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 Viehof "Brandenburg"

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BeitragThema: Viehof "Brandenburg"   Mo Sep 11, 2017 11:05 pm

Der Viehof "Brandenburg" versorgt die Stadt der Anfänge mit großen Ladungen an Fleisch und Molkereiprodukten. Der Bauernhof und seine Ställe - nicht jedoch die umliegenden Ländereien, auf denen das Tier grasen kann - sind von einer circa zwei Meter großen Holzpalisade umgeben, die das Vieh Nachts von den Wölfen und den Wildschweinen trennen soll, die entweder die Tiere reißen wollen, oder im Falle der Wildschweine schlicht die Ställe verwüsten.

Nebenquest: Auf Nachfrage beim Besitzer des Bauernhofes kann man für einige Zeit das Vieh füttern oder über die Graslandschaften treiben und erhält dafür im Gegenzug die Möglichkeit zur Übernachtung und ein warmes Essen.

Dauer: 1-2 Posts p.P, kurzer Timeskip bis zum Ende des Tages (und der Arbeit) möglich
Belohnung: 5 EXP p.P + Übernachtung & Essen

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BeitragThema: Re: Viehof "Brandenburg"   Sa Sep 30, 2017 4:56 am

cf: Straßen


Nachdem Eri den Weg über die Offenen Felder entlang gelaufen und schließlich bei dem Hof abgebogen ist, den sie zuvor schon in der Ferne gesehen hat, sah sie sich das Grundstück erstmal neugierig an. Die Zäune waren ganz schön groß und sahen kräftig aus, aber das musste wohl auch so sein, wenn man große und kräftige Tiere zusammen halten wollte. Oder ebensolche fern halten, wie sie mit einem Blick um sich herum dachte.
In dem Gebäude selbst brannte noch Licht, weswegen sie sich gleich darauf zubewegte und dann vorsichtig an der Tür klopfte. Eine männliche Stimme bat sie herein, dem sie auch direkt Folge leistete und die Tür öffnete.
„Entschuldigen Sie die Störung“, rief sie als erstes hinein, bevor sie gänzlich eintrat und die Tür dann hinter sich schloss. Vor sich befand sich ein großer Raum mit einer Theke am hinteren Ende, an dem ein Mann stand, der recht grimmig aussah. Etwas eingeschüchtert von dem Blick, wollte Eri wieder kehrt machen, blieb aber erstmal stehen, als sie ihn reden hörte. „Wenn du für frische Milch gekommen bist, muss ich dich enttäuschen. Die Vorräte wurden bereits verkauft und so schnell kann ich nicht für Nachschub sorgen.“
„So?“, hakte Eri interessiert nach und bewegte sich bedächtig auf die Theke zu, „Wieso nicht?“ Das musste doch wieder eine Quest auslösen, oder nicht?
„Ich habe mir heute den Fuß verletzt und kann die Tiere nicht mehr in ihre Ställe treiben. Und meine Frau ist zu beschäftigt, um das zu erledigen“, antwortete er grimmig, was seine Laune erklärte.
„Wenn das so ist, kann ich Ihnen helfen“, gab die Braunhaarige prompt zurück und sorgte dafür, dass der Mann überrascht die Augenbrauen hob. „Wirklich?“
Eifrig nickte sie. „Wirklich.“
„Das wäre hervorragend. Die Kühe müssen in die Umzäunung zurück, bevor die Wölfe sie erwischen, und wenn du sie dann noch füttern könntest, wäre ich dir sehr dankbar.“
„Betrachten Sie es, als so gut wie erledigt“, kicherte das Mädchen und ließ sich erklären, worauf sie zu achten hatte. Sie war schon gespannt, was diesmal für eine Belohnung kommen könnte. Vielleicht ein wenig frische Milch zum genießen? Klang schon gar nicht so verkehrt.
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BeitragThema: Re: Viehof "Brandenburg"   Di Okt 03, 2017 3:59 am

