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Das System
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BeitragThema: Offene Felder   So Mai 07, 2017 8:00 pm

Die offenen Felder erstrecken sich, bis auf vereinzelte Waldstücke und einigen steinigen Hügeln, über die ganze Ebene und sind zumeist von entweder gepflanzten Getreidesorten oder wildwucherndem Unkraut überdeckt, das oftmals auch bis zur Schulter reichen kann, wenn man sich denn weit genug hineintraut. Auf den Wiesen findet man für gewöhnlich Wildschweine, je weiter man allerdings den Pfaden und getrampelten Straßen folgt, desto eher kann man auch vereinzelt auf Wölfe treffen.


Zuletzt von Cardinal System am Mo Sep 11, 2017 10:58 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Offene Felder   So Mai 07, 2017 8:35 pm

Rin, Leycest cf Straßen

Der Schild lag etwas ungewohnt in seiner Hand, doch wusste Leycest genau, wie er ihn im Kampf zu handhaben hatte. Er war zwar kein Fan davon, gewisse Teile seiner Rüstung ausschließlich für die Defensive zu verwenden, hatte sich aber eben bewusst für den Kampf mit dem Schild und Schwert entschieden. Und im Nachhinein war das vermutlich gar keine so schlechte Idee gewesen. So konnte er seine eigene Haut besser schützen und Rin die Möglichkeit geben, mit mehr Freiheit ihren Kampf auszuführen. Blieb nur abzuwarten, ob das Aggro-System hier genau so funktionierte wie in allen Rollenspielen. Das Material, was er gesehen hatte, deutete zwar darauf hin, doch wollte er sich da nicht allzu schnell festlegen. Nicht nachzudenken wäre wohl vermutlich auch der größte Fehler, den sie hier und heute machen könnten. "Okay,
ich denke unsere Rollen sind klar. Ich werde versuchen die Gegner auf trapp zu halten und abzuwehren, während du versuchst so viel Schaden wie möglich zu machen, ohne dabei selber viel Schaden zu nehmen. Okay?"
Er verzichtete absichtlich auf ein Lächeln, um nicht allzu naiv zu wirken. Er hatte zwar Vertrauen in Rin, doch wollte er das Ganze nicht wie ein Kinderspiel wirken lassen.

Als das Duo schließlich aus der Stadt trat und sich zu den weiten Feldern der Ebene begab, die entgegen ihres Namens doch den ein oder anderen Hügel aufzuweisen hatte, hielt der Halb-Brite aufmerksam Ausschau nach einer kleinen Gruppe Trashmobs, die sie für eine kleine Übung verwenden konnten. Und auch wenn es ihn überraschte, so war die Suche nicht von wirklich langer Dauer - Entgegen ihrer Vermutungen waren die Felder so gut wie frei von Spielern. Am Horizont konnte er einen sich etwas mühsam bewegenden anderen Spieler ausmachen, der sich solide gegen eines der Wildschweine schlug, doch ansonsten war so gut wie niemand zu erkennnen. "Scheint so als wären wir eine der ersten Gruppen, die sich auf die Felder wagen" Er war wirklich überrascht, dass der Großteil der Mobs noch an Ort und Stelle war. Aber irgendwie konnte er auch verstehen, dass man sich nach dem Schock ihres ersten Tages in dieser Welt auch nicht traute, sein Leben unnötig in Gefahr zu bringen. Leycest schüttelte den Kopf. Jetzt war keine Zeit für solche Gedanken - Wenn sie es heute Nacht noch nach Horunka schaffen wollten, so durften sie jetzt keine Zeit verschwenden. Er zuckte daher seufzend mit den Schulterblättern und zeigte auf eine wahllos ausgewählte Gruppe an drei Wildschweinen. "Dann versuchen wir uns mal."
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BeitragThema: Re: Offene Felder   So Mai 07, 2017 8:52 pm

Gemeinsam mit Leycest bewegte sich Rin auf die offenen Felder und schaute sich dort schnell um, um einen kurzen Überblick zu haben. So viel los schien hier nicht zu sein. Einerseits wunderte Rin das, weil sie sich nicht vorstellen konnte, dass es kaum andere Spieler gab, die sich auch aus der Stadt trauten. Andererseits konnte sie auch alle Spieler verstehen, die nicht sofort losstarten wollten. Rin hätte auch noch gezögert, wenn sie Leycest nicht kennengelernt hätte.
Nun allerdings galt es erstmal die Monster herauszufordern und so herauszufinden, wie sie beide zusammen kämpften und harmonierten. Leycest erklärte kurz ihre Rollen, auch wenn er dazu sagte, dass die eigentlich klar waren. Leycest würde die Monster aufhalten und beschäftigen, während Rin ihnen Schaden zufügen würde und sich dabei auch darauf konzentrieren sollte nicht zu viel Schaden zu kassieren. "In Ordnung. Ich geb mein Bestes", meinte sie möglichst ruhig. Auch sie hatte momentan kein Lächeln auf den Lippen. Nicht, weil sie Angst hatte, aber sie wollte sich vernünftig darauf konzentrieren, was sie jetzt taten. Immerhin wollte keiner von ihnen schon beim ersten Kampf sterben. Das würde sie sich am Ende selbst nicht verzeihen. Außerdem konnte auch Rin trotz ihrer übermäßig positiven Art ernst sein. Wäre manchmal sonst auch von Nachteil. Besonders einen Kampf auf Leben und Tod sollte man ernst nehmen. Im schlimmsten Fall wäre sie noch Schuld am Tod von Leycest... Wenn dem so wäre, würde Rin wohl auch nicht weiter machen können. Einen Menschen auf den Gewissen wollte sie nämlich gewiss nicht haben. "Ja, wundert mich ein wenig", gab sie nachdenklich von sich, weil es so ruhig auf den Feldern war. Spätestens morgen früh würde es hier nur so wimmeln von Spielern. Da war sie sich sicher.
Seufzend atmete Rin einmal kurz durch, bevor sie mit festem Blick nach vorne zu den drei Wildschweinen schaute, welche Leycest als ihre Gegner auserkoren hatte. "Okey... auf gehts", stimmte sie zu und hielt ihren Dolch fest in der Hand. Spätestens nach dieser Quest würde sie sich noch überlegen, ob sie mit einem Dolch gut auskam, oder ob sie lieber zum Kurzschwert wechseln sollte. Spätestens in der nächsten Stadt konnte sie sich umrüsten. Jetzt würde sie aber erstmal schauen, ob es so auch gut lief. Kurz blickte sie zu Leycest, der damit beginnen würde die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Nach seinem ersten Block eines Wildschweins, schnellte Rin nach vorne und verpasste dem Wildschwein den ersten Hieb, dann den zweiten, bevor sie zurücksprang, um einem Angriff zu entgehen. Flink war sie ja... Auch wenn sie in der realen Welt auch sportlich war, so war das kein Vergleich gegen das hier. Das Spielsystem war schon der Wahnsinn.
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BeitragThema: Re: Offene Felder   Mo Mai 08, 2017 5:20 pm

