Ein deutsches Sword Art Online Rollenspielforum. Ohne spielbare Originalcharaktere & ohne kompliziertes Attributsystem.
 
StartseiteKalenderFAQSuchenMitgliederNutzergruppenAnmeldenLogin
Änderung im FD
Kündigung der Partnerschaft
Kündigung der Partnerschaft
Naruto Shinobi no Monogatari: Kirigakure braucht Verstärkung!
FALLING CROWNS
von Gast
von Gast
von Gast
von Gast
von Gast
Sa Mai 26, 2018 7:23 pm
Sa Mai 26, 2018 12:15 pm
Mi Mai 23, 2018 12:44 pm
So Mai 13, 2018 9:27 pm
Do Apr 05, 2018 12:33 pm


Teilen | 
 

 Märkte der Stadt

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
AutorNachricht
Das System
avatar
Anzahl der Beiträge : 26
Exp : 0
BeitragThema: Märkte der Stadt    Di Mai 02, 2017 2:02 pm

Über die ganze Stadt verteilt findet man, wenn man den Beschilderungen der Straßen folgt, zahlreiche Märkte, an denen Gegenstände aller Art und Verarbeitung gehandelt werden. Spieler haben hier die Möglichkeit, sowohl ihre Einkäufe zu tätigen, als auch ihre eigenen Waren feil zu bieten. Die Pacht für einen eigenen Marktstand richtet sich dabei gänzlich an die angebotenen Waren und den Zeitraum, in welchem man sie anbieten möchte. Wer einen Stand einrichten möchte, der kann dies in der großen Kathedrale tun, die unter anderem auch als Stadtverwaltung dient.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Anzahl der Beiträge : 42
Level : 2
Exp : 22
Klasse : Waldläufer I: Tamer
BeitragThema: Re: Märkte der Stadt    Sa Sep 16, 2017 8:17 pm

Rin & Leycest

cf - Straßen - Stadt der Anfänge

Manchmal brauchte es einfach Zufälle im Leben... Rin war nie so die Person gewesen, die auf Zufälle wartete oder an sowas wie Schicksal glaubte. Sie war auch so einfach positiv eingestellt und glaubte an das Beste. Aber dass sie und Ley sich getroffen hatten war wirklich ein großartiger Zufall gewesen, für sie beide, auch wenn Rin das erstmal nur aus ihrer Sicht sagen konnte. Sie vertraute Leycest und wenn man ihre Situation mal in Betracht zog, dann scheinbar sogar ihr Leben an. Noch hatten sie nicht so viel erlebt, aber Rin war dennoch optimistisch gestimmt, dass sie es schaffen würden sich voll und ganz zu vertrauen und gemeinsam voran zu schreiten. Vielleicht war es diese positive Einstellung, die sie irgendwann in ihr eigenes Grab laufen ließ... aber Rin wollte lieber lächeln, solange es noch möglich war. Also wollte sie auch gar nicht weiter über die reale Welt nachgrübeln. Jetzt waren sie hier, in diesem Spiel. Alles was draußen war, würden sie in Augenschein nehmen können, wenn sie heimkehren konnten.
"Sehr gute Entscheidung", stimmte Rin seiner Entscheidung zu, dass er vorher schon etwas essen wollte. Rin war jetzt auch nicht am verhungern, aber etwas Hunger hatte sie schon. Und in Anbetracht dessen, dass sie nicht wussten, wie lange sie laufen würden und was ihnen auf dem Weg so passieren würde, war es sicherlich nicht verkehrt sich vorher zu stärken.
Rin blickte kurz zu den Schildern, welche sie in Richtung Markt führen würden und lächelte munter. Scheinbar hatten sie sich nicht verlaufen, wobei sie eher blind hinter Ley hergelaufen war und daher selbst kaum auf den Weg geachtet hatte. Vermutlich hätten sie 10 Mal im Kreis laufen können und Rin hätte es nicht bemerkt. Aber das war auch kein Beinbruch, dafür hatte sie im Moment ja Leycest, der sich große Mühe gab den Überblick zu behalten. Das war vorbildlich... aber Rin würde früher oder später wohl auch endlich so weit orientiert sein, dass sie auf den Weg achtete und eventuell auch mal voran gehen konnte. Wobei sie den mit den großen Waffen eigentlich ganz gerne vorgehen ließ... Bisher konnte sie noch nicht tamen, auch wenn sie sich Tamerin schimpfte... Und irgendwie fühlte sie sich solange noch ziemlich klein und wehrlos. Obwohl sie ja gar nicht wusste, was sie so tamen können würde und ob sie damit dann wirklich nützlicher wäre.. "Was meinst du, was es für Wesen gibt, die ich an meine Seite holen kann? Irgendwie kann ich mir gar nichts darunter vorstellen", meinte Rin schließlich und sprach ihre Gedanken damit offen aus. Ein bisschen über die Gedanken quatschen konnte ja nicht schaden, solange es nicht um die reale Welt ging.
Auf dem Markt angelangt schaute sich Rin kurz um, bevor sie dann zu Ley schaute, der schonmal darauf hinwies, dass er sich das Schwarze Brett ansehen würde, während sie sich schonmal setzen könnte. "In Ordnung. Such und was Nettes aus", gab Rin grinsend von sich und machte sich dann auf den Weg zu einer der leeren Bänke, wo sie sich dann hinsetzte und sich erstmal dran machte neugierig durch die Menüs des Spiels zu sehen. Es konnte nicht schaden sich nochmal alles vor Augen zu führen. Inventar, Charakterwerte und dergleichen mehr. Dabei achtete sie aber diesmal etwas mehr darauf, dass ihr kein Spieler über die Schulter schaute. Auch wenn sie nun wirklich nichts zu verbergen hatte, wäre ihr das irgendwie unangenehm. Mit dem Essen wollte sie erstmal noch auf Leycest warten. Das kam ihr richtiger vor.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Anzahl der Beiträge : 40
Level : 2
Exp : 21
Klasse : Schwertkämpfer I: Verteidiger
BeitragThema: Re: Märkte der Stadt    Sa Sep 16, 2017 9:23 pm

Rin & Leycest

Leycest hielt noch einen Moment inne, als Rin ihn nach den Tame-Optionen fragte, die sie als Waldläuferin hatte. Eine ziemlich gute Frage eigentlich, wenn man beachtete dass sie ja tatsächlich eine Tamerin war - Das hatte er im Trubel der letzten Stunden tatsächlich fast vergessen! Wirklich explizit hatte er sich allerdings selber nicht mit der Thematik auseinandergesetzt, aber soweit er den Streams und Infos der Beta folgen konnte, konnte man als Tamer ab Stufe fünf ein neutrales Tier oder ein herkömmliches Monster zähmen... Und wenn er es richtig verstanden hatte, zählten dazu auch Wölfe und Wildschweine, auch wenn die von sich aus angriffen wenn man in ihrer Nähe war. "Ich glaube auf Stufe fünf kannst du dir einen Monster oder Tier tamen, das kein Boss- oder Semiboss-Level hat. So sicher bin ich mir da aber nicht" Er beließ es fürs erste bei der Antwort, immerhin konnten sie beim Essen ja noch darüber sprechen, und vielleicht fiel ihm in der Zwischenzeit ja noch eine Information ein, die er hier gerade vergessen hatte. Leichten Schrittes begab sich der Halb-Brite also anschließend zum Schwarzen Brett, auf dessen Fläche die ein oder andere Quest in Papierform angeboten wurden und las sie sich durch. Der Großteil davon waren Quest, die innerhalb der Stadt zu erledigen waren, aber das war für das ungleiche Team vermutlich eher uninteressant. Im Verlauf des nächsten Tages würden die meisten Quest davon ohnehin von anderen Spielern abgeschlossen werden, sodass es klüger war eine Questreihe anzustoßen oder sich durch einen Kourierauftrag in die nächste Stadt führen zu lassen.

Es vergingen einige Momente der literarischen Freude, dann fixierte Leycest den Blick auf ein kleines, bräunliches Papier das so aussah, als wäre es durch Regen und Matsch getragen worden, nur um von einem ausgelaugten Abenteurer schließlich halbherzig und frustriert hier angebracht zu werden. Es brauchte ihn eine kleine Weile, bis er den teils verschwommenen Text entziffern konnte, der dafür aber sein Interesse weckte - Und das nicht nur wegen der Art der Quest.

"Die Söldnervereinigung von Reddock sucht einige Krieger, die sich anbieten würden bei der Ausmerzung diverser Monster-
und Wildtierhorte in den Sümpfen und Wäldern der östlichen Gebiete ihre Kraft unter Beweis zu stellen. Es wird gutes Geld für gute Arbeit geboten. Interessenten sollen sich unverzüglich bei Hauptmann Gorn in Iida melden."


Leycest runzelte die Stirn. Die Quest und die vermutlich dahinter steckende Questreihe klangen in sich plausibel und interessant, aber Iida als auch Reddock - und er hatte wirklich jede Information aus der Beta in sich aufgesaugt - waren ihm auf eine Art und Weise unbekannt, dass er sich für einen kurzen Moment selbst hinterfragen musste. Er hatte nun wirklich nicht erwartet, dass man dem Spiel aus der Beta noch ganze Questareale hinzufügen würde! Denn die östlichen Gebiete der Ebene, so hatte er es zumindest in Erinnerung, waren in der Beta eigentlich fast komplett unbewohnt gewesen. Einen Moment lang spielte er mit dem Gedanken, das Questblatt einfach zu übergehen, als ein etwas geerdeter NPC in Kochschürze seine Aufmerksamkeit auf ihn zog, als er über den Platz wanderte.