Nachdem alles Wichtige erklärt war, wurde Eri von dem humpelnden Bauern zur Hintertür begleitet, an der sie raus gelassen wurde und die weitere Grasfläche bestaunen konnte. Überall waren Kühe verteilt, die im fortgeschrittenen Sonnenuntergang nur noch schattenartige Silhouetten darstellten. Sie grasten noch immer vor sich hin, ungeachtet dessen, dass ihr Besitzer sich an diesem Tag nicht um sie kümmern konnte.
„Die Kühe dürften kein Problem werden, aber pass auf den Bullen auf. Er ist... eigensinnig“, riet der Bauer dem Mädchen, das verstehend nickte. Dabei folgte sie seinem Fingerzeig zu einem eingezäunten Bereich, in dem bloß eine Gestalt zu sehen war und mit seinem großen, gebogenen Hörnern einen weitaus weniger friedvollen Eindruck machte, als der Rest der Tiere.
„Das kriege ich schon hin“, gab sie optimistisch zurück, krempelte die Ärmel ihres Oberteils hoch und setzte sich in Bewegung.
Um erst einen Eindruck von den Tieren zu bekommen, näherte Eri sich der Kuh, die ihr am nächsten war und beäugte sie neugierig. In der Großstadt Tokio gab es bis auf Tierparks keine Tiere, außer denen, die man sich im Haus halten konnte. Zwar gab es durchaus Höfe, aber die waren zu weit von ihrem Haus entfernt, als dass sie mal eben dorthin gehen könnte. Als sie sieben Jahre alt war, hat Kazu sie nach der Schule mal einfach mit sich gezogen, ohne den Weg nach Hause einzuschlagen. Ohne die Einwilligung ihrer Eltern, haben die Zwillinge sich in Busse gesetzt und sind zu einem Bauernhof gefahren, wo es neben Kühen, auch Schafe gegeben hat, mit denen die Mädchen freundlicherweise spielen und kuscheln durften. Und das alles nur, weil Eri ein paar Tage zuvor gesagt hat, sie würde gerne mal solche Hoftiere aus nächster Nähe sehen, was aber bloß als Wunsch ausgesprochen wurde, der nicht in Erfüllung gehen würde. Sie selbst war viel zu schüchtern gewesen, um sich dorthin zu trauen und ihre Eltern hielten nie sonderlich viel von Tieren, weswegen die Mädchen kein Haustier haben durften. Und Kazu hat ihr diesen Wunsch einfach so erfüllen können, um das glückliche Lächeln in ihrem Gesicht sehen zu dürfen. Eri war unheimlich gerührt gewesen, als sie davon gehört hat und wusste umso mehr zu schätzen, wie liebevoll sich ihre Schwester um sie gekümmert hat.
„Hallo, du“, sagte sie leise zu der Kuh, die den Kopf hob und sie ansah, das gepflückte Gras zwischen den Zähnen zermahlend. Eri streckte eine Hand nach dem Tier aus, das es geschehen ließ, dass sie seine Schnauze berührte. Ein trauriges Lächeln legte sich auf ihre Lippen, als sie an ihren ersten und letzten Ausflug zu einem Bauernhof erinnert wurde. Gerade eben wünschte sie sich, dass Kazu hier sein könnte, um die Freude und Aufregung von damals mit ihr aufleben zu lassen. Aber sie musste sich daran erinnern, dass es in dieser Welt keine Kazu gab. Nur Senka, die hier keine Zwillingsschwester hatte und auch mutig genug war, sich selbst um diese Tiere zu kümmern.