Das Handhaben seines Schildes funktionierte besser als er erwartet hatte. Da das System darauf achtete, etwaige Skills und Kombinationen von sich aus zu verbinden und somit ähnlich einer Automatik-Schaltung funktionierte, musste Leycest lediglich seinen Teil zur Reaktion und der AI beitragen. Er war also schlicht immer bedacht die Angriffe der Wildschweine im richtigen Moment abzublocken, ohne sich dabei umzingeln zu lassen. Rin machte ihrer Rolle währenddessen ebenfalls alle Ehre, sodass es nicht lange dauerte, bis nur noch eines der Wildschweine übrig war. Es überraschte ihn, dass sie diesem Kampf mit ein wenig Mühen so gut hin bekamen, auch wenn es sich in diesem Fall nur um Trashmobs handelte. Aber jeder Schritt den sie taten brachte sie näher an die Rückkehr in ihr Reales Leben. Ein Ziel, für das es sich wohl durchaus lohnte zu kämpfen. "Okay, ich lenk es jetzt zu dir! Lade einen Skill auf und versetz ihm den Todesstoß!" sagte er mit etwas Mühe, während er das aggressive Wildschwein mit seinem Schild in Schacht hielt. Unter anderen Umständen hätte er jetzt zum finalen Schlag ausgeholt, doch war er gegenüber seiner Begleiterin was Spielverständnis anging wohl ein wenig privilegierter, weshalb es nicht schaden konnte, wenn sie in einer Extremsituation lernte. Das Wildschwein würde jedenfalls nicht so viel Schaden machen, um die Rothaarige ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Er verweilte noch einige Sekunden so in seiner Position, ehe er das Monster mit seinem Schild wegdrückte, nur um ihm im Anschluss einen gewaltigen Tritt gegen die Hüfte mitzugeben, woraufhin es ein kurzes Stück mit dem Blick zu Rin geschleudert wurde. Der Mob fokussierte sofort die neue Bedrohung, schabte kurz gegen den Boden und stürmte anschließend auf die Rothaarige zu. Einige Momente vergingen, dann explodierte das Wildschwein in einer Wolke an Datenstücken, ehe ein kleines Feld auftauchte, welches ihnen den Tod des Mobs bestätigte. "Gut gemacht.
So sollten wir keine Probleme mit den Alphatieren bekommen"
sprach der Brite schließlich lobend aus, doch sein Blick fokussierte sofort das Waldstück, welches sich einige Hundert Meter von ihnen entfernt befand. Das Tageslicht erhellte die Ebene noch mit letzten Anstrengungen. Sie würden also weniger als zehn Minuten haben, sich zu ihrem Zielort zu begeben.
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BeitragThema: Re: Offene Felder   Mo Mai 08, 2017 7:19 pm

Wenn die kleine Tamerin ehrlich sein sollte, so hatte sie nicht erwartet, dass sie so gut harmonieren würden. Leycest konnte die Wildschweine wirklich gut von ihr fern halten und sie abwehren, wenn sie angriffen. Rin blockte die wenigen Angriffe, welche zu ihr durchkamen, mit ihrem Dolch, was auch ziemlich gut lief. Ansonsten ging sie eher in die Offensive, was von Erfolg gekrönt war. Es dauerte gar nicht mal so lange, da waren von drei Wildschweinen bereits zwei erledigt. Eines war also noch übrig und für dieses hatte Leycest geplant, dass Rin ihren Skill auflud und das Wildschwein damit vernichtete. Aufmerksam beobachtete die Rothaarige, wie Leycest das Monster abwehrte und es dann mit einem Schlag zu ihr lenkte. Als es so wild auf sie zulief, fühlte sich Rin innerlich schon ein wenig unwohl, doch sie hatte ihren Skill bereits aufgeladen, schnellte damit nach vorne und verpasste dem Wildschwein somit ebenfalls den Todeshieb.
Fast schon ein wenig erleichtert, wenn nicht sogar etwas stolz blickte Rin sich kurz um, bevor sie ihren Dolch wieder an ihrer Seite befestigte. "Das lief doch soweit ganz gut, meinst du nicht?", fragte sie langsam, bevor sie in den Himmel blickte und seufzte. "Ich glaube wir sollten uns beeilen. Wir haben nicht mehr viel Zeit." Mehr üben konnten sie jetzt einfach nicht, sonst müssten sie für diese Quest bis morgen warten. Und genau das wollten sie ja nicht. Entsprechend setzte sich die Rothaarige in Bewegung, wobei nochmal kurz ein Blick zu Leycest ging, ob er eventuell Einwände hatte. Das konnte sie sich aber eigentlich auch gar nicht vorstellen, immerhin sagte er ja, dass es so auch mit dem Alphatier klappen sollte. Was das anging war sie auch soweit positiv gestimmt.
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BeitragThema: Re: Offene Felder   Mo Mai 08, 2017 8:47 pm

Dezidierten Schrittes machte Leycest sich auf den Weg über die Felder, nachdem das Duo die kleine Gruppe an Trashmobs ausgelöscht hatte. Er hätte behaupten können, dass viele Gedanken durch seinen Kopf schwirren würden, doch das war leider nicht der Fall. Zu gerne hätte er daran gedacht, jetzt mit seiner doch so ungeliebten Mutter am Essenstisch sitzen zu können, zu gerne würde sich mental auf den Anruf seines Vaters vorbereiten, der der Gewohnheit nach immer gegen 22 Uhr erfolgte. Aber das einzige, an was der Brite gerade denken konnte, war die Hoffnung daran, dass das Alphatier keine Anomalie darstellen würde. Er hatte genug Spieler in den Videos gesehen, die sich nach einem Erfolgserlebnis zu viel vornahmen und dann einfach in das offene Messer gelaufen sind. Es war eine Entwicklung, die in den nächsten Wochen vermutlich auch - ob Leycest daran denken wollte oder nicht - das ein oder andere Leben fordern würde. Selbst wenn sie jetzt erfolgreich sein würden, so war es mehr als ungewiss, ob der nächste Herausforderer nach ihnen das auch schaffen würde. Die Monster auf der ersten Ebene mochten nicht stark sein, doch war es unvermeidbar zu erkennen, dass an ihnen früher oder später Blut kleben würde - Sei es nun virtuell gesprochen oder im Realen.

"Okay, wir machen das wir gerade eben auch. Wenn wir das Alphatier allerdings isoliert haben, wechseln wir beide zum Angriff."[/i] Sein Blick wanderte hinter sich zu Rin, während er mit ernster Miene sprach. "Wir wechseln uns dann mit den ANgriffen ab und ich versuche, den Großteil der Angriffe entgegenzunehmen, okay?" Es war das simple System des Switches. Und so, wie sie gerade eben zusammengearbeitet hatten, hatte Laurence wenig Zweifel daran, dass eine mögliche Niederlage an ihrer Chemie liegen würde. "Wenn ich Switch rufe, wechseln wir also die Positionen. Und wenn es sicher ist,
hau alles raus was du hast! Ich hab deinen Rücken schon, keine Sorge."
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BeitragThema: Re: Offene Felder   Mo Mai 08, 2017 9:48 pm

Schweigend lief die junge Rothaarige versetzt hinter Leycest her, während sie sich auf den Weg zu dem Alphatier machten. Rin hoffte wirklich, dass sie es zeitig schafften, denn sie wollte wirklich nicht warten müssen. Sie würden wichtige Zeit verlieren... Komischer Weise war das im Moment das Einzige woran sie denken konnte. Doch schon zu Beginn dieses Kampfes um ihr aller Leben hatte sie sich schon gedacht, dass sie sich auf Dauer auf dieses Spiel konzentrieren müsste. Immer wieder an die reale Welt zu denken, oder daran zu denken, dass dies hier nicht ihr richtiges Leben war, würde sie nur davon abhalten sich voll und ganz darauf zu konzentrieren, zu überleben. Fakt war nämlich auch, dass nicht nur die Monster ihr Leben kosten könnte, sondern auch Red-Player. PvP - Spieler. Rin hatte nämlich durchaus im Hinterkopf, dass einige Spieler all das nicht ernst nehmen würden und annahmen, dass man nicht wirklich starb. Tatsache war eben auch, dass es keine Beweise dafür gab. Doch Rin konnte sich einfach nicht vorstellen, dass all dies nur ein Spaß vom Gamemaster war. So einen Scherz konnte sich niemand leisten...
Rin schüttelte leicht den Kopf, um sich weiterhin auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Nun, so hin und wieder schweifte sie dann wohl doch ab. Aber sie waren gerade ja auch nicht von Monstern umgeben.
Rin hob den Kopf ein wenig an und schaute Leycest an, welcher ihr nun die Strategie im Kampf gegen das Alphatier erklärte. An sich war es eine simpel Art das Monster zu bekämpfen, zumindest klang es in Rins Ohren simpel. Allerdings war dies die beste Art in Sword Art Online zu kämpfen. "In Ordnung", gab sie etwas leiser als zuvor von sich und nickte kurz. Sie schien ein wenig nervös und genau so fühlte sie sich auch. Aber das war wohl normal, immerhin ging es hier um Alles... und nur weil sie drei kleine Wildschweine getötet hatten, hieß das ja nicht, dass sie das Alphatier auch so leicht besiegen würden. Aber jetzt noch Zweifel anzukündigen erschien ihr auch nicht sinnvoll... Entsprechend schaute sie halb an Leycest vorbei konzentrierte sich auf das, was folgen würde.