"Entschuldigen Sie, Mister... Aber wo genau liegt dieses Iida?" fragte er ihn schlicht aus der Luft heraus, was den NPC allerdings etwas perplex zu machen schien. "Iida? Sag mal Bursche, warst du die letzten paar Wochen nicht hier?" Leycest musste kurz mit sich kämpfen die Augen nicht zu verdrehen und eine sarkastische Antwort zu geben, weswegen er einen kleinen Augenblick wartete bevor er zur Antwort ansetzte. "Nein... Wir sind auf der Reise von Tolbana hierher vom Weg abgekommen und mussten in einem Dorf westlich von hier ausharren, ehe wir weiterreisen konnten." Er bemühte sich, seine Antwort so gut zu schauspielern wie möglich, auch wenn das dem System vermutlich egal war. Der NPC jedenfalls schenkte ihm nur eine kurze verwunderte Miene, ehe er auch schon wieder zu sprechen begann. "Ihr seid vom Weg abgekommen? Wie abwegig... Aber gut, Iida ist ein Außenposten der Sölnder aus Reddock, der ihnen als Zwischenstation dient wenn sie sich mal aus ihren Sümpfen und Wäldern im Osten trauen. Er liegt nordöstlich von hier, du müsstest einfach nur dem Pfad vom Nordtor in die dichten Wälder nehmen, dann sollten es nur einige Stunden sein, wenn nichts dazwischen kommt." Beendete der geerdete NPC seine Aussage, fügte jedoch noch etwas hinzu. "Aber pass auf, da gibt es Wölfe!" Leycest schaute kurz zu Rin und antwortete dann nur noch nebensächlich, während er mit seiner Linken das Questblatt vom Brett riss und sich auf den Weg zurück machte. "Mit Wölfen werden wir fertig, aber danke für die Information."
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Anzahl der Beiträge : 42
Level : 2
Exp : 22
Klasse : Waldläufer I: Tamer
BeitragThema: Re: Märkte der Stadt    Sa Sep 16, 2017 9:39 pm

Rin & Leycest

Gedankenversunken saß die junge Blauhaarige am Tisch und tippte durch die Menüs, während sie darüber nachdachte, was sie ab Level 5 denn tamen sollte. Level 5 war nun kein besonders hohes Level, entsprechend würde sie keine weltbewegenden Monster tamen können. Nichts, was sie bis zum Endlevel mitnehmen könnte. Jedenfalls konnte sie sich das nicht vorstellen. Wildschweine oder sowas...das waren keine Monster, die sie bis zum Endboss als Unterstützung gebrauchen könnte. Wenn ihre Paramenter mit anstiegen, war das eigentlich nochmal was anderes... aber so gewöhnliche Monster konnten doch unmöglich so effektiv sein, dass sie diese wirklich bis zum Schluss nutzen konnte. Eventuell würde es aber auch darauf hinaus laufen, dass sie auf höheren Leveln ihr Monster freiließ und sich ein neues zähmte, welches dann wieder angepasster war. Rin hatte aber noch so gar keine Vorstellungen davon, welches Monster sie sich auf den letzten Ebenen an die Seite wünschte... Irgendwas Starkes, was sie und Leycest unterstützte. Das war die Hauptsache. Und warum dachte sie gerade jetzt so fleißig darüber nach? Sie würden bald die sichere Stadt verlassen und würden sich immer gefährlichereren Situationen stellen müssen. Rin war zwar flink und gewandt mit ihrem Dolch, aber an sich kein großer Schadenausteiler. Mit einem Monster an ihrer Seite könnte sie ihre Effektivität zumindest verdoppeln. Leycest war ein hervorragender Tank, aber ohne dass einer von ihnen viel Schaden austeilte, würde es auf Dauer vermutlich anstrengend werden. Und Rin wollte gerne nützlich sein. Sie wollte nicht nur hinter Ley herlaufen und sich hinter ihm verstecken. Das war so auch nicht beim Wildschwein gewesen, obwohl sie ohne Ley durchaus tot gewesen wäre... aber irgendwie hatte sie einfach das Gefühl den Anschluss zu verlieren, wenn sie sich keine Mühe gab. Und Leycest aufhalten wollte sie ja auch nicht. Davon abgesehen gehörte das Monster ja zu ihrer Klasse... nur eben noch nicht jetzt. Also würde sie dann wohl die nächsten 3 Level noch damit leben müssen, dass sie keine Tamerin war, sondern ein kleines Mädchen mit Dolch. Das Tamen kam dann später...
Seufzend schloss Rin das Menü wieder und drehte einmal den Kopf, um zu Leycest sehen zu können, welcher gerade etwas von dem Schwarzen Brett abriss, etwas zu einem NPC sagte und dann direkt auf sie zukam. Offensichtlich hatte er eine Quest für sie gefunden. Das war sehr gut, auch wenn sie den Gedanken komisch fand irgendwelche NPC auf der Straße anzusprechen und sie was zu fragen. Natürlich waren sie dafür programmiert worden, aber Rin konnte sich einfach nicht vorstellen mit ihnen zu interargieren, als wären sie echte Menschen. Obwohl der Auftraggeber in der Schänke auch wirklich realistisch gewesen war. Wenn man es nicht besser gewusst hätte, dann hätte man wirklich glauben können, dass sie in der realen Welt waren. Aber etwas in Rin wehrte sich sehr bestrebt dagegen, diese Welt als eine Art Realität anzusehen, wenn man mal davon absah, dass sie sterben konnte... und dass sie ganz normal mit anderen realen Menschen agieren konnten. Na gut... so betrachtet war diese Welt doch extrem real.
Trotzdem versuchte sich Rin zu besinnen, lächelte Ley leicht an, als dieser an den Tisch kam. "Hast du was Spannendes für uns gefunden?", fragte sie ruhig, auch wenn sie ja gesehen hatte, dass er einen Zettel mitgenommen hatte. Aber da sie nicht wusste worum es ging, wollte sie einfach mal nachhaken.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Anzahl der Beiträge : 40
Level : 2
Exp : 21
Klasse : Schwertkämpfer I: Verteidiger
BeitragThema: Re: Märkte der Stadt    So Sep 17, 2017 2:01 pm

Rin & Leycest

Während Leycest die letzten Meter zurück zu Rin überbrückte, überkam ihn ein leichtes Gefühl des Unwohlseins. Sein Gespräch mit dem NPC war so natürlich abgelaufen, dass er erst an Rins Lächeln wieder realisierte, dass er hier gerade effektiv nur mit einem Programm gesprochen hatte, das dafür da war ihnen eine lückenlose Realität vorzugaukeln. Eigentlich fast schon unheimlich, wie schnell man diesen Umstand ausblenden konnte, wenn man seinen Fokus auf seinen eigenen persönlichen Fortschritt legte, ohne dabei an Exploits, Guides oder sonstige Taktiken zu denken. Der Halb-Brite bezweifelte, dass er sich so... Lebendig in dieser Welt fühlen würde, könnte er sich jederzeit ausloggen oder respawnen, wenn sein Avatar erledigt worden wäre. Und er wusste nicht so recht, ob er mit seinem Hang zur Immersion nicht vielleicht doch genau das tat, was Kayaba Akihiko für sie vorgesehen hatte. Und erst recht wusste er nicht, ob er sich dem hingeben sollte, oder ob es seinen Tod bedeuten würde.

Am Tisch angekommen, setzte der Blonde sich gegenüber von seiner Partnerin und legte den recht verschmierten Zettel so ziemlich mittig auf die Fläche, damit sie ihn lesen konnte. "Ich schätze du hast recht, so schnell wird mir hier wohl nicht langweilig" merkte er nur leicht sarkastisch und mit einem Lächeln an, dann lehnte er sich auch schon zurück und legte seine Hände wieder hinter seinen Kopf. "Ich hätte echt nicht erwartet, dass man noch ganze Quest-Areale hinzufügen würde. Der ganze Osten war in der Beta noch völlig ungenutzt gewesen." Seine Miene wurde wie auch seine Stimme maßgeblich monotoner, während er darüber nachdachte ob diese Entwicklung nun zum Guten oder Schlechten für sie war. "Die Questreihe hört sich ziemlich intensiv und fordernd an, vor allem weil wir keine Informationen über sie haben. Ich weiß nicht, ob wir uns nicht vielleicht doch eher nach Horunka schleichen sollten, dort kenne ich zumindest einige Quests und NPC, die vermutlich nicht aus dem Spiel genommen wurde." Sein ernster Blick fokussierte Rin, während er eine kurze Sprechpause machte und dann fortfuhr. "Andererseits wurde das Areal vermutlich hinzugefügt, damit nicht alle ambitionierten Spieler die selbe Router nehmen. Ich denke nicht, dass die Questreihe sonderlich schwieriger ist als die in Horunka, aber das Ungewisse birgt eben seine Gefahren" Ein Seufzer folgte, dann schloss der Halb-Brite kurz seine Augen, während er über ihre Situation nachdachte. An sich würde er lieber das neue Questareal erforschen, insbesondere weil die Informationen bis zur achten Ebene hin immer weniger und immer wässriger wurden. Früher oder später würden sie also so oder so das Unbekannte erkunden müssen, da machte es für ihn jetzt auch keinen Unterschied, vor allem weil man das neue Areal vermutlich nicht ohne Grund implementiert hatte. "Aber ich denke wir sollten erst mal essen. Mit vollem Magen entscheidet es sich besser" Mit einem leichten Grinsen öffnete Leycest seine Augen wieder und öffnete dann sein Inventar, um das Essen aus dem Gasthaus vor sich zu platzieren. Ein kleiner Datenstrom folgte, dann blickte er auch schon auf eine großzügige Portion Spätzle und Rindergulasch, die sein Hungerbedürfnis noch mal um einiges ansteigen ließ. Er hatte zwar jetzt nicht mir mitteleuropäischer Hausmannskost gerechnet, aber beschweren würde er sich sicherlich nicht.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Anzahl der Beiträge : 42
Level : 2
Exp : 22
Klasse : Waldläufer I: Tamer
BeitragThema: Re: Märkte der Stadt    So Sep 17, 2017 2:47 pm

Rin & Leycest

Je mehr Rin darüber nachdachte, desto schwieriger würde es werden diese Welt für immer und ewig nur als ein Spiel zu sehen. Ein Spiel auf Leben und Tod zwar, aber dennoch ein Spiel. Der Grund dafür war die großartige detailarbeit in dieser Welt. Wenn man sich so umschaute sah man nicht überall ähnlich oder gleich aussehende NPCs. Sie alle hatten so ihre Erkennungsmerkmale, sie alle unterschieden sich irgendwie und wenn man sich mit ihnen unterhalten würde, dann würde man wohl behaupten können, dass sich auch ihr Charakter unterschied. Dabei bestanden sie schlichtweg aus Zahlen... aus Daten.  Heute waren sie gerade einmal einen Tag in dieser Welt, noch nicht einmal einen ganzen... und trotzdem konnte man sich nicht davon lossagen, dass diese NPCs nicht wie echte Menschen waren, dass man mit dem Mann in der Schänke irgendwie mitgefühlt hatte, dass seine Euphorie ansteckte, als sie die Quest beendet hatten... Trotz des unschönen Umstandes der anderen Leute im Raum. Aber was wäre dann erst nach ein paar Wochen, Monaten oder Jahren? Rin war realitisch.. sie würden das Spiel nicht in wenigen Wochen oder Monaten beenden können, das klappte bei so langwierig konzipierten Spielen nicht. Es gab 100 Ebenen, die sie durchspielen mussten.. dutzende von Nebenquests auf jeder Ebene. Sie würden definitiv Jahre brauchen. Mal davon abgesehen, dass sie auf ihre Spieleranzahl Acht geben mussten. Sie würden nicht mehr werden, weil sich niemand mehr einloggen würde. Sie würden keine konstante Zahl bleiben, weil sie nicht respawnen konnten, sondern für immer verschwanden. Also konnten sie nur weniger werden... Ein beänstigender Gedanke... Konnten sie es dann überhaupt schaffen? Waren sie genug an der Zahl?