Ihr Lächeln wurde langsam optimistischer, als sie ihre Hand zurück zog und der Kuh einen Klaps auf die Flanke gab. „Na los, es wird Zeit zurück zu gehen.“
Das Tier gehorchte und ließ sich einige Meter von Eri begleiten, bis sie sicher war, dass es sein Ziel in der Umzäunung erreichen würde. Zufrieden damit, drehte das Mädchen sich herum, um zu der nächsten Kuh zu laufen und sie ebenfalls in Sicherheit zu bringen. Zwei weitere Kühe folgten brav ihrer Aufforderung und schließlich kam sie zu drei Kälbchen, die sich ihr neugierig näherten.
„Wie süß ihr seid“, quietschte Eri fröhlich und strich dem einem zärtlich über den Kopf, während ein anderes sich zu ihr hoch streckte und nach kurzem beschnuppern mit der großen Zunge über ihr Gesicht schleckte.
„Hey“, kicherte sie und wischte sich mit einem Arm über die feuchte Spur, „wenn ihr noch etwas zu essen wollt, müsst ihr zum Stall zurück.“
Das dritte Kälbchen hatte anscheinend Gefallen an ihrem Umhang gefunden, biss in den Saum und zog energisch daran. Erschrocken wollte Eri sich umdrehen, besann sich aber rechtzeitig, dass es ihre Kleidung nur kaputt machen würde und fuchtelte nur wild mit den Händen hinter ihrem Rücken, um das Tierchen von sich zu schieben. „Pfui, hör auf, das ist nicht nett!“, belehrte sie es und schaffte es schließlich nach einem kurzen Gerangel, dass es von ihr abließ.
Sie wollte die drei streng ansehen, schaffte es aber nicht den ernsten Blick lange aufrecht zu halten, sondern musste bei dem Anblick sofort wieder schmunzeln. „Genug gespielt für heute, ihr könnt morgen weiter rumtollen.“ Bestimmt schob sie die drei in Richtung Ställe, was sich schwieriger herausstellte, als es für so kleine Tiere sein sollte, da immer wieder eins unterwegs ausbüchsen wollte und Eri alle Hände voll damit zu tun hatte, dass sie zusammen blieben.
Nachdem das geschafft war, verschnaufte sie zufrieden und kümmerte sich schließlich noch um die drei übrigen Kühe, von denen sich eine als zickig heraus stellte und sogar nach ihr austrat. Es forderte alle Überredungskünste der 16-Jährigen, aber schließlich ließ sie sich noch mit Schieben bewegen.
Zum Schluss schnappte sie sich noch eine Heugabel, um das Heu an den vorgegebenen Stellen zu verteilen, damit die Tiere auch über die Nacht noch genug zu essen hatten. Zufrieden sah sie sich ihre Arbeit an und wischte sich mit einem Unterarm über die Stirn. Das war doch etwas schwieriger, als sie es zu Anfang vermutet hätte, aber es hat auch Spaß gemacht. Die eigentliche Herausforderung wartete jetzt noch auf sie. (1/2)
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BeitragThema: Re: Viehof "Brandenburg"   Di Okt 03, 2017 4:03 am