Leycest, Rin tbc - Waldstück am Rande der Ebene
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BeitragThema: Re: Offene Felder   Sa Mai 13, 2017 8:31 pm

Rin, Leycest cf - Waldstück am Rande der Ebene

Die Rothaarige war wirklich unheimlich erleichtert, dass sie dieses Monster besiegt hatten. Zwar hatte sie die ganze Zeit schon befürchtet, dass das nicht so leicht werden würde, doch dass es so eine Herausforderung werden würde, hatte sie auch nicht erwartet. Wären sie nicht zu zweit gewesen und wäre Leycest nicht Tank, dann hätten sie es nicht überlebt. Sicherlich gab es ein paar Anfänger, die durch Zufall auch auf diese Quest kamen. Würden sie alleine herkommen und das mit Stufe 1, wäre das wohl ihr sicheres Ende. Aber sicherlich sollte das junge Mädchen nicht darüber nachdenken, immerhin würde das ihre Laune nur wieder runterziehen. Davon abgesehen würde sie nicht jeden retten können. Eventuell mal jemanden, wenn er sich in Gefahr befand und in ihrer Nähe war. Aber sonst hatte sie in diesem Spiel auch keine großen Möglichkeiten andere zu beschützen. Was sie sich aber fest vornahm war Leycest, sich selbst und später ihr getamtes Monster zu beschützen.
Lächelnd erwiederte sie das High Five von Leycest. "Da hast du absolut Recht. Gut, dass wir uns getroffen haben", gab sie fröhlich von sich. Das war wirklich großes Glück gewesen. Zum Einen für ihre Motivation, denn sonst hätte sie die Stadt heute nicht mehr verlassen. Zum Anderen aber auch für ihre Kämpfe. Gemeinsam konnte man sich unterstützten und beschützen. Man kam deutlich besser voran, als wenn man alleine kämpfen würde.
Das Quest und Lootsystem schien auf jedenfall seinen Zweck zu erfüllen. Denn zum Einen bekamen sie die Meldung, dass die Quest erfüllt war und zum Anderen bemerkte Rin, dass sie etwas in ihrem Inventar hatte, was vorher definitiv nicht da war. Da machte ihr Beruf als Jägerin dann wohl einen guten Job.
Die Stimme von Leycest hatte sich inzwischen auch wieder beruhigt, bzw. normalisiert, wenn man es so nennen wollte. Rin beruhgte das auch ein wenig. Man konnte an seiner Stimmlage scheinbar schon fast ausmachen, in was für einer Situation man sich befand. Dass Ley den Trank jetzt nicht nahm hinterließ gemischte Gefühle bei Rin. Einerseits war es gewiss sinnvoll den Trank nicht zu verschwenden, andererseits wären sie erst in der Stadt in sicherem Gebiet. Aber da sie ihm nichts vorhalten wollte, schwieg sie lieber. Stattdessen antwortete sie auf seine Worte. "Stimmt. Ich bin gespannt ob man sich müde fühlen kann", gab sie schmunzelnd von sich und nachdem sie noch einen Moment verharrt hatten, ging sie dann gemeinsam mit Leycest los zurück Richtung Stadt. Rin wollte wirklich gerne wissen wie es um Schlaf und Hunger bestellt war. Nach der Nacht heute, in der sie noch genug vorhatten, würde sie es vermutlich herausfinden. Schmerz war auf jeden Fall nicht wirklich vorhanden. Das hatte sie gemerkt, als sie von dem Wildschwein getroffen wurde. Es war irgendwo ein eigenartiges Gefühl, aber das waren auf keinen Fall Schmerzen gewesen. "Hier verletzt zu werden fühlt sich komisch an oder?", fragte sie nun Leycest nach seiner Meinung und schaute dabei kurz zu ihm.
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BeitragThema: Re: Offene Felder   So Mai 14, 2017 2:40 pm

Es fühlte sich ein wenig so an, als hätte man urplötzlich Pläne gefasst und würde sie nun voller Vorfreude ausführen wollen, ganz wie ein kleiner Erlebnisurlaub oder ein kurzer Campingausflug. Es war die selbe Aufregung wie vor einem besonderen Tag oder einem besonderen Ereignis, wenn man aus dem eigenen Alltag ausbrach und etwas Neues erlebte. Der Gedanke an den weiteren Ablauf der Nacht, den vermutlich weder er noch Rin würden vorhersehen oder auch nur vermuten können, ließ dem blonden Europäer einen leichten Schauer über den Rücken laufen. Auch wenn es ein perfides Spiel war und auch wenn er verstanden hatte, dass er am allermeisten seinen eigenen Ambitionen und denen seiner engsten Mitmenschen vertrauen sollte, so fühlte sich diese Unvorhersehbarkeit schlicht ausgedrückt zugleich gruselig als auch ein wenig spannend an. Irgendwie freute er sich auf das, was nun folgen sollte. Auch wenn er dabei wohl nur das Positive betrachten wollte. Der Einwurf seiner Begleiterin ließ ihn dann jedoch kurz aus seiner Gedankenblase kommen. Er wusste nicht wie er es ausdrücken sollte, doch er stimmte ihr in ihrem Empfinden zu. "Ja, es ist... Gewöhnungsbedürftig. Man hat die ganze Zeit Angst, dass man zu viel Schaden genommen hat, auch wenn man nur einen Kratzer abbekommen hat" er kratzte sich kurz an der Wange, während er lächelnd versuchte seinen Gedankengang in Worte zu fassen. "Aber vermutlich ist das auch gut so, oder?" sein Blick wandte sich kurz zu Rin, ehe er wieder die Stadt der Anfänge in den blick nahm, die im Hauch der Nacht fast wie eine uneinnehmbare Festung aussah. Wären sie nicht in einem Deathgame gefangen, würde sich Laurence vermutlich hoffnungslos in diese Welt verlieben.
"Ob unser Quetsgeber eigentlich noch wach ist? Irgendwie freue ich mich ja auf das Essen, hehe..." Er hatte den Umstand ihrer Quest im Kampf mit dem Alphatier fast vergessen. Für kurze Zeit hatte er lediglich die EXP und den Spielfortschritt gesehen, die sich hinter einem gewonnenen Kampf versteckten. Auch wenn es ihr erster Tag im Spiel war, so hoffte er innigst, dass er sich der Immersion hingeben konnte, ohne dabei seinen Blick für das Ganze zu verlieren. Er wollte nicht der Hoffnungslosigkeit verfallen, die sich bei vielen Spielern zu dieser Zeit vermutlich breitmachte. Und er hoffte auch, dass er Leute an seiner Seite haben würde, die das Ganze ähnlich sahen wie er.
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BeitragThema: Re: Offene Felder   So Mai 14, 2017 9:11 pm