"Na siehst du", gab Rin lächelnd von sich und ließ sich somit nichts von ihren Gedanken anmerken. Ihr Blick wanderte zu dem Zettel, welchen sie etwas mühsam entzifferte. Sie würde Leycest nichts von ihren Sorgen erzählen, weil sie ihn nicht beunruhigen wollte, sollte er sich nicht schon selbst so etwas denken. Eventuell waren sie auch einfach nur noch nicht so aufeinander eingeschworen, dass sie ihm alles anvertrauen wollte, was sie betraf und ihre Sorgen in dieser Welt. Andersherum war er vermutlich das Gleiche... vermutete sie jedenfalls. "Vermutlich sollte es auch für die Beta-Spieler nicht langweilig werden.. und wenn der ganze Osten noch frei war, ist es ja eigentlich nur logisch, dass dort was hingesetzt wurde", gab Rin nachdenklich von sich, während sie über diese Quest nachdachte. An sich klang es wirklich reizvoll und spannend, aber eben auch ziemlich gefährlich.
Langsam nickte Rin, während Leycest seine Gedanken laut aussprach und die Blauhaarige konnte ihm eigentlich nur zustimmen... "Nach Horunka werden vermutlich viel mehr gehen, als dieser Questreihe zu folgen. Weil es sicherer ist, der normale Weg eben. Wenn wir dort morgen ankämen dann sind dort sicherlich schon sehr viele Spieler und wir müssen uns mit denen um den Platz und die Quests streiten. Vielleicht wäre es da gar nicht so verkehrt diese Quest zu wählen... Je weiter wir fortschreiten, desto mehr werden sich die Spieler wohl auch auseinander ziehen", gab Rin ihre Gedanken kund und lächelte matt. Sie kannte das so aus normalen Online Spielen. Ein Spiel wurde neu eröffnet, alle beginnen zur gleichen Zeit. Nur ein paar Tage später sind einige immer noch recht weit am Anfang und der Rest hat sich über die nachfolgenden Gebiete verteilt. Hier würde es vermutlich nicht anders sein, auch wenn die meisten wohl vorsichtiger sein würden, weil es hier um ihr richtiges Leben ging. Aber da dem so war... sollte Rin  sich nicht vielleicht auch lieber für den sichereren Weg entscheiden und Leycest bitten nach Horunka zu gehen? Nachdenklich wählte auch sie das Essen aus ihrem Inventar und betrachtete, wie es vor ihr erschien. So spontan musste sie daran denken, dass sie Köchin als Beruf hatte und irgendwie fragte sie sich, wie sie in Zukunft hier wohl kochen würde... Mit Sicherheit konnte man sich auch Häuser und so kaufen... dann könnte sie es irgendwann ausprobieren. Aber später. Noch war das nicht wichtig. Lächelnd hob sie den Blick und schaute Leycest kurz an. "Dann wünsche ich dir einen guten Appetit", gab sie sanft von sich, bevor sie dann anfing etwas zu essen.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Anzahl der Beiträge : 40
Level : 2
Exp : 21
Klasse : Schwertkämpfer I: Verteidiger
BeitragThema: Re: Märkte der Stadt    So Sep 17, 2017 5:09 pm

Rin & Leycest

Laurence nickte schlicht, als Rin ebenfalls ihre Gedanken zu der Questreihe konkretisierte und andeutete, dass das was in den nächsten Tagen passieren würde vermutlich ähnlich zu der Entwicklung war, die sich auch in anderen Spielen gezeigt hat. Je weiter sie fort schritten, desto weniger würden sie auf andere Spieler treffen, was sich in ihrem Fall sogar noch eindeutiger bemerkbar machen würde, wenn man mit einbezog wie viele Spieler sich vermutlich fürs erste nicht aus der Stadt der Anfänge trauen würden. Eigentlich war es nichts worüber man sich freuen sollte, aber für Spieler wie sie, die es geschafft hatten sich selber zu fassen und sich der Herausforderung bereits am Beginn zu stellen wäre es im weitesten Sinne sogar von Vorteil - Denn die Quests in den Arealen waren endlich. Niemand konnte sagen, wie lange sich die Stadt der Anfänge noch als Gebiet anbieten würde, in dem man produktiv seine Attribute verbessern konnte. Wenn Rin und er also zu denjenigen gehören wollten, die die Grundfesten dieser Welt herausfordern wollten, dann mussten sie Risiken eingehen. Auch wenn sie sie nicht genau kannten. Doch wie auch er selbst schien Rin mit sich zu hadern, eine feste Entscheidung auszusprechen, aus Angst den anderen in eine missliche Lage mit hineinzuziehen.

"Danke, dir auch" erwiderte der Halb-Brite schließlich schlicht den Appetitwunsch der Blauhaarigen, ehe er sich selber daran machte seine Portion zu verputzen. Das Essen schmeckte erstaunlich gut, weshalb er für einige Momente den Zettel vergas, mit dem sie ihre nächsten Schritten planen wollten. Er wusste, dass das NerveGear die Nerven extern stimulierte... Aber dass das auch so gut mit dem Geschmack klappte? Das verwunderte und begeisterte ihn zu gleich. Das machte die Berufswahl des Koches vermutlich eindeutig wertvoller als man es eigentlich denken würde, wobei er selber vermutlich nicht gut darin wäre. Auch wenn der Beruf des Alchemisten, den er zu Beginn des Spieles gewählt hatte, nicht sonderlich einfacher werden würde. Leycest wollte eigentlich wieder beginnen zu sprechen, entschied sich aber dafür, doch lieber ihren Moment der Ruhe auszukosten, bevor er vorbei sein würde. Wenn sie sich wirklich in den nächsten Minuten dazu entscheiden würden, die Stadt der Anfänge vorzeitig zu verlassen, dann war die Befürchtung nicht unberechtigt, dass sie asbald nicht mehr dazu kommen würden sich einfach an einen Picknicktisch zu setzen und zu speisen.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Anzahl der Beiträge : 42
Level : 2
Exp : 22
Klasse : Waldläufer I: Tamer
BeitragThema: Re: Märkte der Stadt    So Sep 17, 2017 5:24 pm

Rin & Leycest

Es war irgendwie ganz angenehm, dass sie für eine Weile einfach nur da saßen, in aller Ruhe aßen und keiner etwas sagte. War jetzt nicht so, als würde sie seine Stimme nicht mögen oder sowas, aber für den Moment hatte es etwas beruhigendes an sich, weil sie auch beide wussten, dass wenn sie die Entscheidung gefällt hatten, es erstmal kein zurück gab. Da sie ja vorwärts wollten wäre es fatal jetzt nach Reddock zu gehen und hinterher wieder umkehren zu müssen, weil es ihnen doch zu schwer wurde. Rin wollte keine Rückzieher machen, aber sie wollte sich auch nicht unnötig in den Tod stürzen. Und Leycest gleich mit... das würde sie sich niemals verzeihen. Seufzend aß Rin den Rest von ihre Essen auf und lehnte sich dann ein wenig zurück, wobei sie dabei zusehen konnte, wie sich der leere Teller in Datenfetzen auflöste. Das passierte sicherlich auch nur mit Essen, welches man so bekam... Obwohl das sonst den Abwasch erheblich erleichtern würde. Ressourcenverschwendung gab es in dem Sinne vermutlich gar nicht. Es war ja nur ein Spiel. Alles nur Daten.
Nachdenklich wanderten ihre blauen Augen wieder zu dem Zettel, der immer noch auf eine Aussprache wartete, was mit ihm passieren sollte. Machten sie das nun, oder gingen sie den sichereren Weg nach Horunka? Seufzend schloss die Blauhaarige einen Moment lang die Augen und ordnete ihre Gedanken, bevor sie Leycest dann recht sicher anschaute. Sie konnten ja auch nicht ewig hier sitzen bleiben und Däumchen drehen. Sonst hätten sie sich ja ganz umsonst so mit dem Wildschwein beeilt. Nein, sie mussten eine Entscheidung fällen und weiter gehen. Wenigstens jetzt am Anfang mussten sie sich einfach noch beeilen! Später würde es sicherlich etwas ruhiger zugehen können... aber eben erst später, wenn sie schon weit vorgedrungen waren.
"Na guut... Ich wär dafür, dass wir nach Reddock gehen. Ob wir jetzt schon einen gefährlicheren Weg gehen, oder erst in 2-3 Leveln... das macht doch auch keinen großen Unterschied mehr, oder?", gab Rin ihre Gedanken kund und lehnte sich dabei wieder etwas nach vorne, wobei sie ihre Arme auf den Tisch abstützten konnte. Außerdem war sie immer noch der Meinung, dass es dort jetzt noch mehr für sie zutun gäbe, als wenn sie nach Horunka gingen.. Die Stadt hatte sicher eine Menge für sich, aber gewiss auch viele Spieler. Den Gedanken an einen gefährlichen Ort und das so früh im Spiel, würden sicherlich viele abschreckend finden. Also wäre es einfach sinnvoller diesen Weg zu gehen. Rin würde sich darauf verlassen, dass Ley widersprechen würde, wenn er anderer Meinung war. Aber er schien vorhin auch nicht soo abgeneigt. Vermutlich hatte er einfach nur die gleichen Sorgen, wie sie auch. Nämlich, dass sie damit geradewegs in ihren Tod liefen. Aber das wussten sie nur, wenn sie es versuchten.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Anzahl der Beiträge : 40
Level : 2
Exp : 21
Klasse : Schwertkämpfer I: Verteidiger
BeitragThema: Re: Märkte der Stadt    Mo Sep 18, 2017 6:57 pm

