum zu beenden. Auch wenn hinter der Idee etwas Großartiges steckte, so war es dennoch beunruhigend in einem Spiel sterben zu können. Für die Rothaarige wäre schon ein Traum wahr geworden, wenn man SAO ganz normal spielen könnte... Das war schon etwas Besonders für alle Gamer. Aber den Tod im Nacken zu haben... nunja.
Nachdenklich wanderte Rins Blick in den Himmel, welcher auch großartig gestaltet war.. Man hatte wirklich Mühen in dieses Spiel gesetzt. "Ob wohl schon welche in der nächsten Stadt angekommen sind?", gab sie schließlich gedankenversunken von sich, während sie eine ganze Weile lang ihren Gedanken nachgehangen hatte.
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BeitragThema: Re: Straßen - Stadt der Anfänge   Mo Sep 04, 2017 11:30 pm

Er hätte fast schwören können, dass die Luft die er gerade atmete fast ein wenig der Luft glich, die er auch im realen Leben atmete, wenn er mal wieder einen nächtlichen Spaziergang machte. Dieses Gefühl der Frische, wenn die kalte Luft die eigenen Lungenflügel füllte, um anschließend als leichte Schwade wieder aus dem Mund zu treten und sich in den Weiten des Himmels zu verirren, während man selber gedankenverloren in auf den Boden starrte, die eigenen Hände in der Manteltasche vergraben. Der Blonde schüttelte kaum merkbar den Kopf, während er eine der am Straßenrand befindlichen Laternen in den Blick nahm. Auch wenn es eigentlich die Immersion war, die er sich so sehnlichst erwünschte um nicht verrückt zu werden, irgendwie gab sie ihm ein beklemmendes Gefühl. Zumal er nun das Bedürfnis danach hatte, seine Hände in seine Manteltaschen zu legen - Was leider nicht funktionierte, so ganz ohne Mantel.

Auf die Frage Rins hin musste allerdings auch er ein paar Momente lang grübeln. Ihre Frage war nicht unberechtigt, auch wenn sie ihn dazu brachte, fast schon im Sinne der Rivalität darüber nachzudenken, wie viele Spieler es wohl gab die ihre Zeit hier effizienter nutzen konnten als das doch recht ungleiche Duo. Denn dass es diese Personen gab, das war vermutlich wohl unstreitbar, so viel war ihm wohl bewusst. Leycest wüsste jedoch nur zu gerne, inwiefern Rin und er zu ihnen gehören mochten. Auch wenn er den Gedanken recht schnell wieder abtat. "Womöglich... Ich würde es nicht ausschließen." gab er dann leicht flüsternd von sich, als wäre er selber noch in seinen Gedanken versunken. "Und falls nicht, werden wir eben die ersten." lächelnd fixierte er schließlich wieder die Rothaarige, nur um im Anschluss wieder die Gebäude vor sich in den Blick zu nehmen. Die Schänke - oder eher das Luxusrestaurant, in der ihr Questgeber auf sie wartete, war von ihrer Position aus nicht mehr sonderlich weit entfernt. Komisch eigentlich, so hatte der Blondschopf den Weg zu den Feldern ein wenig länger in Erinnerung gehabt. Aber das war vermutlich auch nur die Anspannung schuld, die sich vor ihrer ersten Quest in ihm angesammelt hatte.
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BeitragThema: Re: Straßen - Stadt der Anfänge   So Sep 10, 2017 3:33 pm