Jetzt wo sie die erste kleine Etappe ihrer Reise geschafft hatten war Rin wirklich neugierig, wie es weitergehen würde. Sie konnten nun wirklich nicht abwägen, was in Zukunft noch alles passieren würde und wie weit sie mit ihrer Gruppe und ihren Einstellungen überhaupt kamen. Rin fürchtete sich noch immer davor sehen zu müssen, wie ein Spieler stirbt und sie war sich sicher, dass ihr das nicht ewig verwehrt bleiben kann. Einfach weil sie in Zukunft auf mehr Spieler treffen werden, weil sie sich eventuell größeren Gruppen für Bosse anschließen mussten. Davor hatte Rin schon jetzt Angst. Aber auf der anderen Seite war sie auch aufgeregt. Sie war gespannt, was diese eigentlich wunderschöne Welt für sie bereit hielt - auch wenn sie genauso tödlich war, wie schön.
Der Blick von Rin wanderte über die Landschaft, bevor er bei Leycest hängen blieb, welchen sie zuvor noch angesprochen hatte und der ihr nun antwortete. "Ja vermutlich. Es weist einen zumindest daraufhin auf seine Lebenspunkte zu achten. Und dass es Schmerzen in dem Sinne nicht gibt beruhigt mich auch ein wenig. Ich glaube ich hätte dann ein wenig bammel mich in einen Kampf zu stürzen", gab Rin nachdenklich von sich und lächelte etwas unbeholfen um zu überspielen, dass sie sich wirklich fürchten würde. Rin war kein Feigling und sie würde trotzdem ihr Bestes geben, aber es war schon etwas anderes, wenn man wirklich Schmerz fühlen könnte. Wenn man zum Beispiel von einem Schwert getroffen wird... oder einem Hauer dieser Wildschweine. Schnell senkte Rin den Blick und hob ihn erst wieder an, als sich ihr Blick wieder gefestigt hatte. Solche Gedanken sollte sie sich wohl gar nicht ausmalen.
"Würde mich wundern wenn nicht... Wäre das hier absolut real könnte ich mir vorstellen, dass dieser Mann voll er Erwartungen wach bleibt, nur um herauszufinden, ob wir Erfolg hatten oder genauso fehlgeschlagen sind wie er. Aber wie es hier gemacht wurde kann man nicht wissen", überlegte Rin laut, während sie sich immer mal wieder umschaute, zum großen Teil aber nach vorne schaute. Auch wenn die Ebene hier ziemlich leer wirkte, was gewiss an der Nacht lag, so sollte man dennoch vorsichtig sein. Gerade wegen Leycest. Da musste ja nur der kleinste Angriff passieren und er wäre tot... Wieder schüttelte es Rin kurz, sodass sie sich sogar auf die Unterlippe biss, um sich wieder zu konzentrieren und nicht an solche Dinge zu denken. Es war doch eigentlich gar nichts Wildes passiert. Ley war zwar in den roten Bereich gefallen, aber es war niemand gestorben und sie hatten alles in den Griff bekommen. Wieso nur plagten sie dann jetzt schon solche Sorgen? Wie würde es ihr dann erst auf den höheren Ebenen ergehen? Da würde sie sich wohl noch ein dickeres Fell anschaffen müssen...
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BeitragThema: Re: Offene Felder   Do Mai 18, 2017 8:13 pm

Den Heiltrank in der rechten Hand führte Laurence den Weg, der sie zwar inmitten durch die Felder, dafür aber direkt vor die Tore der Stadt der Anfänge führte, fort und kratzte sich dabei mit seiner linken Hand an der Wange, während er Rin zuhörte. Wenn er sich herausnahm ihre Mimik und ihren Ausdruck zu beurteilen, so wurde ihm schnell klar, dass das angesprochene Thema ihr nicht wirklich behagte, weswegen er den Themenwechsel irgendwo begrüßte. Das letzte was er jetzt brauchte war das Gewissen, sie irgendwie auf falsche Gedanken gebracht zu haben. Er selbst hatte sich zwar eine recht strikte Agenda gesetzt, was das Verfolgen seiner Ambitionen in dieser Welt anbelangte, doch war das vermutlich keine Entschuldigung dafür, von sich automatisch auf andere zu schließen. Es folgten einige Momente der Stille, ehe er wieder zu einer Antwort ansetzte und dabei den Blick auf seine Umgebung richtete. Nicht, dass er sich urplötzlich sicher wog und anschließend von einem zufällig in der Nähe befindenden Wildschwein zur Strecke gebracht werden würde. "Da hast du wohl recht... In der Beta hatte er auch die ganze Nacht wach in der Schänke gesessen... Auch wenn wir das wohl nicht als Ist-Status nehmen sollten." Ein kühler Windstoß bog schließlich kurz die vielen Grashalme zur Seite, sodass eine Art La-Ola-Welle über das Feld zog. Leycest schaute sich das Naturphänomen eine kurze Weile an, ehe er sich wieder auf den Weg konzentrierte, der sich unverbindlich vor ihnen auftat. Wenn er es richtig einschätzte, so waren sie nur noch circa 10 Minuten von der sicheren Stadt entfernt, was bedeutete, dass sie sich einigermaßen in Sicherheit wiegen konnten. Dennoch hatte er nicht wirklich das Bedürfnis, den Heiltrank wieder in sein Inventar zu packen. Auch wenn es nur ein ungutes Gefühl war.
"Gleich geschafft..."

Rin, Leycest gt Straßen
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BeitragThema: Re: Offene Felder   Fr Sep 29, 2017 12:09 am

cf: Straßen - Stadt der Anfänge (+ Blackthorne)

Einmal durch die imposanten Eingangstore der Stadt getreten, blieb Aqua kurz danach auf dem Platz stehen und atmete einmal durch. Die Umgebung die sich von einer riesigen Stadt in ein weites, offenes Feld gewandelt hatte, wirkte merkwürdig befreiend. Das Gefühl der Enge verschwand, weil sich vor ihren Augen eine weit erstreckende Weite eröffnete. Diesen Anblick hatte sie jedoch schon einmal gesehen, aber jetzt hatte er eine ganz andere Bedeutung. Suchend wandte sie den Blick an ihre Gefährtin und Aqua lächelte sanft. Das Spiel hatte zwar vor Stunden gestartet, aber jetzt begann es wahrhaftig. Ohne weiteres zögern setzte Aqua einen Schritt vor und entfernte sich mit jeden weiteren weiter vor der sicheren Zuflucht der Stadt. Mit den ungewohnten Blickverhältnissen die das Game ihr vermittelte, hielt sie Ausschau nach einigen Monstern. Hier müssten Wildschweine umherlaufen, dass wusste sie. Denn sie hatte schon vorher gegen ein paar gekämpft, um einfach das Spiel zu testen. Sie suchte auch nach einer Stelle wo vielleicht zwei, oder mehrere dicht beieinander standen, dass jede von ihnen eines zum Üben hatte. „Dort.“, sagte sie und zeigte mit ausgestreckten Arm und Zeigefinger in die Richtung in der sie eine geeignete Stelle ausgemacht hatte. Wenn sie sich nicht verzählte mussten da drei oder vier Wildschweine in unmittelbarer Nähe zueinander stehen. Level 1 mussten sie ein. Das sollten sie beiden schon schaffen. „Ich denke, die werden wir schon schaffen.“
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BeitragThema: Re: Offene Felder   Fr Sep 29, 2017 7:19 pm