Rin & Leycest

Leycest fand es ziemlich komisch, dass ein Haufen an Einsen und Nullen ihm effektiv das Gefühl der Sättigung bringen konnte, während es zeitgleich seine Geschmacksnerven stimulierte und ihm so das Gefühl gab, gerade wirklich Essen aus einem Restaurant verspeist zu haben. Aber wenn man es auf das Große und Ganze sah, dann war es vermutlich wohl nichts anderes als Daten, die gerade lediglich den Ort gewechselt hatten und in so einem komplizierten Algorithmus verfuhren, dass es sich für ihn, oder eher gesagt für sein Bewusstsein, real anführte. Aber dieser Umstand machte die Sache nicht unappetitlich für ihn - Im Gegenteil, Leycest sah es positiv - Immerhin hätten sie ja auch in einem Spiel gefangen sein können, in dem das Essen nach nichts schmeckte. Ein perfider Gedanke, betrachtete man ihre Umstände, deswegen aber nicht zwangsweise invalid. Er räusperte sich noch kurz, während sein leerer Teller sich in einen Datenfluss auflöste, dann blickte er auch schon wieder auf das Blatt Papier, über welches sie nun debattieren würden. Ehe er sich fragen konnte, ob er selber das Thema anstoßen wollte, vernahm er auch schon Rins Stimme, welche in diesem Moment ein wenig wie Balsam für seine Seele war. Auch wenn er nicht wirklich der sentimentale Typ war, so stellte er sich das Speisen in diesem Deathgame ohne humane Gesellschaft doch... Etwas arg bedrückend vor.

Er schaute seiner Begleitung matt lächelnd in die Augen, während sie sich ein wenig nach vorne lehnte und ihren Standpunkt darlegte, während um sie herum einige NPC über den Markt schlenderten, der eine zielsicher, der andere eher spontan. Und irgendwie vermochte es, ihn ein wenig zu klaren Gedanken kommen zu lassen, wo es doch zumindest ein wenig das Gefühl vermittelte, dass nicht alles in dieser Welt so unruhig war wie ihre Befürchtungen, Ängste und Vorstellungen. Als Rin schließlich zum Ende kam, konnte Leycest jedenfalls nichts anderes tun außer zustimmend zu nicken. Sie hatte - zumindest für ihn - den Nagel auf den Kopf getroffen. Ob sie nun ein unbekanntes Questareal aussuchten - Effektiv würde es keinen Unterschied machen. Nur er selbst würde, wenn es hoch kam, in den Luxus kommen ein paar Strukturen wieder zuerkennen, während es für Rin genau so fremd war wie der Rest dieser Welt. Er lächelte - Er war wirklich froh, dass er sie getroffen hatte. Ihre Gesellschaft ließ ihn zumindest die triste Realität vergessen, die sie hier umgab.

"Dann ist es entschieden. Wir machen Reddock unsicher!" kam es prompt enthusiastisch von ihm, während er so tat als würde er ein Maß Bier in die Höhe halten. Eigentlich war es nicht seine Art, Motivation zu fördern, doch war ihm das lieber als sich nun Gedanken darüber machen zu müssen, wie viel eher der Tod sie nun erwarten würde, als wenn sie dem Weg nach Horunka folgen würden. "Vielleicht finden wir im Osten ja auch einen Lehrmeister, der dir was zum Tamen beibringen kann. Wenn die schon alle Monster jagen wollen, dann gibts da auch sicherlich jemanden der mit Monstern jagt." Es war ein ungewohntes Gefühl, sich so dem Optimismus hinzugeben... Als würde er gerade einfach nur die Stimmung vor dem Sturm heben wollen. Aber wer weiß, vielleicht war es ja auch gar nicht mal so schlecht, sich gegenseitig aufzubauen. Die beiden verblieben noch einige Momente am Tisch, dann richteten sie sich auch schon wieder auf. "Hoffentlich schiebt dieser Gorn auch Nachtschichten" murmelte er noch halb ironisch, während er sich das Questblatt in sein Inventar steckte, um die Hand anschließend Rin hinzuhalten. "Auf ein gemeinsames Überleben, würde ich sagen?"
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Anzahl der Beiträge : 42
Level : 2
Exp : 22
Klasse : Waldläufer I: Tamer
BeitragThema: Re: Märkte der Stadt    Mo Sep 18, 2017 8:01 pm

Rin & Leycest

Nun, was genau hatte Rin erwartet? Dass Leycest ihrer Meinung widersprechen würde und lieber der Meinung war, dass sie nach Horunka gehen sollten? Eigentlich hatte sie das nicht erwartet, besonders weil er vorhin selbst schon etwas zu dem Thema gesagt hatte und es auch ganz danach klang, dass er Reddock eher zugetan war. Für Rin spielte es keine Rolle. Sie kannte sich nirgendwo in dieser Welt aus. Die Stadt des Anfangs war langsam etwas vertrauter, weil sie sich umschauen konnte, aber selbst hier würde sie den Weg nicht finden, wenn sie ihn finden müsste... Also würde sie sich auch nirgendwo anders auskennen. Demnach spielte es für sie keine Rolle. Horunka und Reddock boten die gleiche Gefahr für die junge Blauhaarige. Also spielte es nur für Leycest eine Rolle und dieser schien sich nichts daraus zu machen, schonmal ein paar Level vorher nicht mehr zu wissen, wo sie langgehen konnten oder was sie erwartete. Davon abgesehen konnte es ja auch immer sein, dass noch etwas geändert wurde und er somit wieder nichts wusste und auf dem gleichen Stand war, wie Rin es war. Also.. was hielt sie groß auf?
Ein leichtes Lächeln schlich sich auf ihre Lippen, während ihr Magen ihr klar zu verstehen gab, dass sie trotzdem nervös war. Leycest gab kund, dass es damit entschieden wäre und er schien sogar voller Motivation und Tatendrang zu sein, so wie er sich gab und sprach. Dies ließ das Lächeln von Rin allerdings nur noch breiter werden, während sie ihn still betrachtete und seinen Worten lauschte. "Denkst du wirklich? Das wäre ja großartig!", gab Rin begeistert von sich, als er von sich gab, dass es vielleicht sogar einen Lehrmeister für sie gab, der ihr das Tamen beibringen konnte. Das wäre wirklich toll. Rin freute sich schon jetzt darauf mit einem Monster an der Seite kämpfen zu können und es würde für die beiden einiges erleichtern. Ob nun Tank, Unterstützter oder als Schadenausteiler... alle drei Arten waren nützlich für sie als Gruppe. Rin war an sich gar nicht so wählerisch, obwohl sie wohl schon ein paar Monster ablehnen würde, weil sie ja doch etwas passendes für sich und Leycest finden wollte.
Die Euphorie und der Tatendrang standen inzwischen wohl auch dem jungen Mädchen ins Gesicht geschrieben, als Leycest halb ironisch von sich gab, dass dieser Gorn hoffentlich auch Nachtschichten schob, bevor er ihr dann die Hand hinhielt und mit ihr auf ein gemeinsames Überleben einschlug. Rin lächelte sachte und schlug natürlich in seine Hand ein. "Ich verlass mich drauf", gab sie grinsend von sich, bevor sie sich von dem Tisch entfernten. Leycest hatte den Zettel eingepackt, das Essen hatte sich in Luft aufgelöst, also hielt sie nichts weiter an diesem Ort. Nun würde es Zeit werden die Stadt zu verlassen und sich auf nach Reddock zu machen. Rin war wirklich schon gespannt, wie es dort wohl aussehen würde... Und wie sie sich dort wohl schlagen würden. Rin stellte sich knallharte Söldner und Monsterjäger vor und irgendwie kam sie sich in ihren Gedanken ziemlich fehl am Platz vor. "Weißt du denn zufällig auch wie wir am Besten laufen sollten, damit wir dort ankommen?", fragte Rin leicht grinsend und kratzte sich am Hinterkopf. Orientierung war wirklich noch nicht so ihr Fall... Allerdings würde der Weg nach Reddock vermutlich auch ausgeschildert sein. Es war einfach nur leichter und irgendwie auch bequemer Leycest zu fragen. Dieser schien gerade auch in ganz positiver Stimmung zu sein... und Rin war das auch. Die Reise sollte also eigentlich ganz gut werden.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Anzahl der Beiträge : 40
Level : 2
Exp : 21
Klasse : Schwertkämpfer I: Verteidiger
BeitragThema: Re: Märkte der Stadt    So Sep 24, 2017 7:46 pm

Laurence verinnerlichte den Moment, in dem er die filigrane und warme Hand seiner Partnerin in der seinigen spürte, als wäre es der erste Meilenstein von vielen, die er in dieser Welt noch setzen würde. Er sah das ganze nicht mal wirklich spirituell oder sonderlich philosophisch, es war einfach ein gutes Gefühl, dass er nicht alleine und auf sich gestellt war, und dieses Gefühl wollte er noch lange in Erinnerung behalten. Denn wenn er eines nicht tun wollte, dann war es die Dinge für gegeben anzusehen - Sei es nun dieses perfide Deathgame, sein grüner Lebensbalken oder die Unterstützung Rins, auf die er aufbauen wollte. Je schneller man sich daran gewöhnte, eine helfende Hand an seiner Seite zu wissen, in einem Spiel gefangen zu sein oder bei bester Gesundheit zu sein, desto mehr entfernte man sich von der Realität, die man eigentlich mit beiden Händen fassen sollte. Das klang jetzt unheimlich cringy und emotional, aber in Wirklichkeit wollte der Blonde einfach nur etwas haben, an dem er jetzt festhalten konnte. Um so schöner war es eben, jemanden an seiner Seite zu haben der ähnlich dachte,