Der Bulle zeigte sich ziemlich unbeeindruckt von dem Theater, das sich außerhalb seines Zaunes ereignete. Auch als Eri sein Gebiet betrat, ließ er sich nicht von ihr beirren und kaute ausdruckslos auf dem saftigen Gras herum.
„Hallo, mein Großer“, ging sie behutsam auf ihn zu und besah sich nervös den großen Hörnern. Die waren lang genug, um sie regelrecht aufzuspießen. Aber daran durfte sie nicht denken, das sollte doch bestimmt keine lebensgefährliche Quest sein, denn sonst wäre es schon irgendwie dramatisch, wenn man von einem Bullen aufgespießt würde.
Plötzlich hob er den Kopf an und sah sie aus lauernden Augen an, weswegen die Schurkin stehen blieb und friedlich die Hände hob, um ihm zu zeigen, dass sie ihm nichts Böses wollte. Verstanden Tiere in Spielen diese Geste überhaupt? „Ich möchte dich nur zu deinem Stall begleiten, dann bin ich auch schon wieder weg“, versuchte sie es einfach mit gutem Zureden und lächelte leicht, unwissend, ob das überhaupt irgendetwas brachte.
Dem Bullen schien die Idee – oder die Geste – nicht zu gefallen, denn er gab ein warnendes Muhen von sich, das laut in ihren Ohren erklang. Unterstreichend stampfte er mit einem Huf auf dem Boden auf und wirbelte damit etwas Erde und Gras auf. Ein ungutes Gefühl beschlich das Mädchen, dass das tatsächlich komplizierter werden könnte und der Bauer nicht untertrieben hat, dass der Bulle tat, was er wollte.
„Ich bin wirklich keine Gefahr für dich“, versuchte sie es erneut, musste aber, kaum dass sie geendet hat, zur Seite ausweichen, weil er mit den Hörnern nach ihr schlug. „Aber du für mich, wie es scheint“, fügte sie ernüchtert hinzu und behielt ihn aufmerksam im Auge. Sie durfte sich jetzt nicht davon treffen lassen und musste es trotzdem schaffen ihn irgendwie zu bewegen.
Bei dem nächsten Angriff musste sie erneut zurückweichen, nur damit er ihr folgte und sie somit nicht mehr still an einem Flecken stehen bleiben konnte. Das Katz und Maus Spiel ging noch ein wenig länger so, bis sich ein selbstsicheres Grinsen auf Eris Züge legte. Mit einer Rolle brachte sie sich an die Flanke des kräftigen Tieres, zog im gleichen Moment ihren Dolch und lud einen Skill auf. Aber anstatt ihm wirklich zu schaden, gab sie ihm mit der flachen Seite der Waffe einen starken Klaps auf den Hintern, wodurch er sich auf die Hinterbeine aufbäumte und einen wütenden Laut von sich gab. Eri gab sich erst gar nicht die Zeit sich das Werk anzusehen, sondern wusste, dass sie lieber gleich die Beine in die Hände nehmen und laufen sollte. Aber nicht irgendwohin, sondern direkt in Richtung des Stalls. Den lauten Trampelgeräuschen nach zu urteilen, wurde sie wie geplant auch verfolgt.
Vor der Öffnung des Zauns blieb sie stehen und drehte sich um, sah direkt, wie das gefährliche Tier auf sie zustürmte und seiner Wut freien Lauf lassen wollte. Mit unruhig schlagendem Herzen wartete sie auf den richtigen Zeitpunkt, ehe sie wieder zur Seite auswich, bevor sie niedergetrampelt werden konnte. Solange sich der Bulle noch orientieren musste, hechtete sie schnell zum Tor und schloss es sorgfältig. Hinter sich hörte sie nur noch einen Lärm, als wäre er mit den Hörnern gegen den Holzzaun gekracht.
„Tut mir leid, dass ich dich so geärgert habe, aber du hast mir keine Wahl gelassen“, rief sie zurück und klatschte in ihre Hände, um die einzelnen Grashalme, die auf den Handflächen klebten, los zu werden. Zum Glück hat sie daran gedacht vorher schon das Heu auszulegen, sodass sie sich nun nicht mehr hinein wagen musste. Damit war ihre Aufgabe beendet und sie konnte sehen, was für eine Belohnung sie dafür bekam. (2/2)
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BeitragThema: Re: Viehof "Brandenburg"   Di Okt 03, 2017 4:10 am