Den Blick umherschweifend lief die Blauhaarige weiter neben Ley her, während sie mit ihren Gedanken schon ein wenig bei den Leuten hängen blieb, welche wohlmöglich schon zur nächsten Stadt weitergelaufen. Auch fragte sie sich irgendwie, ob es schon welche gab, die gestorben sind. Aber an solche Dinge sollte sie vermutlich lieber gar nicht denken. Trotzdem konnte Rin nicht darum herum, dass ihre Gedanken immer mal wieder dorthin abschweiften. Bisher hatte niemand einen wirklichen Beweis, dass sie nicht wieder aufwachen würden, wenn sie starben. Und dennoch hätte fast ihr Herz ausgesetzt, als Leycest von dem großen Wildschwein beinahe aufgespießt worden wäre. Sie brauchte keinen Beweis. Sie wollte auch keinen. Innerlich spürte sie, dass es die Wahrheit war, dass sie sterben würden, wenn sie ihre Lebenspunkte auf Null setzen ließen. Und das durften sie auf keinen Fall zulassen! Sie durften nicht aufgeben! Wenn es hieß, das Spiel durchzuspielen, nur um am Ende lebend wieder rauszukommen, dann mussten sie das eben tun. Wie schwer es auch werden würde.
Langsam wanderte ihr Blick zu Ley, nachdem sie ihm eine Frage gestellt hatte und auch er schien einen Moment lang nachdenken zu müssen, bevor er dann meinte, dass es möglich wäre und er es nicht ausschließen würde. Und sollte es nicht so sein, dann würde sie es als Erste tun. Rin lächelte ein wenig, als er das sagte und nickte dann. Da hatte er vermutlich Recht. Und es spielte eigentlich auch gar keine Rolle, ob schon vor ihnen jemand in die nächste Stadt gegangen war. Sie würden ihren Weg fortsetzen und diesen so gut wie möglich beschreiten. Wenn sie dabei nicht immer die Schnellsten waren, dann war das in Ordnung. Hauptsache sie hingen nicht am Ende herum, während die Frontkämpfer 10 Level weiter vorne waren. Rin wollte ihren Teil dazu beitragen. Nicht leichtsinnig... wenn es länger dauerte stärker zu werden, dann war das so. Aber sie wollte dennoch nicht tatenlos dabei zusehen. "Zurück war gefühlt schneller, findest du nicht auch?", gab sie amüsiert von sich und verschränkte die Hände hinter dem Rücken, während sie immer geradewegs auf die Schänke zugingen. Sicherlich waren sie einfach zu aufgeregt und angespannt gewesen. Jetzt fühlte sich Rin schon wieder deutlich entspannter, auch wenn es ihr immer noch kein gutes Gefühl gab, dass Ley hier im roten Bereich herum lief. Aber sie konnte ihn auch nicht dazu auffordern sich zu heilen. Besonders, weil es sonst hinterher ihre Schuld wäre, wenn ihm ein Heiltrank fehlen würde. Also verschwieg sie ihre Sorgen. Und eigentlich waren die ja auch belanglos, immerhin waren sie hier in der sicheren Stadt. Hier durfte gar nichts passieren.

tbc - Schänke "Der Goldene Bulle"
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BeitragThema: Re: Straßen - Stadt der Anfänge   So Sep 10, 2017 6:28 pm

Rin, Leycest cf "Goldener Bulle"

Leycest lächelte schlicht schwach, aber zumindest ehrlich, als Rin ihm von ihren Gedanken berichtete. Sie hatte recht - Wer sich hier bereits aufgab, gab sich bereits freiwillig der Niederlage hin. So surreal ihre Situation ihm auch noch erschien, so real sich diese falsche Welt auch anfühlte, ultimativ war sie nichts weiter als eine Herausforderung, vor der man den Mut haben musste sich zu stellen. Auch wenn er dennoch, weit entfernt in seinen Gefühlen, Mitleid und Verständnis für die Menschen empfand, die sich das nicht zutrauten. Es war fast schon so, als wäre er es, der nicht nach der Norm handeln würde. Und das stimmte unweigerlich vermutlich auch so. "Aye, so ist es." merkte er noch an, dann richtete er den Blick ebenfalls gen Himmel, nachdem er laut ein- und ausgeatmet hatte. "Und sei es nur, um anderen ein Vorbild zu sein. Wir dürfen uns selber nicht vergessen"