Bei Rins Frage musste er jedoch kurz mit der Stirn runzeln, als ihm jedoch das Gespräch mit dem geerdeten NPC wieder einfiel. Blitz-Alzheimer war nun mal so eine Sache, was? "Wenn ich dem NPC richtig folgen konnte, dann müssen wir wohl nur vom Nordtor aus einem Weg folgen, der uns in die dichten Wälder im Osten führt. Ich schätze mal eine Abzweigung vom Weg nach Horunka, aber im Zweifel können wir ja noch eine der Wachen fragen." Gab er ganz sachlich von sich, ehe er sich auch schon in Bewegung setzen wollte. Bevor das ungleiche Duo sich allerdings auf den Weg gen Nordtor machen konnte, kam ihnen ein blonder Mann mittleren Alters entgegen, der offensichtlich nach etwas suchte. Laurence selber konnte mit dem Blick relativ wenig anfangen - Er schloss nicht aus, dass es sich um eine kleine Quest handeln könnte, aber an und für sich war er kein Fan davon sich so... Prompt wie ein Held anzubieten. Vielleicht hatte Rin da einen besseren Instinkt als er?
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Anzahl der Beiträge : 42
Level : 2
Exp : 22
Klasse : Waldläufer I: Tamer
BeitragThema: Re: Märkte der Stadt    So Sep 24, 2017 8:33 pm

Rin & Leycest

Ein sanftes Lächeln schlich sich auf die Lippen von Rin und wollte dort vorerst auch nicht mehr verschwinden. Es war wirklich gut zu wissen, dass sie durch dieses Höllenspiel nicht alleine musste, obwohl es so auf den ersten Blick auch gar nicht so schlimm wirkte, immerhin war diese Welt doch sehr realistisch. Allerdings hatte sie die kurze Erinnerung an ihre Mutter schon daran erinnert, dass es durchaus etwas gab, weshalb man für die Freiheit kämpfen sollte. Mal davon abgesehen, dass sie dem Ersteller dieses Todesspiels doch gerne mal ihre Meinung geigen würde. Immerhin hatte er nicht das Recht so einfach über ihre Leben zu entscheiden!
Mit einem Schmunzeln hörte Rin den Worten von Leycest zu, welcher scheinbar kurz überlegen musste, wo sie denn nochmal lang mussten, bevor er es ihr dann aber doch ziemlich genau sagen konnte. "Gut, dann sollten wir das ja hinbekommen", gab sie recht optimistisch eingestellt von sich. Ansonsten konnten sie sich ja wirklich durchfragen, immerhin schienen die NPCs ja tatsächlich ganz gut darin zu sein, auch Fragen zu beantworten, die sie nicht direkt betreffen. Darauf würden sie sich dann wohl verlassen müssen. Und Wachen waren sicherlich sehr praktisch, wenn man nach dem Weg fragen wollte.
Während sie so die ersten Schritte machten fiel den beiden recht zeitgleich ein Mann mit kurzen blonden Haaren auf, der sich suchend umschaute und auf den sie eigentlich fast direkt zugingen. Rin blickte kurz zu Ley, welcher aber scheinbar nicht recht wusste, was er damit anfangen sollte. Oder der eben einfach nicht handeln wollte. Rin war nun grundsätzlich auch keine Heldin, wie sie im Buche stand. Aber der Mann schaute sich so verzweifelt um.. und auch wenn er nur aus Daten bestand konnte Rin einfach ihren Helferinstinkt nicht unterdrücken, sodass sie ein paar Schritte vor Leycest lief und bei dem Mann stehen blieb. Bevor sie aber den Mund aufmachen konnte drehte er sich ziemlich schnell zu ihr um. "Habt ihr meinen Sohn gesehen? Aufgeweckter kleiner Bursche... er ist einfach weg als ich mir die Stände angesehen hab! Seine Mutter bringt mich um... ich bin krank vor Sorge", plauderte der Mann drauf los und wirkte jetzt nur noch verzweifelter. Rin lächelte sanft, auch wenn sie wirklich mitfühlen konnte und eigentlich lieber traurig schauen würde. Es musste für Eltern wirklich schlimm sein, wenn sie nicht wussten wo ihr Kind ist. Und wenn das Kind die Stadt verließ, würde es auch noch ziemlich gefährlich werden können. "Wie sieht Ihr Sohn denn aus? Vielleicht haben wir ihn ja gesehen... oder können helfen. Nicht wahr Leycest?", gab Rin freundlich von sich und schaute dabei kurz zu Ley, da sie ihn ja schlecht außen vor lassen konnte. Gut, sie wollten eigentlich gerade aufbrechen.. aber wenn ihnen eine Quest schon so in die Arme lief, konnten sie die doch auch mitnehmen, nicht wahr? "Oh! Er ist einen Kopf kleiner als du... hellbraune kurze Haare, braunes T-Shirt... Er heißt Matthew.. Es wäre großartig wenn ihr mir helfen könntet", gab der Mann verzweifelt von sich und schaute sich auch schon wieder um. Zeitgleich öffnete sich vor Rin und Leycest die Quest, welche sie annehmen oder ablehnen konnten. Die Blauhaarige drehte sich halb zu Leycest um und schaute entschuldigend zu ihm auf. "Die Quest können wir doch noch mitnehmen oder?"
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Anzahl der Beiträge : 40
Level : 2
Exp : 21
Klasse : Schwertkämpfer I: Verteidiger
BeitragThema: Re: Märkte der Stadt    Do Sep 28, 2017 6:57 pm

Rin & Leycest

Leycest schaute ein klein wenig verdutzt, als seine blauhaarige Begleitung urplötzlich die Initiative ergriff und sich von ihm absetzte, um sich der Sache des suchenden Mannes anzunehmen. Nicht, dass er das schlecht fand, nur... Überraschte es ihn halt ein wenig. Eigentlich war er ja sogar froh darüber, er selber war jedenfalls nicht der Typ Mensch der sowas direkt ansprach, er wartete lieber und beobachtete, bis er entschied sich selber als Hilfe anzubieten. Meist relativierten sich die Sachverhalte auch nach einigen Minuten schon, sodass seine Hilfe meistens nicht mal wirklich von Nöten war - Auch wenn der Mann nicht gerade den Eindruck machte, etwas unwichtiges zu suchen. Da Rin jedoch gerade am Zug war, zuckte der Halb-Brite schlicht mit den Schultern und folgte ihr. Mit leichten Schritten folgte er ihr langsam zu dem blonden NPC mittleren Alters, welcher Rins Helferinstinkt scheinbar bemerkt hatte und sie ohne wenn und aber auf sein Gesuch ansprach. Seiner Stimme konnte man einen gewissen Grad an Panik erkennen, auch wenn er es schaffte sein Anliegen klar und verständlich zu formulieren. Laurence selber musste kurz einen Moment lächeln, als ihr vermutlich neuer Questgeber seine Ehefrau ins Spiel brachte, auch wenn dieses Lächeln genau so schnell verflog wie es gekommen war - Immerhin sollte man das Ausbüchsen eines Kindes nicht unterschätzen. In der realen Welt wäre das jedenfalls nicht mal im Ansatz belustigend.

Leycest entschied sich jedoch fürs erste stumm im Hintergrund zu stehen und den Ausführungen des Mannes zu folgen, während er Rin das Reden überließ. Auf die fragenden blicke seiner Begleiterin zuckte er lediglich mit den Schultern und signalisierte ein klassisches meinetwegen, während er gedanklich die möglichen Aufenthaltsorte des entflohenen Jungen durchging. Er selber hatte in den Stream und Videos der Beta selten viel von der Stadt der Anfänge gesehen, oder zumindest nichts derart wichtiges und relevantes, dass er jetzt einen innerlichen Kompass hätte, doch wäre es vielleicht interessant die sich im Norden der Stadt gelegenen Einrichtungen anzuschauen. Primär fielen ihm da gerade das Schmiedeviertel, die Kanäle und das Badehaus ein, auch wenn es etliche weitere gab oder geben konnte, wenn man beachtete welche Unterschiede das Hauptspiel jetzt schon zur Beta-Fassung hatte. Jedoch müssten die drei genannten Orte relativ nahe zu ihnen sein, zumindest wenn er den Blick zur Turmspitze der großen Kathedrale richtig einschätze. Wenn sie sich tatsächlich im Norden der Stadt befanden, dann war sie jedenfalls nicht prinzipiell falsch. Während Leycest jedoch in seinen Gedanken war, bemerkte er fast nicht, dass Rin und der NPC aufgehört hatten zu sprechen und ihn fordernd anschauten. Er konnte sich noch herleiten, dass er gerade nach seiner Meinung zu der Sache befragt wurde, weshalb er sich schnell eine lapidare Antwort zusammensuchte. "Uhh... Meinetwegen, ist nicht so als würden wir die Nacht anderweitig zu Ruhe kommen" Er beendete seine Antwort mit einem unsicheren Lächeln und kratzte sich reflexartig am Kopf, ehe er sich auch schon in Bewegung setzte. "Am besten ist wohl, wenn wir uns direkt auf den Weg machen."
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Anzahl der Beiträge : 42
Level : 2
Exp : 22
Klasse : Waldläufer I: Tamer
BeitragThema: Re: Märkte der Stadt    So Okt 01, 2017 7:04 pm

Rin & Leycest

Für gewöhnlich war Rin ja nun wirklich nicht die Art Person, die sich in ein Abenteuer stürzte, oder die die Initiative ergriff. Allerdings war sie ein sehr fürsorglicher und freundlicher Mensch, der sich gerne um andere kümmerte, denen es nicht so gut ging. Und auch wenn der Mann so kerngesund aussah, so zog sein besorgter und suchender Blick sie doch schon fast magisch an. Also ging sie gleich auf ihn zu und wurde sofort darauf angesprochen, dass der Sohn des Mannes verschwunden war und er ihn suchte. Rin konnte sich nicht erinnern ein Kind alleine herumlaufen gesehen zu haben... also konnte sie ihm auf Anhieb nicht sofort helfen. Allerdings war dies eine Quest, also war es wohl nur logisch, dass sie den Jungen nicht sofort so aus dem Hut zauberten. Leycest hielt sich diesmal wirklich sehr zurück. Er stand einfach nur so mit bei ihnen und zuckte auch nur mit den Schultern. Rin zog kurz eine Schnute, bevor sie sich wieder dem Mann widmete. Ley war offensichtlich mehr so für die Quests zu brauchen, wo es um Monsterkills ging oder dann, wenn sie einen Ort suchten, der sie voran bringen sollte. Rin war dann wohl eher für solche Art Quests zuständig, weil sie da einfach ein Gespür für hatte.
Schließlich hatte sie mit dem Mann soweit alles besprochen und sie schaute zu Leycest, da er ja auch Lust zu der Quest haben musste, ansonsten müssten sie eben weitergehen. In der realen Welt wäre das ziemlich fies... immerhin fragte man erst was der Mann für ein Problem hatte und dann ging man weiter. In diesem Fall war die Quest fast schon amüsant, wenn man genauer darüber nachdachte. Man brachte ihm seinen Sohn am Ende der Quest wieder. Kamen andere Spieler zu dem Mann, war der Junge wieder verschwunden. Der Gedanke ließ Rin schmunzeln, während sie den Worten von Leycest lauschte, welcher scheinbar keine großen Einwände gegen die Quest hatte, auch wenn er offenbar seinen Gedanken nachgehangen hatte, denn so ganz überzeugend wirkte er nicht. "Gut, dann los", meinte Rin fröhlich und drückte auf den Annahme Button, bevor auch sie sich in Bewegung setzte. "Der Junge könnte realistisch gesehen überall sein... aber vielleicht arbeitet die Quest einem ja zu", meinte Rin nachdenklich und bog in eine Straße ab, um auf das Badehaus zu zulaufen. Dabei schaute sie sich in jeder Straße nach dem Jungen um.