Aqua & Blackthorne

Die Stadt war groß, das sah Mariko auf dem Weg hinaus und war sich sicher, dass Kayaba wohl einkalkuliert hatte, dass womöglich vielen Spielern der Mut oder die Fähigkeiten für dieses Deadgame fehlen mochten. Als sie die Häuser hinter sich ließen, bot sich ihnen ein gänzlich anderes Bild. Weite Felder verschiedener Weizensorten und wild wuchernde Ebenen säumten das Landbild. Vereinzelt nur Bäume, kleinere Felsen und Bäche. Trotz ihrer äußerlichen Ruhe und Fassung war sie von dem Detailreichtum dieses Spiels fasziniert. Kein Straßenlärm, kein nervtötendes Autogehupe, keine schatternden Menschenmassen ... kurzum fühlte sich Mariko hier seltsamerweise recht wohl. Kurz schüttelte sie darüber den Kopf. Sie musste sich konzentrieren, immerhin war sie in einer simulierten Welt gefangen, die ihr das Leben kosten könnte. Zeit, um diese Welt zu bewundern, hatte sie später noch. Das sanfte Lächeln hatte eine durchaus beruhigende Wirkung auf Blackthorne und so schweifte auch ihr Blick hin und her. Dann entdeckte sie dank des ausgestrecken Zeigefingers in einiger Entfernung ihren ersten Gegner. Eine kleine Gruppe von drei simplen Wildschweinen dem Aussehen nach. Grasten seelenruhig auf der Wiese, bis ihnen wohl ein Spieler zu nahe kam. Langsam zog Blackthorne ihre Waffe und schritt auf diese zu, bis ihr deren Lebensleiste auffiel und sie kurz stockte. Kurz sah sie zu ihrer eigenen und rief sich ins Gedächtnis, dass sich diese niemals komplett leeren durfte. Eine gewisse Anspannung machte sich in der Frau breit, ehe sie eine feste Haltung annahm und weiter auf die kleine Gruppe zuging. Mit einem Blick besah sie sich Aqua. "Ich versuche die Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen, während du sie im besten Falle von der Flanke oder von Hinten zu erwischen versuchst. Ihre zahlenmäßige Überlegenheit sollte kein allzu großes Problem werden ...", sprach sie zu ihrer Partnerin, insofern sie nicht vergessen hatten, eine Gruppe zu bilden. Sie war gespannt, wie ihr erster, ernsthafter Kampf wohl verlaufen würde und wieviel ihr das Training aus der realen Welt hier brachte. Probeweise schwang sie ihre Klinge relativ schräg von links nach rechts und zurück. Dann murmelte sie eine Art Mantra vor sich hin und strich beinahe zärtlich über die Klinge der Waffe, während sich ihr Blick verhärterte und sie kurz darauf eine ernsthafte Kampfhaltung annahm. Zwei Schritte weiter zog sie dann die Aufmerksamkeit von zweien der Wildschweine auf sich, die auch prompt auf die schwarzhaarige Frau zurannten. Elegant nutzte Blackthorne eine Drehung des eigenen Körpers dazu, um dem Ansturm auszuweichen und gleichzeitig aus dem daraus resultierenden Schwung einen Angriff zu vollführen, der eins der Wildschweine am Hinterlauf erwischte. Statt Blut, wie Mariko erwartet hatte, entsprangen der Wunde kleine Pixel. Da auch Kinder dieses Spiel spielen dürfen sollten, war das wohl die beste Lösung, um Wunden darzustellen. Diese Gedanken spielten sich aber nur im Unterbewusstsein der schwarzhaarigen Frau ab, die sich voll und ganz auf die beiden Wildschweine konzentrierte, die nun eine Kehrtwende vollführten und erneut auf sie zurasten. Aqua hatte sie derweil aus den Augen verloren. So vermutete sie, dass diese sich um das dritte Schwein kümmerte.
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BeitragThema: Re: Offene Felder   Sa Sep 30, 2017 4:15 am

cf: Straßen


Nachdem sie ein paar Schritte aus der Stadt getan hat, atmete Eri einmal tief durch und streckte begeistert ihre Arme aus. Die Landschaft, die sich vor ihren Augen ausbreitete, war wundervoll und verleitete sie geradewegs dazu alles davon zu erkunden. Welche Geheimnisse sie wohl in den verstecktesten Ecken finden könnte? Vielleicht hätte sie lieber ihren Aufspürenskill ausbauen sollen, aber das konnte noch kommen, sobald sie weiter fortgeschritten war. Erstmal würde sie alles von alleine erkunden, sofern nicht zu viele Mobs auf einem Haufen waren. Das war ein Punkt, der ihr noch ein wenig Sorgen bereitete, da sie nicht recht wusste, wie man hier kämpfte. Ihren Dolch hat sie natürlich bereits ausgerüstet und sah ihn nun auch fragend an, als könne er ihr ein Kampf-Tutorial geben, aber natürlich schwieg er. Sie hat die Erfahrung machen müssen, dass es in sehr vielen Spielen ganz unterschiedlich gehandhabt wurde. Bei manchen musste man nur drauf hauen, bei anderen musste man einige andere Dinge austesten und wieder andere hatten eine Vielzahl an Skills, die man auswählen sollte. Schon allein bei Spielen mit Magie, war die Auswahl endlos. Aber vor allem Magie gab es in Sword Art Online nicht, was Eri auch nicht vermisste, dafür aber neugierig machte, wie man allein mit seinen Waffen starke Bosse besiegen wollte. Sie musste es wohl einfach auf einen Versuch ankommen lassen. Und mit diesem Gedanken und einem breiten Grinsen im Gesicht, beschleunigte sie ihre Schritte zu einem leichten Rennen und suchte die Felder auf.
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BeitragThema: Re: Offene Felder   Sa Sep 30, 2017 4:20 am

„Haa!“, machte die 16-Jährige konzentriert und stürmte mit ihrer Waffe voran auf ein Wildschwein zu, das sich mit einem klagenden Quieken in viele einzelne Daten auflöste, bis es ganz verschwand.  Sie hat die letzten Minuten dazu genutzt zu lernen, wie man überhaupt kämpfte. Blümchen pflücken war nun wirklich keine gefährliche Aufgabe – zumindest in der Realität. In Spielen konnten die einfachsten Quests schon mal schwieriger werden, als man dachte, weil man überraschend von irgendwelchen Monstern angegriffen wurde. Vor allem hier auf den Feldern gab es eine Vielzahl von Gegnern, die zwar nicht aggressiv wirkten, aber das konnte durchaus täuschen, wenn sich ein anderes zwischen sie mogelte und man ihm achtlos den Rücken zukehrte.
Die ersten Versuche waren noch etwas knifflig, da sie nur mit ihrem Dolch zuschlug, der nicht all zu viel Schaden anrichtete und sie häufiger den wilden Angriffen der Wildschweine ausweichen musste, als welche zu verteilen. Aber nachdem sie entdeckt hat, wie man einen Skill nutzte, ging das gleich viel besser. So musste sie weniger in Bewegung bleiben und konnte mehr Schaden verursachen, damit die Mobs schneller starben. Obwohl sie erst skeptisch war, wie ein Kampfsystem, das bloß auf Waffen basierte, funktionieren sollte, musste sie nun zugeben, dass sie es großartig fand und die Kämpfe sogar irgendwie Spaß machten.
„Zurück zur Arbeit“, sprach sie sich selbst zu und steckte ihren Dolch zurück an den Gürtel. Laut Karte mussten hier in der Nähe die ersten Blumen zu finden sein, weswegen sie sich aufmerksam umsah. In der Abenddämmerung konnte sie erstmal nur die wilden Tiere erkennen, aber schließlich fiel ihr etwas Tiefrotes auf,  das ihr regelrecht entgegen funkelte. Mit einem zufriedenen Grinsen lief sie schnell zu den gesuchten Heilpflanzen, um sich vor ihnen hinzuknien und sie zu bestaunen.
„Wie hübsch“, hauchte sie beeindruckt und fuhr mit einem Zeigefinger über die weichen Blüten, die sich dem leichten Druck hingaben. Sie fühlten sich an wie reale Blumen, was Eri nur wieder in Staunen versetzte.
Wenn diese seltsame Gestalt auf dem Platz vorhin wirklich Kayaba, der Erschaffer dieser Welt war, dann war er ohne jeden Zweifel ein absolutes Genie. Die Bedrohung, die durch seine Worte und dieses Spiel ausging, interessierte sie nicht weiter. Auch in der realen Welt starben Leute, warum sollte es in dieser also anders sein?
Für einen Moment kam es ihr schon zu schade vor diese Blumen pflücken zu müssen, weil sie mit ihrem gezackten Muster und der hübschen Farbe wirklich zu schön waren, aber dann erinnerte sie sich, dass sie sowieso nach einer Weile respawnen würden und es somit kein wirklicher Verlust war. So pflückte sie die vier Blümchen, musste aber feststellen, dass der Questlog noch ein paar weitere verlangte, die allerdings nicht an diesem Flecken waren. Das hieß, sie musste also weiter suchen. (1/3)
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BeitragThema: Re: Offene Felder   Sa Sep 30, 2017 4:24 am