Er genoss noch einige Sekunden den ruhigen, bedachten Moment, dann deutete er mit einer leichten geste an, dass sie sich langsam auf den Weg machen sollten. Er ließ es unausgesprochen, aber sie würden sich wohl langsam sputen müssen zur nächsten Stadt oder zum nächsten Dorf zu kommen, wenn sie nach der Ankunft noch ein paar Stunden schlafen wollen. "Am besten ist wohl wir schauen mal am schwrazen Brett auf dem Marktplatz vorbei, vielleicht führt uns eine Quest ja zum nächsten Dorf oder in die nächste Stadt... Wäre in jedem Fall praktischer." Er wollte gerade zum ersten Schritt ansetzen, als Rin jedoch urplötzlich für einige Sekunden leuchtete, ehe sich das Licht in einzelne, pixelartige Partikel auflöste und verschwand. Viel Zeit um seinen Mund zu öffnen hatte er allerdings nicht, nur wenige Momente später leuchtete auch sein Körper kurz auf, ehe auch das Licht wieder verblasste. Laurence starrte kurz erschrocken in Rins Augen, dann bemerkte er, dass sein Lebensbalken wieder komplett aufgefrischt war und eine höhere Zahl beinhaltete als vorher. Ein kurzer Blick auf seine Statuswerte brachte dann auch schon die erhoffte Aufklärung: Sie beide waren ein Level aufgestiegen. "Bloody hell... Ich dachte ich bekomme einen Herzinfarkt!" Das er dabei auf britisch fluchte, bemerkte er nicht.
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BeitragThema: Re: Straßen - Stadt der Anfänge   So Sep 10, 2017 7:05 pm

Die junge Blauhaarige blickte kurz zu Leycest, bevor sie dann wieder nach vorne schaute. Dasser innerlich immer noch mit diesen Gedanken zu kämpfen hatte wunderte Rin nicht. Auch wenn sie kämpfen wollte, auch wenn sie sich nicht geschlagen geben wollte, so war sie dennoch ein wenig verunsichert. Es war nicht schön zu wissen, dass es da viele Menschen gab, die sich jetzt schon aufgaben. Dass es normaler wäre, wenn auch sie es tun würden. Aber im Endeffekt...welche Wirkung hätte das? Was würde es ihnen bringen, wenn sie auf immer und ewig in der Ecke sitzen blieben? Sie würden nicht frei kommen. Sie müssten immer damit rechnen, dass das Internet zusammen bricht... oder wenn man es mal auf ein paar Jahre hochrechnete, dann vielleicht sogar so weit, dass ihr Körper das nicht mehr mitmachte. Künstliche Ernährung war nun nicht das Optimale.
Schnell schüttelte sie den Kopf, um sich mit ihren Gedanken wieder zu sammeln. Okey, genug Trübsal geblasen... Es wurde Zeit wieder nach vorne zu sehen. Auch so wie Ley es sagte. Als Vorbild für die anderen, wenn auch sich selbst dabei nicht vergessen. Das war wohl auch ein wichtiger Punkt. Rin wollte sich hier nicht verstellen oder groß verändern müssen. Sie wollte gerne sie selbst sein, wenn sie eines Tages hier raus kam. Oder wenigstens so lange, wie sie hier drin lebte. "Hmhm", gab sie daher nur murmelnd von sich und blickte dann wieder zu ihm, als er dann laut überlegte, dass sie am Besten am schwarzen Brett nachsehen sollten, weil sie dann vielleicht mit einer Quest zum nächsten Dorf oder zur nächsten Stadt gelangen könnten. Rin nickte zustimmend und wollte ebenfalls gerade losgehen, als sie nacheinander kurz anfingen zu leuchten. Überrascht schaute Rin an sich runter, bevor sie auch einen Blick auf den leuchtenden Leycest warf, welcher gleich mit englischen Worten um sich warf und von sich gab, dass er dachte gleich einen Herzinfarkt zu bekommen. Überrascht sah Rin nochmal kurz an sich runter, bevor sie erkennen konnte, dass die Lebensanzeige von Ley wieder aufgefüllt war und schließlich auch unter ihren Statuswerten, dass sie beide gerade ein Level aufgestiegen war. "Du meine Güte, das kam jetzt aber aus dem Nichts", meinte Rin überrascht, lächelte allerdings inzwischen wieder. Damit hätten sie den Anfang wohl schonmal gemacht. Sie hatten ein Level geschafft! "Wenigstens musst du dir jetzt keine Gedanken mehr um deine Lebenspunkte zu machen", fügte sie amüsiert hinzu, wobei Rin in den letzten Minuten eher das Gefühl hatte sich mehr Sorgen zu machen, als Ley es tat.
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BeitragThema: Re: Straßen - Stadt der Anfänge   So Sep 10, 2017 8:24 pm