„Alle Tiere sind in Sicherheit und versorgt.“ Von einem Ohr zum anderen grinsend, trat sie wieder in den Eingangsraum, wo der Bauer über ein paar Zetteln hing. Auf ihnen waren aber nur unverständliche Zeichen zu sehen, somit schien es nichts, was einen Spieler interessieren sollte.
„Du hast uns damit einen großen Gefallen getan“, begrüßte der Bauer sie, nun weitaus weniger grimmig als zuvor, „ich weiß nicht, wie ich dir dafür danken kann.“
Eri wusste leider auch nicht, was der Dank dafür sein könnte, daher winkte sie nur bescheiden ab, hob dann aber überrascht ihren Blick, als eine Frau in den Raum trat und ihre Hände an der Schürze abwischte.
„Oh, du musst unsere Gehilfin sein, die sich um unsere Kühe gekümmert hat“, stellte die Frau mit einem freundlichen Lächeln fest, woraufhin Eri nur zustimmend nickte. „Mein Mann hat mir bereits davon erzählt. Bitte sei für heute Abend unser Gast. Ich habe gerade gekocht und unser Gästezimmer ist frisch bezogen. Das ist das Mindeste, was wir dir für deine Hilfe anbieten können.“
Die braunen Augen begannen zu leuchten, als sie davon hörte. Sie wäre schon mit einer Flasche Milch zufrieden gewesen, aber ein warmes Abendessen und kostenlose Übernachtung war ja um einiges besser! So musste sie für heute nicht mal Cor ausgeben und konnte trotzdem in einem frischen Bett und mit einem Dach über dem Kopf übernachten. Die Frage kam ihr ohnehin schon auf, wo sie überhaupt schlafen sollte. Eigentlich hätte man sich zum schlafen ausgeloggt, aber da das nun nicht mehr möglich war, musste man sich wohl immer eine Unterkunft suchen. Bei ihrem Streifzug in der Stadt, hat sie gesehen, dass es einige Gasthäuser gab, aber die wären ihr viel zu überfüllt, als dass sie gerne dorthin gegangen wäre. Dieser Hof kam ihr da wie ein Geschenk des Himmels.
„Das ist mehr als genug, vielen Dank“, sagte sie und ließ sich von dem Ehepaar in die Küche bringen, wo der Tisch bereits voll gestellt mit duftenden Speisen war. Staunend besah sie sich ihnen, fand dabei Speisen, die sie aus der realen Welt nicht kannte und anscheinend eine Spezialität von SAO sein dürften. Dennoch roch alles ausgezeichnet und ihr Magen meldete sich dabei, dass er das virtuelle Essen unbedingt kosten wollte.
Während die drei am Tisch saßen und aßen, plauderten sie ein wenig. Eri konnte kaum glauben, dass es sich bei den Personen wirklich bloß um Künstliche Intelligenzen handelte, da sie so lebensecht redeten und bewegten, dass man einen ganz anderen Eindruck bekam. Sie zeigten sich sogar interessiert darin, als Eri meinte, sie hätte erst kürzlich begonnen, sich als Abenteurer zu versuchen. Jede Antwort oder Frage der NPCs passte hervorragend zu ihren eigenen Worten, was ganz anders war, als bei den vorherigen Spielen, die sie gespielt hat, wo der Wortschatz zwar mit der Zeit ebenfalls erweitert wurde, aber immer noch vorgefertigte Antwortmöglichkeiten bestanden. Hier hatte sie das Gefühl sich mit echten Personen zu unterhalten und es missfiel ihr nicht einmal.
„Die Milch ist super lecker!“, stieß sie begeistert aus, nachdem sie das Glas mit der weißen Flüssigkeit an ihre Lippen geführt und zwei Schlücke genommen hat. Sie schmeckte ähnlich wie die Milch in der realen Welt, nur ein wenig süßer und damit voll nach ihrem Geschmack.
„Unsere Milch ist vor allem für die Herstellung von Sahne oder anderen Süßwaren beliebt“, erklärte die Frau und schmunzelte wegen des Kompliments.
Verstehend nickte Eri, konnte sich das auch sehr gut vorstellen, wie köstlich Sahne oder Gebäck mit dieser Zutat sein müsste. Für einen kurzen Augenblick bereute sie es, dass sie nicht doch den Beruf des Kochs gewählt hat, aber sie aß viel lieber, als es herzustellen, weswegen sie mit ihrer eigentlichen Wahl doch viel zufriedener war.
Nachdem alle gesättigt waren, wurde ihr das Gästezimmer gezeigt, in dem sie in dieser Nacht schlafen durfte und von nun an in Ruhe gelassen wurde. Obwohl sie noch so voller Tatendrang war, fühlte sie mit dem vollen Bauch doch so langsam die Müdigkeit, die an ihr zerrte. Gähnend ließ sie sich mit dem Rücken auf das Bett fallen und streckte sich etwas.
Langsam öffnete sie ihre Augen und sah zur Decke, ließ den heutigen Tag Revue passieren und musste unweigerlich lächeln. Es war ein toller Tag gewesen, voller neuer Entdeckungen und Abenteuern. Zwar waren sie noch sehr klein und einfach, aber haben trotzdem schon Spaß gemacht. Morgen könnte sie dann nach weiteren Quests suchen, die vielleicht etwas mehr Spannung brachten. Sie freute sich auf morgen und übermorgen und die vielen Tage, die danach noch kommen würden. So schnell würde es sicherlich nicht aufhören, dass sie etwas Neues in dieser Welt entdecken konnte. Wenn Kayaba wirklich so ein Genie war, dann gab es sicher unheimlich viele Geheimnisse zu lüften und die wollte sie alle finden.
„Was für ein schönes Leben“, murmelte sie lächelnd und wünschte sich, dass das nicht so schnell vorbei sein würde. Endlich fühlte sie sich wirklich lebendig und konnte sich auf ihre Zukunft freuen, was vorher nicht möglich war. Ihren Eltern ging es ohne sie, die doch eh nur eine Belastung für die Familie war, sicherlich auch besser. Somit konnten alle froh sein.
Mit einem weiteren Gähnen, wischte sie mit der linken Hand das Menü herbei und zog sich die Rüstung aus und die gewöhnliche Kleidung an. Damit huschte sie unter die Decke, kuschelte sich ins Kissen und schlief bald schon tief und fest ein.
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BeitragThema: Re: Viehof "Brandenburg"   Sa Okt 07, 2017 10:37 pm

Am nächsten Morgen wachte Eri gut gelaunt und überaus ausgeruht auf. Schon als sie die Augen aufschlug und das Gästezimmer sah und das Muhen vor dem Fenster hörte, legte sich ein vorfreudiges Kribbeln in ihren Bauch. Sword Art Online war tatsächlich kein Traum gewesen und sie war sogar noch bei Bewusstsein, weil ihre Mutter nichts am NerveGear getan hat. Damit konnte sie diese wundervolle Welt von Aincrad weiter erkunden. Sofort jagte eine Unmenge an Energie durch ihren Körper und sie verschwendete keine Zeit mehr liegen zu bleiben, sondern hüpfte auf und legte sogleich ihre Rüstung an. Gleich darauf ging sie zum Flur hinaus und hüpfte mit federnden Schritten die Treppenstufen hinunter.
„Guten Morgen, ich hoffe, du hast gut geschlafen“, begrüßte die Herrin des Hofes sie freundlich, nachdem Eri die Küche betreten hat und von dem köstlichen Duft des Frühstücks umhüllt wurde.
„Ja, sehr gut. Vielen Dank“, erwiderte sie munter und trat zu der Frau, die gerade Brötchen aus dem Ofen holte. Neugierig blinzelte sie diese an. Sie sahen nicht anders aus, als die Brötchen, die sie kannte. Bekannte und unbekannte Speisen gingen hier anscheinend wirklich Hand in Hand.
„Brauchen Sie noch bei etwas helfen?“, erkundigte Eri sich dann. Sie wollte zwar gerne weiter auf Erkundungstour gehen, aber für eine kleine Nebenquest hätte sie sicher noch Zeit, vor allem bei so freundlichen NPCs.
Die Frau schüttelte aber lächelnd den Kopf. „Das ist nett von dir, aber mein Mann kümmert sich bereits um die Kühe und du hast bereits genug für uns getan.“
Eri erwiderte das Lächeln und nickte dann verstehend. Ein kostenloses Essen und eine Übernachtung waren schon genug Belohnung für einen Hof, wie es schien, und damit gab sie sich auch zufrieden. Etwas zu essen wäre für ein späteres Frühstück praktisch und nach einem weiteren Blick auf die Brötchen, erhob die 16-Jährige wieder ihre Stimme. „Kann ich dann ein Brötchen und etwas Milch von Ihnen kaufen?“
„Ja, natürlich“, sagte die Frau und ließ ein Handelsmenü erscheinen. Eri kaufte sich zwei kleine Flaschen der köstlichen Milch und auch zwei Brötchen für unterwegs. Das müsste ihr bis heute Abend reichen, dann sollte sie sich ohnehin wieder einen Unterschlupf suchen. Und die Kosten hielten sich sogar auch in Grenzen, weswegen sie nach dem Handel zufrieden grinste. Sie verabschiedete sich noch von der Frau und bestellte Grüße an den Viehzüchter, ehe sie mit eiligen Schritten den Hof verließ. Ein paar Schritte entfernt blieb sie noch mal stehen und drehte sich um, dabei sah sie die Kühe in der Ferne an und konnte sich ein seliges Schmunzeln nicht verkneifen. Vor allem die aufgeweckten Kälbchen würden ihr noch eine ganze Weile in Erinnerung bleiben.
Mit einem letzten wehmütigen Blick, entfernte sie sich endgültig vom Hof und ging über die Felder zurück zur Stadt der Anfänge.


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