tbc - Stadt des Anfangs - Badehaus
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Anzahl der Beiträge : 35
Level : 1
Exp : 36
Klasse : Schurke I: Assassine
BeitragThema: Re: Märkte der Stadt    Sa Okt 07, 2017 10:53 pm

cf: Straßen


Ihr Gedächtnis hat sie tatsächlich nicht getäuscht und schon von Weitem erkannte sie das schwarze Brett, auf dem eine Vielzahl von Notizen, Fahndungsbildern und Questaufgaben angeheftet waren. Am liebsten wäre sie gleich dorthin gestürmt, aber eine kleine Traube von Spielern hat sich bereits davor versammelt und denen wollte sie lieber nicht zu nahe kommen. Ablenkend schaute sie sich ein wenig an den Markständen um, schlenderte möglichst unauffällig von einem Flecken zum anderen und wich falls nötig unachtsamen Personen aus. Ein stummes Seufzen verließ ihre Lippen, solche vollen Orte waren wirklich nichts für sie.
Zu ihrem Unmut gesellten sich neue Spieler zur Tafel, sobald welche gingen. Somit wurde es nie wirklich leer und da sie sich allmählich etwas dämlich vorkam, wie sie von einer Stelle zur nächsten tigerte und lauernd zum Brett sah, als wäre es ihre Beute, stellte sie sich irgendwann einfach an eine Säule und lehnte sich mit dem Rücken dagegen. Die Arme vor der schmächtigen Brust verschränkt, tippte sie ziellos im Menü herum und suchte nach etwas, das sie noch nicht kannte. Im Augenwinkel behielt sie die Meute immer im Blick. Einmal überlegte sie sogar einfach hinzugehen und tat es schließlich auch. Aber wegen ihrer kleinen Statur konnte sie hinter den größeren Personen fast nichts erkennen und durch quetschen wollte sie sich dann wirklich nicht. So begab sie sich frustriert zurück an ihren Platz an der Säule und wartete geduldig weiter.
Aber endlich sollte das Warten belohnt werden und es zeigte sich gähnende Leere vor der Anschlagstafel. Mit einem erleichterten Seufzen hechtete sie dorthin und konnte endlich einen ordentlichen Blick auf die Zettel werfen. Es gab einige Quests, die sie interessierten und die sie sich im Kopf vermerkte. Eine handgeschriebene Notiz war es aber, die ihre Aufmerksamkeit dann auf sich lenkte. Sie war kritzelig geschrieben, was wohl in Hektik geschehen war. Es hieß darin, es gäbe in der Kanalisation viele aggressive Ratten, die jemandem das Leben schwer machten. Es soll sich um eine Vielzahl handeln, weswegen sie nachdenklich den Kopf schief legte. Es klang nach einer spannenden Quest wegen der Kämpfe und sie würde der armen Person gerne helfen, aber wenn es sich wirklich um eine größere Gruppe Mobs handelte, dann käme sie allein als Schurke nicht besonders weit. Sie war zwar nicht schlecht im Ausweichen, aber gegen eine Überzahl könnte sie nicht lange bestehen und genug Schaden, dass sie die Gegner schnell los wurde, machte sie dann auch nicht.
„Das werde ich alleine sicher nicht schaffen“, murmelte sie und seufzte resigniert. Sie könnte es zwar auf einen Versuch ankommen lassen, aber sie wollte nicht jetzt schon riskieren das Spiel zwangsweise verlassen zu müssen, wo sie doch noch so viel sehen wollte. Dann musste sie die eben ignorieren und sich eine suchen, die sie sicher schaffen würde.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Anzahl der Beiträge : 15
Level : 1
Exp : 23
Klasse : Kriegstreiber II: Schlachtenmeister
BeitragThema: Re: Märkte der Stadt    So Okt 15, 2017 5:13 pm

cf: Straßen

Koutarou hielt sich die Hand vorsichtig vor den Mund, ehe er lautstark gähnte und sich anschließend langsam die Augen rieb. Wo er sich vor einigen Minuten - kurz nach dem Aufstehen - noch motiviert und wach gefühlt hatte, bemerkte er jetzt erst seinen sperrigen Rücken und die fehlende Energie, die sich durch den vielleicht fünf Stunden langen Schlaf in einem eher ungemütlichen Bett bemerkbar machten. Vielleicht wäre es doch besser gewesen, sich in einem eher etwas... besser ausgestatteten Gasthaus niederzusetzen, auch wenn er dann vermutlich ebenfalls schlecht geschlafen hätte, einfach weil es die Situation nicht wirklich anders hergab. Etwas gedankenverloren schlenderte er durch die Straßen der Stadt, bis er schließlich auf die erhoffte Wegbeschilderung zu einem der größeren Märkte traf, der er nun nur noch folgen musste. Er hatte sich immer noch keine Gedanken gemacht, ob er dort nun Ausschau nach einer Gruppe, Quests oder Ausrüstung halten sollte, aber er dachte sich, dass es zumindest besser war als das Suchtsystem des Spieles auszureizen oder sich wie Leeroy Jenkins in eine Gruppe von Mobs zu stürzen, nur um seinen gestern erst verdienten dritten Heiltrank schlucken zu müssen. Das konnte er immer noch machen, wenn er eine halbwegs gute Ausrüstung hatte - Und die würde vermutlich seinen Geldbeutel von nunmehr 450 Cor überschreiten.

Am Marktplatz angekommen war Koutarou jedoch ein wenig überrascht, dass nur vereinzelte Spieler sich in Gruppen zusammengetan hatten und nun hier versuchten, ihren Ambitionen etwas mehr Würze zu verschaffen. Vereinzelte NPC, in Gedanken vertiefte Spieler und ein paar Gruppen schlenderten durch die Marktstände, der Platz war jedoch ansonsten zu leer, um wirklich als Hotspot für aufstrebende Spieler zu gelten. Vermutlich waren die meisten Spieler auch noch etwas... Niedergeschlagen, aber dennoch kam Koutarou nicht daran vorbei, verwundert die Augenbrauen hochzuziehen. Nicht, dass er seine Chancen nun geschmälert sah, aber er hatte sich tatsächlich mehr erhofft und gewünscht, vor allem weil es immer besser war wenn man auf andere Spieler aufbauen konnte, als sich alleine und unerfahren durch die Welt zu kämpfen. Ein paar tage würde er es wohl noch ohne Begleitung aushalten, aber von dem was er über das Spiel wusste klang es nicht so, als wäre es für Solospieler ausgelegt, auch wenn die Ausnahme natürlich immer die Regel bestätigte. Gerade als eine Spielergruppe an ihm vorbeigehen wollte und der Blauhaarige sich innerlich darauf vorbereitete sie auf das Geschehene anzusprechen, sah er jedoch wie eine ältere Dame, die als NPC an ihrem Stand ihre Waren feil bot, ihn mit einem kleinen Journal in der Hand zu sich winkte.

Etwas perplex ließ er von der Spielergruppe ab, die ihn schon ins Auge gefasst hatte, und schloss die wenigen Meter, die ihn von dem weiblichen NPC trennten. Fragend schaute er sie an, wartete aber vergeblich auf eine sprachliche Ausführung, ehe er das Journal auch schon mit einem kleinen Mochi in die Hand gedrückt bekam. "Hier, ein Abenteurer wie du kann das sicherlich gebrauchen!" Koutarou wusste im ersten Moment nichts zu sagen, stammelte dann aber ein leicht verwirrtes aber dennoch freundlich gemeintes "D-Dankeschön?" heraus, ehe die Dame mit einem Augenzwinkern wieder anfing ihre Waren zu reklamieren, ohne ihn weiter zu beachten. Immer noch perplex, aber die Geste verstehend distanzierte er sich wieder von dem Marktstand und setzte sich an einen Picknick-Tisch, um dort einen Blick in das ihm ausgehändigte Journal zu werfen. Bereits nachdem er sie ersten paar Seiten überflogen hatte, war klar dass es sich bei dem Journal um eine Art Anfängerguide handelte, der die Anfänge des Spieles zusammenfasste und Tipps geben sollte, wie man sicher durch die Anfänge des Spieles kam. Was ihn jedoch etwas mehr verwunderte war die Tatsache, dass es sich augenscheinlich um ein von einem Spieler verfasstes Journal handelte, das von den NPC weitergegeben wurde. Zumindest, wenn man der Einleitung glauben mochte.