Er konnte sich eines erleichternden Lachen nicht mehr erwehren. Für einen kleinen Augenblick hatte er wirklich gedacht, dass es das jetzt für Rin und ihn selbst gewesen sei. Und das erschreckende war, dass er sich um seine Begleiterin mehr Sorgen gemacht hatte als um sich selbst. Das mochte irgendwo damit zusammenhängen, dass sie vor ihm zu leuchten angefangen hatte, aber irgendwo war es wohl auch seine Angst gewesen, wieder alleine zu sein. Er würde es vermutlich nicht aussprechen, aber er hatte Rin nach der kurzen Zeit schon irgendwie lieb gewonnen, sei es auch nur weil die beiden gleich dachten und es so schafften, sich dieses perfide Spiel irgendwie... halbwegs angenehm zu gestalten. "Oh man, ich dachte kurz das war's" sprudelte es noch unter leichtem lachen aus ihm heraus, ehe er sich am Kopf kratzte und erleichtert ausatmete.
"Aber ja, du hast recht. Gut, dass ich mir den Trank vorher nicht reingepfeffert habe" Ein Lächeln legte sich auf seine Lippen, dann fixierte er wieder die Straße und machte sich daran die ersten Schritte in Richtung Markt zu tätigen. Er hatte keine wirkliche Ahnung mehr wie die Wege im Stream waren, den er verfolgt hatte, doch wusste er, dass ein Markt mit Schwarzem Questborad irgendwo in der Nordstadt zu finden war, von wo sie auch die beste Verbindung nach Horunka haben würden, auch wenn das Dorf jetzt nicht seine erste Wahl werden würde. "Ich frage mich ob die Dörfer der Ebene auch noch so aussehen wie in der Beta, oder ob auch sie verändert wurden wie das Gasthaus." gab Leycest dann noch gedankenverloren von sich, während er durch die Straße schlenderte, während Rin es ihm gleich tat.

Während die beiden so durch die Stadt gingen, nur grob wissend, dass sie in Richtung Norden unterwegs waren, kamen sie an zahlreichen Spielern vorbei, die angelehnt an Häuserfassaden oder Laternenpfahlen in ihren Gedanken verharrend, vermutlich den nächsten Schritt planend. Leycest versuchte, so wenigen wie möglich von ihnen ins Gesicht zu schauen, um nicht erneut vn der bedrückenden Stimmung erfasst zu werden. Er fand es allerdings traurig, dass nur so wenige den Mut hatten, über ihren eigenen Schatten zu springen. Andererseits waren auch keine 12 Stunden vergangen, seit dieses Todesspiel für sie begonnen hatte.
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BeitragThema: Re: Straßen - Stadt der Anfänge   So Sep 10, 2017 8:39 pm

Rin konnte einfach nicht anders als herzlich lächeln, als Leycest erleichtert anfing zu lachen. Es war wirklich eine Erleichterung, als sie bemerkten, dass es gar nichts Schlimmes gewesen ist. Aber ein Schreck war das schon. Man verließ ein Gebäude und auf einmal leuchtete man auf. Rin hatte für einen kurzen Moment auch gedacht, dass sie sich jetzt auflösen und verschwinden würde... Gründe gäbe es bestimmt dafür. Jemand werkelte an ihrer Technik herum, sie wurde zum Krankenhaus verlegt, Strom oder Internetausfall. Man musste in diesem Spiel gar nicht sterben, weil man schlecht war.. man konnte auch sterben, weil die da draußen einen davor nicht bewahren konnten. So hart wie das auch klingen mochte.
"Hehe, gut, dass es nichts Schlimmes war", meinte Rin leicht kichernd und verschränkte die Arme hinter dem Rücken, während sie ihn kurz betrachtete und den Blick dann langsam wieder abwendete. Sie hatte sich da aber auch um ihn gerade ziemlich Sorgen gemacht, immerhin hatte er nur kurz nach ihr angefangen zu leuchten. Es wäre komisch, wenn sie beide gleichzeitig aus dem Spiel gekickt werden, aufgrund von äußeren Einflüssen, aber sicherlich nicht unmöglich. Trotzdem war sie froh, dass nichts passiert ist. Sie waren nur ein Level aufgestiegen und würden sich weiter behaupten können. Hoffentlich hielt das auch weiter so an. Rin wollte noch viel von dieser Welt erkunden.
"Ja, das war wirklich gut berechnet von dir. So hast du dir den für später aufgehoben", stimmte Rin zu und setzte nun langsam einen Fuß vor den anderen, während sich Leycest fragte, ob die anderen Dörfer und Ebenen wohl genauso aussahen, oder sich nun auch verändert hatten, wie das Gasthaut. "Ich kann mir vorstellen, dass es schon anders aussieht, vom Prinzip her aber sicherlich das gleiche ist. Es wäre schon viel Arbeit alles nochmal komplett umzuwerfen. Einfach nur das Aussehen zu ändern wäre da vermutlich weniger Aufwand und erfüllt trotzdem seine Wirkung", gab Rin nachdenklich von sich und lief mit Ley zusammen durch die Stadt in Richtung Norden. Irgendwie fragte sie gar nicht, wo genau sie hingingen, aber da vertraute sie ganz Ley. Er hatte mehr Ahnung als sie und gerade eben meinte er ja noch was von Marktplatz. Rin war sich gerade nur unschlüssig wo genau der war... aber Leycest schien es ja zu wissen. Unterwegs begegneten sie nun auch häufiger Spielern, die sich unterhielten oder gedankenversunken herumstanden. Rin blickte kurz zu ihnen, erinnerte sich aber schnell wieder an den Blick der Leute in der Schänke, wodurch ihre Augen fast schon automatisch gerade nach vorne und halb Richtung Boden wanderten, damit sie bloß niemanden ansehen musste. Seufzend zupfte sie einmal an ihrem Zopf herum, während sie nachdachte. Nicht alle hier würden so verzweifelt sein, wie die Leute aus der Schänke... es wäre falsch von ihnen allen den Blick zu meiden, aber trotzdem fühlte sie sich so wohler...
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BeitragThema: Re: Straßen - Stadt der Anfänge   Mo Sep 11, 2017 8:09 pm

Der Blondschopf lauschte mit offenem Ohr den Worten Rins, während er selber die Arme hinter dem Kopf verschränkte, um sich so in eine angenehmere Position zu bringen während er so durch die mäßig belebten Straßen der Stadt schlenderte. Es war belustigend, dass sie seine mit leichtem Kopf geäußerten Fragen ähnlich beantwortete wie er es selber tun würde, würde er mit sich selber sprechen - fast schon so, als könnte sie in seinen Kopf schauen. Und alleine schon dieser Gedanke brachte ihm erneut ein leichtes Lächeln auf die Lippen, auch wenn er eigentlich immer der eher verhaltene Typ war, der seine Zeit gerne in sich gekehrt verbrachte. Er fragte sich nur wieso sich dieser Zustand so urplötzlich geändert hatte, und wieso er überhaupt dazu in der Lage war Humor zu empfinden, wo ihre aktuelle Situation wohl doch eher zum Heulen war. Es war ein wenig befremdlich, dass er - wenn er nicht gerade darüber nachdachte - eigentlich kein allzu großes Problem damit hatte, sein Leben erzwungenermaßen in einer virtuellen Realität zu verbringen. Fast so, als wäre es eine willkommene Ablenkung zum tristen Alltag, der ihn außerhalb dieser Welt erwarten würde.

Leycest schüttelte den Kopf. Er ging wieder viel zu vielen Gedankengängen nach, anstatt seinen Fokus schlicht auf das hier und jetzt zu richten und zu versuchen, die ihm zur Verfügung gestellten Ressourcen richtig zu nutzen. Selbstverständlich würde er lieber mit seiner Mutter am Abendtisch sitzen und essen, als hier stündlich mit dem Risiko konfrontiert zu werden seinen letzten - wenn auch virtuellen - Atemzug zu tätigen. Und selbstverständlich sagte er das auch gerade nur zu sich selbst, weil er Angst hatte hier in eine Art von Gewöhnung zu driften, mit der er absolut kein Problem mehr haben würde allzu schnell zurück in die Reale Welt zu kehren. Fast schon so, als würde der Sog der Immersion ihn langsam aber sicher verschlingen, bis er seine Ambitionen schließlich voll und ganz dieser Welt widmen würde, ohne dabei an das eigentliche Ziel zu denken. Und dieser Gedanke war es, der ihm einen Schauer über den Rücken laufen ließ. Er wollte sich nicht an eine gefälschte Realität verkaufen, nur um dem Erschaffer seinen perfiden Traum zu erfüllen.

"Aye, ich denke du hast recht. Es wäre ziemlich sinnlos, die ganzen Questumgebungen noch mal gründlich zu verändern. Im Gasthaus war ja schließlich auch noch die selbe Quest zu finden, auch wenn es nicht mehr nach einer schäbigen Schänke aussah." gab er schließlich als Antwort heraus, dann drehte er sich mit einer legeren Bewegung zu Rin um und ging einige Sekunden rückwärts, ehe er zu einem Halt kam. "Ich schätze aber mal, dass ich eine Veränderung wohl irgendwie begrüßen würde... Sonst laufe ich Gefahr Langeweile zu bekommen" fügte er noch beiläufig an und schaute dann einige Sekunden gedankenverloren in den Himmel, während er bewusst ein- und ausatmete. Es war immer noch ein wenig erschreckend für ihn, dass diese Welt sich so real anfühlte. Er fragte sich, wie viel Zeit sie mittlerweile wohl schon in dieser Welt verbracht hatten, und wie viel Uhr es jetzt in der realen Welt war. Dem anbahnenden Nachthimmel nach war es wohl schon fast 22 Uhr, und Laurence schloss nicht aus, dass die Zeit von Sword Art Online an die Zeitzone Japans angepasst war. Seine Mutter würde also schon bemerkt haben, dass ihr Sohn in einem perfiden Deathgame gefangen war. Gut für ihn, so konnte er wohl damit rechnen, dass die Wahrscheinlichkeit gleich Null war, dass er hier gleich tot umfallen würde weil seine Mutter ihm das NerveGear vom Kopf gerissen hat. Wobei, um ehrlich zu sein würde er ihr das schon zutrauen.

"Was unsere Eltern jetzt wohl durchmachen müssen..." kam es dann schließlich unüberlegt und fast flüsternd von ihm, sodass er kurz aufschreckte und sich fragte, ob er das gerade wirklich gesagt hatte. Ein schneller Blick zu Rin reichte ihm auch schon um den Schaden zu realisieren, den er hier und jetzt vermutlich heraufbeschworen hatte. Und dabei tat es ihm nicht mal leid, dass er selber nicht wirklich traurig war, wenn er an seine Mutter dachte. "Tut mir leid, ich wollte das Thema nicht so leichtsinnig einwerfen" Ein Seufzer folgte, dann nahm der Blondschopf die Arme wieder herunter und schaute die Straße herunter. Auch wenn er gerade über seine Mutter nachgedacht hatte, so schaffte er es nicht, viel Mitleid für sie und ihre Situation zu empfinden. Es war eher eine neutrale zur Kenntnisnahme, die ihn dazu brachte ein wenig Bedauern zu verspüren.
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BeitragThema: Re: Straßen - Stadt der Anfänge   Di Sep 12, 2017 8:14 pm

Kurz huschte der Blick von Rin immer mal wieder zu Ley hinüber, bis sie sich ganz auf den Weg vor sich konzentrierte. Sie versuchte dabei in etwa im Kopf zu behalten, welchen Weg sie gegangen waren und sich so besser zu orientieren. Sie war an sich nicht schlecht in sowas, aber oft einfach zu faul sich zu merken, wo sie lang gegangen war. So hatte sie sich in der Schule damals oft verlaufen, einfach nur, weil sie nicht genau auf den Weg geachtet hatte. Das passierte öfter, wenn sie mit anderen zusammen herum lief, weil diese meist wussten, wo es hingeht und Rin dann einfach nur hinterher schlenderte. Das klappte hier ja auch ganz gut, Leycest war ziemlich gut darin zu zeigen, wo sie lang gehen mussten. Aber sie sollte sich nicht auf ewig darauf verlassen, immerhin war es nicht in Stein gemeißelt, dass sie immer zusammen herum laufen würden. Und wenn sie sich irgendwann trennen sollten, dann wäre sie ziemlich aufgeschmissen. Obwohl sich die Blauhaarige im Moment noch nicht vorstellen konnte, alleine herum zu irren... Das wäre ihr so unsicher. Und wer würde ihr dann helfen, auf andere Gedanken zu kommen, wenn sie einmal Trübsal blies. So konnten sie sich noch gegenseitig hochziehen...
Seufzend schüttelte sie den Kopf, was ihren Zopf leicht hin und her wippen ließ. Selbst die simpelsten Körperbewegungen waren sehr gut angepasst, da konnte Rin wirklich nicht nörgeln. Es war tatsächlich so, als wenn man in der realen Welt wäre. Die Luft, die Geräusche, die Gefühle. Ja, die Gefühle irritierten sie wohl am Meisten. Wenn man einen Gegenstand berührte... aber auch allgemein das Empfinden. Als wenn man wirklich real wäre.
Langsam wanderte ihr Blick wieder zu Leycest, als nun auch er zu einer Antwort ansetzte, nachdem sie beide wohl für eine Weile in ihre jeweiligen Gedanken abgedriftet waren. Er schien ihre Gedanken zu teilen, dass es seltsam und unnötig wäre, die Questumgebungen vollkommen zu ändern. Irgendwie waren sie oft einer Meinung... hoffentlich schlug das nicht irgendwann mal heftig um, sodass sie sich noch stritten oder etwas in der Art. Eigentlich war Rin ja niemand, der sich stritt oder mit jemandem anlegte, also würde sie wohlmöglich einfach klein bei geben. Aber wer wusste schon, welche Auswirkungen das hier haben würde... mal davon abgesehen, dass sie hier bei jeder Entscheidung auch mit ihrem Leben spielte. Aber sollte sie sich wirklich um sowas Gedanken machen? Irgendwie schienen ihre Gedanken ständig in eine Richtung zu gehen, die ihr so gar nicht gefiel... Beunruhigt senkte sie den Blick und hob ihn erst wieder an, als sie sich sicher war ein sicheres Lächeln auf den Lippen zu haben. "Ich bin mir fast sicher, dass du dich hier nicht langweilen wirst. Quests bis zum Abwinken, Dungeons, gefährliche Bossmonster, komische Menschen an jeder Ecke und überall irgendwas zu sehen", gab Rin grinsend von sich und runzelte dann die Stirn. Wo kam denn der Optimismus her? Also, sie glaubte schon, dass es hier spannend sein würde, aber sie hatte nicht erwartet, dass am ersten Tag so eine Antwort über ihre Lippen kommen würde. Eigentlich eher noch, dass sie unsicher war und Angst hatte. Das hatte sie auch, wenn sie ehrlich sein sollte. Sie hatte Angst zu sterben, jemanden sterben zu sehen oder sich hier drin zu verlieren. Aber irgendwie war sie auch aufgeregt.. Sie wollte den Weg gehen!
Da Leycest stehen geblieben war, blieb auch Rin stehen und versank wieder ein bisschen in Gedanken, bis sie die leisen Worte von Ley aus ihren Gedanken rissen, ja beinahe schon aufschreckten. Deutlich zu erkennen an den leicht zuckenden Schultern von ihr, als sie den Kopf anhob, aber schnell wieder senkte, damit er ihren erschrockenen Blick nicht sehen musste. Ihre Mutter... Es war nicht so, dass sie ihre Mutter vergessen oder ausgeblendet hatte... Sie hatte schon daran gedacht, dass ihre Mutter sie inzwischen bestimmt gefunden hatte und sich Sorgen machte. Doch erst als Ley es nun direkt ansprach musste sie richtig daran denken, wurde sich dem vollkommen bewusst. Ihre Mutter würde sich die fürchterlichsten Sorgen machen, sich vielleicht sogar Vorwürfe, warum sie Rin sowas hatte spielen lassen. Warum sie heute nicht irgendwas unternommen hatten, damit sie nun nicht in diesem Spiel stecken würde. Ihr Vater war ja längst fort, schon vor ihrer Geburt... Der würde das also nichtmals erfahren. Doch ihre Mutter... "Ich hoffe...", setzte Rin an, schüttelte dann allerdings ihren Kopf, wodurch ihre blauen Haare wieder wild von der einen zur anderen Seite flogen. "Vergiss es... Ich glaube das ist kein gutes Thema", murmelte das junge Mädchen hinterher und setzte zügig wieder einen Fuß vor den nächsten, damit sie bald das Questbord erreichen würden. Sie wollte einerseits schon von ihren Sorgen sprechen, aber andererseits hielt sie das einfach nicht für gut, weswegen sie es dann doch lieber vermied.
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BeitragThema: Re: Straßen - Stadt der Anfänge   Di Sep 12, 2017 11:17 pm