Aufmerksam wanderten die braunen Augen durch die Landschaft, während Eri gemütlich voran spazierte. An vereinzelten Stellen sah sie ein paar Spieler auf den Feldern, die sich selbst um die Monsterchen kümmerten und das Kämpfen erlernten. Die 16-Jährige hatte keinerlei Interesse daran sich einer der Gruppen anzuschließen. Zwar hatte sie nichts gegen oberflächliche Bekanntschaften in Spielen oder wenn sie sich für eine Weile einer Gruppe anschließen musste, aber da war nun mal der springende Punkt: es war immer nur für eine begrenzte Zeit und meistens auch aus einem guten Grunde wie Boss-Raids. Einer Gilde hat sie sich in den Jahren, die sie spielte, gar nicht erst angeschlossen. Einmal zu Anfang aus Neugier, war da aber schnell wieder raus gegangen. Es war einfach ein Haufen Leute, die Zusammenhalt predigten und manche untereinander sogar auf innige Freundschaften taten. Aber sie könnte schwören, würden sie sich in der realen Welt begegnen, würden sie einander nicht mehr beachten, als es unbedingt nötig wäre. Dieses geheuchelte Gehabe war ihr zuwider und erinnerte sie bloß an eine schlechtere Zeit, der sie in Spielen entkommen wollte. Deswegen verschwendete sie keine weiteren Gedanken an die Gruppen hier.
Bei ihrer Suche fiel ihr in der Ferne ein Grundstück auf, das neben einem Haus eingezäunt war und drum herum überall kleine Punkte verteilt waren, die sie für Nutzvieh hielt. Sie entschied sich dorthin zu gehen, um ein wenig mehr von der Welt zu erfahren. Die Lebensmittel in SAO waren den realen gar nicht so unähnlich, sofern sie es bei ihrem flüchtigen Blick auf dem Markt beurteilen konnte, weswegen es logischerweise auch hier Tiere geben musste, die Milch oder ähnliches brachten. Es wäre sicher interessant mal etwas von den NPCs zu hören, die sich darum kümmerten.
Um zum Hof zu gelangen, ging sie an einem großen Stein vorbei, der ihre Aufmerksamkeit auf sich lenkte und sie den deswegen neugierig betrachtete. Sogleich erhellte sich ihr Gesicht, als sie an dessen Fuß ein paar der Heilpflanzen sah, auf die sie sich sogleich enthusiastisch stürzte und sie pflückte. Ein Glück, dass sie diesen Weg eingeschlagen hat, sonst hätte sie die im Schutz des Steins glatt übersehen.
So waren auch diese schnell gepflückt, nur leider fehlten noch immer welche, wie sie mit einem Seufzen fest stellen musste. Tragischerweise sogar nur eine einzelne, aber egal wie oft sie um den Stein herum lief und sich in direkter Nähe umsah, sie erkannte nichts mit diesem Rot. Aber da konnte man nichts machen, ohnehin hätte sie noch welche extra für sich pflücken wollen, um die Belohnung möglichst bald ausprobieren zu können. Also ging die Suche in die nächste Runde (2/3)
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BeitragThema: Re: Offene Felder   Sa Sep 30, 2017 4:37 am

Sie hatte nun die Option doch noch zu dem Hof zu gehen, aber da sie jetzt so kurz vor Vollendung der Quest war, wollte sie diese auch zu Ende bringen, bevor sie einen anderen Ort besuchte. Es wäre vielleicht sogar auf dem Weg und sie könnte kurz mal rein schauen, aber die Zeit blieb nicht stehen und sie hielt es für schwieriger die Blumen zu finden, sobald es dunkel wurde. Daher suchte sie weiter und kam an eine Stelle, wo eine Fläche von hohem Gras wuchs, das ihrer kleinen Gestalt bis zur Brust reichte. Etwas unbegeistert blieb sie stehen und blinzelte es an, als würde es einen Weg frei machen, wenn sie nur bittend guckte, aber das war natürlich nicht der Fall. Eigentlich hatte sie nicht all zu viel Lust dort hinein zu gehen, da ihre geringe Größe sie da eher behindern würde. Und würde sie nicht Blumen vor und zwischen den Gräsern sehen, wäre sie auch wirklich weiter gegangen, allerdings machten diese anscheinend wahllos wachsenden Pflanzen sie etwas stutzig. Sie schienen nicht recht zu passen, aber einen Zweck mussten sie haben, sonst wären sie nicht da, wo sie waren. Ihr Instinkt sagte ihr, dass sie ein Hinweis sein sollten und dass sie die gesuchten Objekte zwischen dem Gras finden könnte. Die Suche könnte so aber knifflig werden, wie sie mit einem Seufzen kommentierte. Aber gut, wenn sie tatsächlich dort drin zu finden waren, dann würde sie sich eine schnelle Gelegenheit entgehen lassen und müsste vielleicht ewig weiter suchen oder sogar bis zum Respawn der bereits gepflückten Blumen warten.
Mit einem Kopfschütteln sprach sie sich Mut zu und schob ein paar Gräser mit ihren Händen von sich, um ungestört in das Feld gehen zu können. Sie fühlte sich nicht wohl dabei fast darin zu versinken, aber als sie etwas zwischen dem Grün in einer roten Farbe aufblitzen sah, war das schon wieder vergessen und ihre Miene erhellte sich schlagartig. Schnell eilte sie darauf zu und jauchzte zufrieden, als sie sogar eine Vielzahl der roten Zackenblumen fand. Zwar bräuchte sie für die Quest nur noch eine, aber den Rest könnte sie dann für sich sammeln, was sie auch sogleich in die Tat umsetzte.
Summend pflückte sie eine Blume nach der anderen, die sich kurz darauf in Daten auflöste und in ihrem Inventar erschien. Aber gerade, als sie nach der letzten greifen wollte, hörte sie ein bedrohliches Summen ganz in ihrer Nähe und hielt stockend inne. Was war das? Wie ein Wildschwein klang das ganz und gar nicht. Und was noch schlimmer war, es klang irgendwie wütend.
Das Gras vor ihr begann sich zu bewegen und zu rascheln, was vom lauteren Ton des Summens aber verschluckt wurde. Nachdem Eri die Bewegungen mit ihrem Blick verfolgte, sah sie über sich eine große Wespe schweben, die sie mit ihren Facettenaugen anstarrte.
„Äh... hallo“, brachte sie mit einem nervösen Grinsen raus, „ich habe dich doch nicht bei etwas gestört?“
Das Summen wurde lauter und der gefährlich spitze Stachel, der sich nun auf sie richtete, zeigte ihr, dass sie tatsächlich gestört hat. Für eine Entschuldigung blieb keine Zeit mehr, stattdessen warf sie sich zur Seite, um dem Angriff auszuweichen. Sie überlegte kurz, ob sie sich im Gras verstecken könnte, aber nachdem der Stachel zielsicher hinter ihr herjagte, bezweifelte sie dann doch, dass es irgendetwas brachte. So blieb nur eine Möglichkeit: zurückschlagen.
Mit einem Hechtsprung und einer Rolle nach vorne, brachte sie sich wieder auf die Füße und zog in der gleichen Bewegung ihren Dolch. Dabei musste sie selbst darüber staunen und trippelte begeistert mit dem Füßen auf dem Boden rum, während sie quietschte: „Wie cool war das denn?“
Die Wespe gab ihr gar nicht erst die Zeit sich selbst zu feiern, sondern drängte sie nur wieder in einen Ausweichschritt, den sie gerade rechtzeitig durchführen konnte. Gleichzeitig schlug sie mit ihrem Dolch zu, der einen roten Strich auf dem Unterleib des Insekts hinterließ.
„Tut mir leid dich gestört zu haben, aber wenn du nicht mit dir reden lässt, muss ich leider zu anderen Mitteln greifen“, murmelte sie mit einem siegessicheren Grinsen und schlug erneut zu, duckte sich unter dem Stachel, nur um erneut zuzuschlagen und brachte dann genug Abstand zwischen sich und der aggressiven Wespe, um ihren Skill aufzuladen und schließlich damit auf das Tier zuzusausen. Dieses konnte gar nicht mal mehr einen Gegenangriff starten, sondern verschwand schon in vielen Daten, die Eris Sieg verkündeten.
„Das kam überraschend“, atmete sie erleichtert aus, froh darüber, dass sie den Kampf gewonnen hat und nicht einmal verletzt wurde. Das bestätigte ihr aber nur, dass sie so schnell nicht wieder in hohes Gras gehen würde.
Mit einem prüfenden Blick in ihr Inventar und dem Questlog, konnte sie sich ruhigen Gewissens wieder auf den Weg zum Park machen, um dem alten Mann seine Heilpflanzen zu überreichen.

tbc: Straßen
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BeitragThema: Re: Offene Felder   So Okt 01, 2017 10:06 pm

cf: Straßen

Koutarou hätte nicht erleichterter sein können endlich aus der Stadt heraus zu sein. Die frische Luft, der ziehende Wind und der Geruch von Natur, die sich bereits wenige Meter nach durchschreiten des Stadttores bemerkbar machten, waren Balsam für die Seele des Blauhaarigen, wo er doch gerade noch einen Schandweg hinter sich gebracht hat, beobachtet und durch die Blicke seiner Mitspieler verurteilt. Auf sie mochte er bestimmt wie ein rücksichtsloser Idiot gewirkt haben, der sich fast schon freute endlich länger als die von Mama vorgeschriebenen zwei Stunden am Tag zu spielen. Und obwohl der Blauhaarige eigentlich nicht zum lachen gestimmt war, trieb ihm dieser Gedanke doch irgendwie ein Schmunzeln auf die Lippen. Entfernt hatte er zwar das Bedürfnis die Menschen, die sein Schicksal in dieser Welt teilten nicht alleine zu lassen, allerdings war gerade wohl auch der Zeitpunkt gekommen, an dem man primär an sich selbst denken musste. Sollte man ihn doch verurteilen wenn man mochte, er tat an sich doch auch nur das, was er jetzt im Idealfall tun konnte. In Selbstmitleid zu verfallen war jedenfalls noch nie sein Stil gewesen.

Kaum hatte Koutarou sich merkbar von der Stadtmauer entfernt, einem der Pfade zwischen den Feldern folgend, entdeckte er auch schon die erste Heilpflanze, oder zumindest ein Gewächs was er dafür hielt. Rote Blüte, gezacktes Blättermuster - Das einzige Problem was er erkennen konnte war die Tatsache, dass ein blaues Wildschwein scheinbar einen ähnlichen Gedanken hatte wie er selbst. Etwas überrascht davon so schnell schon auf einen potentiellen Gegner zu treffen beobachtete er das Spektakel teilnahmslos, verfiel aber in eine leichte Hysterie als das Wildschwein sich daran machte die Heilpflanze zu fressen. "Oi! Ich hab die Pflanze zuerst gesehen!" kam es dezidiert von ihm, aber das unholde Schwein reagierte nicht. Koutarou schaute sich einige Sekunden hilflos um und hob dann provisorisch einen Stein auf, um ihn nach dem Wildschwein zu werfen. Als er jedoch zum Ausholen ansetzte, stockte seine Bewegung einen Moment, ehe sie in einer leicht azuren Explosion fortsetzte und den Stein, den er aufgehoben hatte, ähnlich einer Balliste auf das Wildschwein feuerte, welches mit einem lautstarken Quieeeek! getroffen und von der Hüfte an wenige Zentimeter weggeschleudert wurde, sodass es nun ihn im Visier hatte.

Ungeachtet dessen, dass das Wildschwein sich darauf vorbereitete auf ihn los zu stürmen, hatte Koutarou nichts anderes als seine rechte Hand im Fokus, welche er gleich einer Reliquie mit offenen Augen anstarrte. Eine Mischung aus Faszination und Ehrfurcht mischten sich in seinen Adrenalinpush, während er ungläubig seine Hand zu einer Faust ballte, nur um sie anschließend wieder zu entspannen. Er hatte nicht gewusst, dass die Skills in diesem Spiel einem solchen Automatismus folgen würden. Und umso erstaunter war er, dass sie so einfach von der Hüfte gingen! Eigentlich wäre das jetzt ein Zeitpunkt, in dem Koutarou sich lauthals freuen würde, dass er ohne Vorkenntnisse etwas geschafft hatte, als er in seiner peripheren Sicht jedoch mitbekam wie das Wildschwein zu einem Sprint ansetzte, um ihn zu Boden zu bringen. Mit einem erstickten Aufschrei schaffte er es noch rechtzeitig zur Seite zu springen, wobei er sich in einer weiteren automatischen Bewegung abrollte und zugleich sein Zweihandschwert in die Hand nahm. Etwas verwirrt über die Handhabung dieses Systemes schaute der Blauhaarige einige Momente perplex durch die Gegend und fragte sich, ob das gerade wirklich so passiert war wie er es in seinem Kurzzeitgedächtnis abrufen konnte. Das, was gerade geschehen war, war in gleichen Teilen sowohl spannend als auch unheimlich gewöhnungsbedürftig. Er hätte nicht gedacht, seinen Motion Input - so hieß das Fachwort, wenn ihn nicht alles täuschte - nicht komplett manuell gestalten zu können. Aber um Himmels Willen - Solange es funktionierte war er glücklich!

Mit neu gefundenem Enthusiasmus nahm er schließlich das Wildschwein ins Visier, welches sich erneut zum Anstürmen positioniert hatte. Da Koutarou sich gerade an diverse Szenen aus dem Gothic-Franchise erinnert fühlte, war sein erster instinktiver Gedanke, den Angriff des Wildschweines zu unterbrechen um dann zu einem Konter anzusetzen. Da er aber nicht wusste, ob und inwiefern sein Motion Input eine derartige Bewegung zulassen oder verbinden würde, entschied Koutarou sich für eine etwas trivialere Methode, um das Wildschwein direkt aus der Welt zu schaffen. Als sein Gegner schließlich zum Sprint ansetzte, hob er seinen Zweihänder über seinen Kopf, streckte seinen Rücken durch und ließ seine Waffe anschließend mit einem Kampfschrei in einem mächtigen, azur gefärbten Angriff auf das Wildschwein nieder, als es in seine Reichweite kam. Mit einem Gefühl der Genugtuung beobachtete der Blauhaarige noch, wie das Wildschwein sich in einer kleinen Datenexplosion in Luft auflöste, ehe er sich zur Heilpflanze begab und sie in ein Inventar steckte. Den Blick wieder auf die Stelle gerichtet, an der das Wildschwein sich gerade aufgelöst hatte, konnte Koutarou nicht anders als triumphierend an seinen Vater zu denken, der immer mit der russischen Mentalität geprahlt hatte, wenn er mal mit unüblichen Methoden zum Ziel gekommen ist. "Russische Methoden sind nun mal... ökonomischer!" rezitierte Koutarou ihn dann schließlich auch unbewusst in seiner altgewohnten Angewohnheit, woraufhin er erneut erschrocken die Hand an seinen Mund legte und aufs Neue bemerkte, dass wieder absolut keine Menschenseele in seiner Nähe war, wehsalb er es statt einer Entschuldigung bei einem verlegenen Kichern beließ.

(1/3)


Zuletzt von Xardas am Di Okt 03, 2017 11:44 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Offene Felder   Di Okt 03, 2017 10:51 am

Aqua & Blackthorne

Die Wahl ihres Testgebietes schien auf Zustimmung zu stoßen und die beiden Mädchen befanden sich auf direktem Wege zur Wildschweingruppe. Ohne viel Absprache, zog Blackthorne bereits noch vor ihren Zielen ihre große Waffe. Die Blauhaarige sah ihr dabei zu und überlegte noch ob sie es ihr gleich tun sollte. Das grübeln über ihre eigenen Schritte hörte jedoch auf, als Thorne anfing eine Strategie vorzuschlagen und testete ihre Waffe. „Alles klar.“, sagte Aqua, dass sie es verstanden und einverstanden war, wie sie vorgehen sollten. Nun zog auch sie ihren Einhänder aus der Halterung die an ihrer Hüfte befestigt war. Schwer… ging es Aqua durch den Kopf als sie das Gewicht der Waffe mit der Hand wog. Es sollte aber kein Problem darstellen, davon ging sie aus. Ihre Finger griffen fest um den Knauf und sie schwang es seitlich. Die Spitze der Klinge zeigte daraufhin nach unten und damit war der Schwerpunkt so verlagert das Aqua fühlte das sie sich damit gut und schnell bewege konnte, ohne aus dem Gleichgewicht gebracht zu werden. Hielte sie das Schwert aufrecht, müsste sie sich viel zu sehr auf die Balance konzentrieren. Jetzt konnte sie sich auf die Wildschweine konzentrieren, die bei dem nächsten Schritt den Blackthorne tat, auch schon ihre Aufmerksamkeit auf diese richteten. Zwei stürmten los und Aqua tat es ihnen gleich.

Anstelle frontal auf die Wildscheine zu zulaufen, rannte Aqua einen kleinen Bogen um sie herum, um hinter sie zu gelangen. Dabei hatte sie die Möglichkeit alles genau im Auge zu behalten. Sollte Thorne ein Problem bekommen, konnte sie ihre Taktik noch ändern. Aber danach sah es nicht aus. Im Gegenteil. Sie hatte alles im Griff und schien zu wissen was sie tat. Das dritte Wildschwein konnte Aqua abfangen. Von der Flanke aus erwischte sie es noch bevor auch dieses auf ihre Partnerin zustürmte. Mit einem Schlag war es nicht besiegt, das wusste sie von ihren früheren Versuchen. Es hieß, nicht zu zögern. Mit einigen gezielten Schlägen in Folge brachte Aqua die Lebensleiste des Wildschweins in den roten Bereich und mit dem letzten war es besiegt. Das Schwein quiekte auf, verharrte in seiner Bewegung und zerfiel dann in glänzende Splitter. Eines geschafft. Wo waren die anderen? Die Blauhaarige suchte nach ihnen und nach Blackthorne. „Thorne, überlass mir eines.“, rief Aqua ihr zu und lief bereits los. Wenn sie wie vorhin eines ablenkte das es an ihr vorbei laufen musste um zu drehten, würde es Aqua direkt in die Arme laufen die es bereits erwartete. Wieder fasste sie das Schwert fester und wartete auf den richtigen Moment für den Angriff.
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BeitragThema: Re: Offene Felder   Di Okt 03, 2017 3:12 pm

Aqua & Blackthorne

Ohne große Umschweife machten sich die beiden jungen Frauen ans Werk. Immerhin galt es ein furchtbar langwieriges, zeitaufwändiges VRMMO durchzuspielen. Und das auch noch ohne wirkliche Pause. Ein Gedanke, der sich bei Blackthorne bisher nur im Unterbewusstsein verankert hatte. Ihr Fokus auf das Wesentliche verhinderte wohl, dass sie die Nerven verlor und völlig durchdrehte. Etwas, das sie wohl ihrer Erziehung zuzuschreiben hatte.
Blackthorne zog ihre große Waffe und sprach eine kurze und simple Strategie für den Kampf aus, die von Aqua bestätigt und angenommen wurde. Ein leichtes Kratzen verriet, dass die blauhaarige Frau ihre Waffe zog. Einen Blick warf Mariko dann doch auf die Frau und sah, wo sie ihr Schwert hielt. "Halte das Schwert näher an der Parierstange, damit sie weniger kopflastig wirkt.", riet sie der jungen Frau. Europäische Waffen hatten, soweit Mariko das aus den Vergleichen ihrer Bücher verstand, die Tendenz, kopflastig zu sein und damit eher für schwere Hiebe als Schnitte geeignet waren. Sogesehen wurden europäische Schwerter mit wenig Zuneigung als hübschere Äxte bezeichnet. Wobei Mariko im selben Atemzug auch zugeben musste, dass ihre eigene Waffe auch eher kopflastig wirkte.
Als Blackthorne nun die sogenannte Aggro auf sich zog, hielt sich Aqua an den vorher festgelegten Plan und schlug einen Bogen ein, um den Wildschweinen in die Flanke fallen zu können. Tatsächlich kümmerte sich Aqua also um das dritte Wildschwein in dieser kleinen Gruppe, sodass die Dame mit dem Großschwert sich um die beiden anderen kümmern musste. Als Mariko also dem Ansturm der beiden Schweine auswich und einen Gegenschlag anbrachte, sank die Lebensleiste des getroffenen Gegners schon ein gutes Stück. Mit einem Schlag war der Feind aber nicht bezwungen. Bevor die schwarzhaarige Frau aber nachsetzen konnte, konnten die beiden Biester schon wieder Anlauf holen und stürmten erneut auf die Schwertkämpferin zu. Währenddessen vernahm Blackthorne ein Quieken, dem sie entnahm, dass Aqua sich wohl um ihren Gegner erfolgreich gekümmert hatte. Sie wusste also anscheinend wirklich, wie man kämpfte. Dann rief die blauhaarige, dass man ihr eines der beiden überlassen sollte. "Verstanden.", war die simple Antwort darauf. Interessanterweise funktionierte dieselbe Taktik auch ein zweites Mal. Eines der Wildschweine lief durch das Ausweißmanöver der Frau an dieser vorbei, genau auf Aqua zu, während das andere erneut die Klinge zu spüren bekam. Bevor es diesmal aber erneut Anlauf nehmen sollte, setzte Blackthorne dieses Mal erfolgreich nach. Hoch hob sie das Schwert mit beiden Händen über ihren Kopf und setzte zum finalen Schlag an, der einen roten Schimmer mit schwarzen Streifen nach sich zog, ehe die Klinge der Waffe auf das Wildschwein herniederging. Ein lautes Quieken, ehe das Wesen in kleine, blaue Teile zerfiel.
Rein aus Gewohnheit wollte sie ihr Schwert zurück in die Scheide führen, die sie an ihrer Seite vermutete, ehe ihr einfiel, dass sie die Waffe ja doch lieber schultern wollte. Kurz schüttelte sie darüber den Kopf, ehe ihr eine andere Sache durch selbigen ging. Ein leichtes Grinsen stahl sich auf ihr Gesicht, da ihr eine Technik aus dem Iaido einfiel, die sich in Manga und Anime großer Beliebtheit erfreute, obwohl sie im realen Schwertkampf eher weniger realisierbar war. Kurzum wechselte sie die Trageweise ihrer Waffe zur gewohnten zurück und lehnte ihren linken Arm einfach auf den vorderen Teil der Schwertschneide, damit die Spitze nicht über den Boden kratzte. In dieser Haltung wandte sie sich zurück an Aqua, die mittlerweile wohl den letzten Keiler ins virtuelle Jenseits befördert hatte. "Ich würde gerne etwas ausprobieren, sobald wir die nächste Gruppe angreifen.", sprach Mariko dann, ohne eine genauere Erklärung zu liefern. Immerhin würde es Aqua ohnehin sehen, falls es funktionieren sollte. Wieso also die Spannung gleich verderben?
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