In seinem Augenwinkel sah der Blauhaarige dann jedoch, wie sich eine weitere Spielergruppe von einem Platz entfernte und somit den Blick auf ein Brett freigab, an dem einige Zettel und Flugblätter angebracht waren. Ein zierliches blondes Mädchen machte sich kurzerhand daran einen Zettel davon abzureißen und ihn durchzulesen, woraus Koutarou sich herleitete, dass es sich bei dem Brett wohl um eine Art Questbord handelte, an dem die NPC wohl regelmäßig Aufgaben anhängten, die von Spielern abgeschlossen werden konnten. Mit einer eher uneleganten Bewegung nahm er seinen Mochi in den Mund und verstaute das Journal in seinem Inventar, ehe er aufstand und sich entschloss das Questboard mal unter die Lupe zu nehmen, zu verlieren hatte er ja nichts, auch wenn es eher so aussah als wären die ausgehängten Quests mehr etwas für Spielergruppen als eine einsame Kartoffeln wie ihn. Am Questboard angekommen biss er ein Stück von seinem Mochi ab und begann genüsslich zu kauen, während er sich die Zettel durchlas, auch wenn seine Konzentration nicht lange standhalten sollte. Ein leichtes weibliches Murmeln nicht weit von ihm zog seine Aufmerksamkeit auf sich, woraufhin Koutarou - immer noch seinen Mochi am verspeisen - sich etwas verwundert umschaute, um seinen Blick dann auf dem Mädchen festzusetzen, das immer noch mit ihrem Zettel neben dem Board stand und scheinbar ihre Schwierigkeiten mit dem Inhalt hatte. "Das klingt ja fast so als könntest du Hilfe gebrauchen" kam es schließlich spontan vom Blauhaarigen, der einige Sekunden brauchte um zu realisieren, dass er sie gerade mit leicht vollem Mund angesprochen hatte, auch wenn das gar nicht seine Absicht gewesen war. Etwas mit Panik erfüllt schluckte er den Rest seines Mochis herunter und kratzte sich dann verlegen am Hinterkopf, nur um sich direkt wieder zum Questboard zu drehen. "Entschuldigung, schlechte Angewohnheit."
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Anzahl der Beiträge : 35
Level : 1
Exp : 36
Klasse : Schurke I: Assassine
BeitragThema: Re: Märkte der Stadt    So Okt 15, 2017 10:16 pm

Xardas & Senka


Unschlüssig sah Eri von der Anschlagtafel zu dem Zettel in ihrer Hand hin und her. Fast war sie schon dabei gewesen den gekritzelten Zettel wieder zurück zu hängen und eine Quest anzunehmen, die sie alleine schaffen könnte, aber irgendwie wollte sie den Zettel nicht abgeben. Die Neugier auf das unbekannte Abenteuer war größer, als die Sorge, dass es zu gefährlich sein könnte. Zur Not könnte sie doch sicherlich auch noch fliehen, wenn sie merkte, dass es zu heikel wurde und die Quest mit höherem Level abschließen. Andererseits wollte sie mit höherem Level nicht mehr in dieser Stadt bleiben, sondern weiter gezogen sein. Es war eine knifflige Entscheidung, ob sie dem Abenteuerdrang nachgeben und es ausprobieren oder doch kneifen wollte und in ihrem Kopf entstand eine kleine Diskussion.
Deswegen bemerke sie auch nicht, dass sie ihre missliche Lage mit einem Seufzen und Murmeln offenbarte. Erst als sie eine Stimme neben sich hörte, zuckte sie leicht zusammen und hob den Kopf zur Seite, um die Person, die gesprochen hat, aus großen, überrumpelten Augen anzusehen. Zuerst wanderten sie über seinen Kopf zu dem grünen Cursor. Natürlich war es ein Spieler, was sollte ein NPC auch hier und sie von sich aus ansprechen? Kamen sie überhaupt an dieses Board, um ihre Quests auszuhängen? Vermutlich nicht. In ihrer Grübelei hat sie nicht mal gemerkt, wie sich jemand neben sie gestellt hat und der Fakt, dass sie so unaufmerksam gewesen war, brachte ihr Herz schmerzhaft zum rasen. Erst konnte sie ihn nur sprachlos ansehen, bis sie merkte, dass ihm die Situation selbst unangenehm wurde und er sich mit einer Entschuldigung abwandte.
Erst durch diese Reaktion, fand Eri zu sich zurück. Er war nicht gekommen, um sich über ihre Lage lustig zu machen, wie sie es gewohnt wäre. Sie war hier ja auch nicht in der Schule und niemand dürfte sie in diesem Spiel kennen - zumindest hoffte sie ganz fest daran, keinen bekannten Gesichtern zu begegnen - also gab es auch keinen Grund wie ein verschrecktes Reh zu reagieren.
Etwas beruhigter senkte sie ihren Blick wieder auf den Zettel hinunter und zuckte mit den Mundwinkeln. "Meinst du mit der schlechten Angewohnheit mit vollem Mund zu reden?", fragte sie leise, ohne dabei unfreundlich klingen zu wollen. Eher war es scherzhaft gemeint, was sich durch die innere Unruhe aber nicht richtig zeigen konnte. Stattdessen seufzte sie nur wieder tonlos und hängte den Zettel schließlich wieder zurück ans Brett, die Augen noch immer unschlüssig darauf gelegt. 'Beruhig dich mal wieder, du benimmst dich wie die alte Eri', scholt sie sich selbst grummelnd in Gedanken und konnte gerade so den finsteren Blick unterdrücken. Sie wollte nicht ein neues Leben in diesem Spiel beginnen, nur um bei der ersten echten Person, die sie ansprach, wieder in die alte Schüchternheit zu verfallen. Mit den NPCs konnte sie doch auch ganz normal reden und die verhielten sich doch schließlich ziemlich realistisch. Was die Farbe eines Cursors doch schon anrichten konnte...
"Es scheint viele Quests zu geben, die man nur in einer Gruppe schaffen kann", erklärte sie dann ihre Lage, unterließ es aber zu betonen, dass sie dieser Umstand so sehr störte, weil sie lieber allein unterwegs war. Sich für Quests oder Raids mit anderen zusammen zu tun, hat sie in anderen Spielen doch auch hingekriegt, also sollte es hier als Senka doch wohl ebenfalls möglich sein. Ob sie gezielt nach einer suchen sollte? Allerdings hätte sie keine Lust darauf das Gejammer von den Meisten hier anhören zu müssen, die das Deathgame so schlimm fanden.
Neugierig blinzelte die Schurkin zu der Person neben sich und staunte, wie groß er war. Kein Wunder, dass sie sich bei so einer Gestalt zuerst erschreckt hat, die sie so weit überragte. Aber er machte keinen bösartigen Eindruck und schien auch nicht jeden Moment in Tränen auszubrechen, weil er sich nicht mehr ausloggen konnte. Ob sie eine Gruppenbildung für eine Quest versuchen sollte? Es würde sie weniger umbringen, als es alleine zu probieren, denn zu zweit wären sie stärker gegen die Mobs und in den Rücken konnte er ihr in der sicheren Zone auch nicht fallen. Im Grunde hatte es Vorteile und früher oder später müsste sie es wagen, also warum nicht jetzt schon?
Nachdenklich schob sie ihre Lippen ein Stückchen vor und sah erneut den Zettel an, als könnte der ihre Entscheidung abnehmen. Im Grunde hat sie sich gerade entscheiden, sie musste sich nur noch überwinden es auszusprechen. "Falls du... nichts anderes zu tun hast...", fing sie schüchtern an, unterbrach sich dann aber, weil sie es selbst nicht ertragen konnte. Sie wollte doch ihr neues Ich sein, also sollte sie sich gefälligst auch so benehmen. Deswegen atmete sie tief durch, um sich nochmal zu sammeln und sich dem anderen Spieler dann etwas zuzuwenden. Ihr Blick wurde fester, ebenso wie ihre Stimme, die nicht mehr herumdruckste, sondern direkt sagte: "Wenn du nichts dagegen hast, könnten wir die Quest zusammen machen. Davon hast du schließlich auch was."
Nachdem die Worte gesagt waren, jubelte sie innerlich auf und verkniff sich gerade so ein stolzes Grinsen. So klang das doch gleich viel besser und sie war damit einen Schritt weiter im neuen Leben gekommen. So sollte es am besten auch weiter laufen.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Anzahl der Beiträge : 15
Level : 1
Exp : 23
Klasse : Kriegstreiber II: Schlachtenmeister
BeitragThema: Re: Märkte der Stadt    Do Okt 19, 2017 7:04 pm

Etwas peinlich berührt nahm Koutarou wieder das Schwarze Brett ins Visier, ohne sich dabei aber per se auf eine der gekritzelten oder fein säuberlich geschriebenen Aushänge konzentrieren zu können. Da hatte er nach einem Tag mal die Möglichkeit gefunden, sich selber selbstbewusst und locker an eines der Questboards zu stellen, in der Hoffnung sich irgendwie nicht mehr alleine durchschlagen zu müssen, da grätschte ihm beim erstbesten sogar nicht mal ernst gemeinten Versuch auch schon seine gutbürgerliche Angewohnheit rein. Dafür, dass er eigentlich Kriminologie bei der Polizei studierte, fühlte er sich gerade eher wie ein Protagonist aus einem Comedy-Anime. Es brauchte den Blauhaarigen einige Sekunden sich wieder zu fassen, ehe er es schaffte sich mit einer etwas seriöseren Ausstrahlung wieder zu dem jungen Mädchen zu drehen. Bevor er sich allerdings für seinen kleinen Überfall entschuldigen konnte, kam sie ihm jedoch mit einer etwas schüchtern wirkenden Reaktion sowohl zuvor als auch entgegen. Er wusste nicht ob er das Ganze jetzt humorvoll fassen sollte, daher entschied er sich dazu einfach nur zu lächeln und sich am Hinterkopf zu kratzen, während er auf ihre Frage antwortete. "Heh, nein das nicht. Ich sage und tue manchmal einfach nur das was ich gerade denke." Ein leichtes Grinsen folgte, dann bemühte er sich auch schon wieder um eine etwas seriösere Miene, einfach weil er den Gedanken des Anime-Klischees gerade nicht aus dem Kopf bekam. "Fast schon wie Schlafwandeln, nur während ich wach bin" nuschelte er sich noch hinzu, ganz ironisch in eben der Angewohnheit die ihn erst in diese Situation gebracht hatte.