From: Stadtpark

Neo & Yuna


Neo beobachtete ihr verhalten. Ihm fiel deutlich auf, dass sie nervös war. Die Kapuze die sie sich wie eine kleine Schlumpfine ihren Weißen Hut über den Kopf stülpte machte das sehr deutlich. Ob es hier Schlumpf eis gibt? Hm… naja das werde ich wohl erst später herausfinden. Vielleicht sollten wir zusammen mal ein Eis essen gehen? Das hilft uns vielleicht einander besser kennen zu lernen. Ach verdammt sie wirkt so besorgt… ich muss doch etwas tun während sie so schweigend nebeneinander her liefen, in jener, eigentlich sehr schön Desingten Stadt, und über das Kopfsteinpflaster liefen, dachte Neo noch über vieles nach. Von all dem war der letzte Gedanke wohl der für ihn wichtigste gewesen. Was sollte er nun sagen? Er entschied sich für ein paar simple Worte. "Hey… es wird alles gut… versprochen. Wir werden nicht sterben." Er war sich fast sicher, dass ihr das was er sagte nicht wirklich etwas bedeutete. Dennoch hatte er es wieder sehr ernst und eindringlich gesagt. Dabei allerdings den Blick auf der Straße gehalten. Auch wenn ihr das egal war, oder sie so tun würde als wäre es so… er musste ihr zeigen, dass er ihre Gefühle erkannte und verstand, und ihr auch signalisieren das er für sie da war. Das musste so laufen, wenn man als Team funktionieren wollte. Zumindest in Neos Augen. Ich muss stark bleiben… komme was wolle. Ich werde sie nicht im Stich lassen! Ich werde ihr nicht das gleiche antun wie die Kinder damals. Neiro Fubuki. Du magst unnahbar wirken, aber ich beginne deine komplexen Fäden die deinen Charakter spinnen zu entwirren… gib mir nur genug Zeit damit ich dein Freund sein kann… bitte… Mist… jetzt hab ich hunger auf Fadennudeln. Ob sie… als Köchin… nein das würde sie nicht… oder doch? Fragen… kostet ja nichts... Er kam zu dem Schluss, dass man ja hier nicht jeden Moment kämpfend verbringen musste. "Hey… wenn wir für heute mit Leveln und so fertig sind. Ich könnte mich hinsetzen und versuchen was zu angeln. Dann könntest du ja vielleicht was kochen... Natürlich nur wenn sich nicht alles in deinem tiefsten inneren dagegen streubt."
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