Koutarou schüttelte schmunzelnd den Kopf. Je mehr er sich bemühte den Spieß umzudrehen, desto mehr machte er sich zum Deppen. So entschloss er sich einfach das zu tun, wozu man ihm in den letzten Jahren immer wieder geraten hatte: Es zu ignorieren. Wenn sich andere schon nicht daran gewöhnten, so konnte er sich ja zumindest darum bemühen. Sein Gegenüber schien jedenfalls, gut für ihn, unbeeindruckt von seiner kleinen Allüre zu sein und rechtfertigte sich prompt selber für ihre eigene Unsicherheit, auf die er sie soeben unbewusst angesprochen hatte. Ihre Körperhaltung deutete ihm zwar an, dass sie sich scheinbar ein wenig dazu durchringen musste sich ihm gegenüber zu erklären, was gut dadurch seine Begründung fand, dass er sie gerade ja quasi überfallen hatte, aber Koutarou hoffte einfach, dass es sich dabei mehr um Verwirrung als um Abneigung handelte. Es würde ihn jedenfalls ziemlich niederschmettern, direkt am zweiten Tag dieses wundervollen Deathgames bereits eine junge Frau zu verschrecken, wo er sich ja nicht mal annähern wollte. "Gut möglich, aber es gibt bestimmt auch Möglichkeiten sich alleine durchzukämpfen" Koutarou hatte mittlerweile die Hand nachdenkend an seinen nicht vorhandenen Kinnbart geführt und versuchte, das von dem Mädchen angesprochene Problem zu relativieren. Er selber hatte ja auch die Befürchtung, alleine früher oder später den Anschluss zu verlieren, aber er wollte ihr jetzt kein ungutes Gefühl vermitteln, alleine nichts wert zu sein. Oder zumindest vermittelte sie ihm, dass diese Angst sie beschäftigte. Gut möglich, dass er falsch lag.

An und für sich beschäftigte ihn der Gedanke schon, sie zu fragen ob sie vielleicht dazu bereit wäre eine dieser Quests mit ihm zu bewältigen, aber wo er sich ihr schon mehr oder minder aufgedrungen hatte, wollte er ihr mit der Tür nicht wirklich ins Haus fallen. Er war schon froh sich mit ihr unterhalten zu können, zumindest schien sie nicht wie die Art von Person, die an ihrer misslichen Lage in diesem Spiel verzweifelten. Tatsächlich erwischte er sich sogar dabei, sie in einem kurzen, unbedachten Moment von oben bis unten zu mustern, während sie kurz in Gedanken verloren schien. Erst jetzt fiel ihm der Dolch an ihrem Gürtel auf, welcher sich im Kontrast zu ihrer eher kindlichen, wenn auch nicht unweiblichen Statur ziemlich stark hervorhob, insbesondere da sie gut zwei Köpfe kleiner als er selber war. Irgendetwas an ihr weckte ein Interesse in ihm, er konnte selber aber nicht festmachen weshalb. Er kannte niemanden, der ihr auch nur im Ansatz ähnlich wäre, aber trotzdem sah sie ihm nicht unbekannt aus. Er schüttelte den Kopf. Vermutlich erinnerte sie ihn einfach nur an seine kleine Schwester, schlicht weil sie niedlich war. Niedlich und vermutlich auch tödlich, zumindest wenn man das dem Dolch entnahm. Wenn er so darüber nachdachte waren die Parallelen tatsächlich nicht zu leugnen.

Ein verdutzter Ausdruck legte sich jedoch prompt in sein Gesicht, als seine Gegenüber ihn urplötzlich von sich aus fragte, ob er denn was dagegen hätte die Quest, die sie in der Hand hielt, mit ihr zusammen zu machen. Und schon die Tatsache, dass sie zwei Anläufe gebraucht hatte um ihren Vorschlag auszusprechen, ließ sein kleines, kaltes Herz kurz wegschmelzen und die Parallelen zu seiner Schwester erneut aufkommen, sodass er schon ganz genau wusste, was jetzt folgen würde. "Def-" Er legte seine Hand präventiv an seinen Mund, sodass außer einem kurzen, gedämpften Seufzer nichts weiter zu hören war. Definitiv wie Shiina hatte er sagen wollen, oder eher wollte das seine Angewohnheit aus ihm herausbringen, um die Situation noch unangenehmer zu machen als sie ohnehin schon war. "Entschuldigung, schlechte Angewohnheit" ein unsicheres Grinsen folgte und er machte sich nicht mal die Mühe die Sache weiter zu erläutern, sondern ließ sie getrost liegen, ehe er mit diesmal gefassterer Miene auf ihren Vorschlag antwortete. "Klar, wenn es dir nichts ausmacht können wir die Quest gerne zusammen erledigen."


Zuletzt von Xardas am Di Dez 05, 2017 5:57 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
avatar
Anzahl der Beiträge : 35
Level : 1
Exp : 36
Klasse : Schurke I: Assassine
BeitragThema: Re: Märkte der Stadt    Sa Okt 21, 2017 6:25 pm

Zu der Erklärung der schlechten Angewohnheit des Fremden, erwiderte Eri nichts weiter. Zum einen weil sie nicht verstand, warum er es als schlechte Gewohnheit bezeichnete, wo sie Ehrlichkeit an anderen Menschen sehr zu schätzen wusste. Andererseits aber auch, weil sie gerade einen inneren Kampf mit sich focht, wie sie durch den überraschenden Auftritt dieser Person überhaupt reagieren sollte. Es war schon mal ein erster Erfolg gewesen, dass sie überhaupt passende Wörter rausgebracht hat, ohne dabei zu stammeln, aber das schien es auch schon gewesen zu sein. Die nächste Aussage, zu der sie sich schon regelrecht zwang, kam ihr nur schwer über die Lippen.
"Soweit ich weiß, ist questen die schnellste Möglichkeit an Erfahrungspunkte zu kommen und Soloquests halten sich zumindest hier in Grenzen." Erneut ließ sie ein Blick über all die Zettel am Brett wandern, in denen gut die Hälfte oder sogar mehr, eher für Gruppen geeignet wären. Und die Soloquests hätte sie sicherlich schnell erledigt, je nachdem, wie weit sie für die einzelnen Aufgaben laufen müsste. Damit war es nur eine Frage der Zeit, bis sie sich durchringen müsste, um jemanden nach einer Gruppe zu fragen. Oder wo sie feststeckte und sich mit Grinden ein wenig voran bringen müsste. Beides fand sie nicht besonders angenehm. Aber um schnell zu leveln und erfolgreich zu sein, würde sie zur Not eben in den sauren Apfel beißen und Gruppen bilden müssen.
Jetzt wäre eine gute erste Gelegenheit dafür, das musste sie selbst sich nur noch eingestehen. Wobei das Eingestehen gar nicht mal das Problem war. Sie war sich von Anfang an bewusst gewesen, dass sie nicht drum herum käme mit anderen zusammen zu arbeiten. Allein schon wenn es zu Bosskämpfen käme, bei denen sie schon gerne zumindest bei einem dabei sein wollte, war eine Raidgruppe unerlässlich. In Anbetracht dessen, dass sie hier sogar sterben könnten, würden sie einen Fehler beim Boss machen, wären mehr Leute sogar besser, als zu wenige.
Das eigentliche Problem war es, das auszusprechen. Sich mit einer Art Bitte an andere zu wenden, was sie seit dem Tod ihrer Schwester nicht mehr wirklich gemacht hat. Auch in anderen Spielen hat sie zumeist die automatische Gruppensuchfunktion genutzt oder sich ansprechen lassen. Nun musste sie über ihren Schatten springen und das war es im Endeffekt doch auch unter anderem, weswegen sie dieses Spiel so großartig fand.

Nach einem gescheiterten ersten Versuch, schaffte sie es dann doch mit mehr Überzeugung und festerer Stimme ihren Vorschlag zu unterbreiten. Damit schien sie den Kriegstreiber überrascht zu haben. Vielleicht hat sie einfach einen so unsozialen Eindruck gemacht, dass er ausgeschlossen hat, dass sie überhaupt daran interessiert wäre. Ganz falsch lag er damit ja nicht. Aber ganz richtig eben auch nicht.
Fragend hoben sich ihre feinen Augenbrauen, als er zu einer Antwort ansetzte, die aber hinter vorgehaltener Hand versteckte. Er erklärte damit wieder seine schlechte Angewohnheit, wobei Eri trotzdem nicht umhin kam sich zu fragen, was er denn nun sagen wollte. Aber da er schließlich zusagte, rückte es in den Hintergrund. Ein zufriedenes Lächeln legte sich auf ihre Lippen, während sie mit dem Zettel in ihrer Hand wedelte. Das ging doch nun einigermaßen einfach.
"Es geht dabei um eine Rattenplage, die einen NPC heimsucht und die wir ausmerzen sollen", erklärte sie schnell, während sie das Menü öffnete und ihn zu einer Gruppe einlud. "Xar...das", sprach sie seinen Namen murmelnd für sich selbst aus. Es war noch immer etwas befremdlich, dass die Spieler hier eher mit ihren erfundenen oder geliehenen Namen gerufen wurden, als mit ihren echten. Aber das kam Eri zugute. Wenn man schon ihr echtes Aussehen sah, dann musste man zumindest nicht ihren Namen kennen. Somit wurde es noch unwahrscheinlicher, dass sie tatsächlich jemand Bekanntes traf.
Nachdem sie ihn eingeladen hat, lächelte sie knapp zu ihm auf und nutzte die Gelegenheit sich höflichkeitshalber selbst vorzustellen, bevor sie gleich mit der Quest beginnen wollte. "Ich bin übrigens Senka. Hier steht, wir müssen zu den Kanälen." Suchend drehte sie den Kopf nach links und rechts, um einen Wegweiser zu finden, der sie zu den Kanälen führen könnte, aber da würden sie wohl ein wenig suchen müssen. Mit federnden Schritten, entschied sie sich für eine Richtung, die sie einfach mal vorgab. Ein Blick fiel dabei noch auf seine Waffe, wegen der sie verstohlen kicherte und hinzufügte: "Ich hoffe, du kannst mit dem Schwert umgehen." Sie würde jemanden brauchen, der die Mobs von ihr fern hielt, damit sie selbst ungestört angreifen konnte.


tbc: Kanäle der Stadt
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gesponserte Inhalte
BeitragThema: Re: Märkte der Stadt    

Nach oben Nach unten
 
Märkte der Stadt
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 1
 Ähnliche Themen
-
» Rundgang durch eine alte Stadt... Prag
» Mary Hoffman - Stravaganza - Stadt der Masken
» Jose Saramago - Die Stadt der Blinden
» Mittelalterliche Stadt vom ABC-Verlag
» PD "Stadt Wehlen" - Frisch von der Werft als "Dresden" - 1879

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Sword Art Online - RPG :: Das Inplay :: Das Alte RPG :: Ebene 1 :: Die Stadt der Anfänge-
Gehe zu: